Rundblick-Unna » Wieder Retter im Notfalleinsatz angegriffen und verletzt

Wieder Retter im Notfalleinsatz angegriffen und verletzt

An Schäbigkeit kaum mehr zu unterbieten. Erneut ist ein Retter während eines Notfalleinsatzes attackiert worden. Der Angegriffene war anschließend nicht mehr dienstfähig. Passiert ist das am frühen Freitagmittag in der Innenstadt von Iserlohn.

Dort behandelte der 44jährige Rettungsassistent der Feuerwehr zusammen mit einem Kollegen gerade einen 36-jährigen Notfallpatienten im Rettungswagen, als plötzlich ein Angehöriger des Patienten in den RTW stieg. Und unvermittelt ging er auf die Einsatzkräfte los. Er wollte die „Behandlung unterbinden“, schreibt die ikz online.

Im Handgemenge  bekam einer der Rettungsassistenten einen heftigen Schlag gegen den Oberkörper. Die beiden konnten den Angreifer jedoch überwältigen und aus dem Rettungswagen befördern. Doch die medizinische Behandlung des Patienten konnten sie erst fortsetzen, als die Polizei kam und die Situation „bereinigte“, schreibt die ikz.

Der 44-jährige Rettungsassisten musste sich nach der Attacke selbst  in ärztliche Behandlung begeben und seinen Dienst wegen der Schmerzen abbrechen. Der gewalttätige Angehörige wurde angezeigt, die Polizei  hat die Ermittlungen zur Sache aufgenommen.

UPDATE von Dienstag: http://rundblick-unna.de/folgebericht-vater-griff-retter-bei-notfalleinsatz-fuer-seinen-sohn-an/

Einen Angriff mit einem Messer musste Ende November ein Rotkreuzler an der Schützenhalle Balve abwehren: http://rundblick-unna.de/drk-sanitaeter-vor-schuetzenhalle-mit-messer-bedroht/

Und am 3. 12. gab es diesen bizarren Zwischenfall: http://rundblick-unna.de/martinshorn-nervte-notarztwagen-auf-fahrt-zu-bewusstlosem-mit-butter-bombardiert/

Kommentare (9)

  • Mike

    |

    Was sind denn das für Angehörige ? Ich hoffe der trifft mal auf einen echten Richter. Man kennt sowas ja sonst nur aus der Dortmunder Nordstadt wo Behandlung einer Frau durch Männer unterbunden wird aus angeblich relig. Gründen.

    Antworten

    • Silvia Rinke

      |

      Abartig!!!

      Antworten

    • Silvia Rinke

      |

      Die Pressestelle der Kreispolizei MK hatte bereits Feierabend, wir versuchen noch zu recherchieren, was diesen Angehörigen trieb.

      Antworten

      • Dagobert

        |

        Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Kreispolizei MK aktiv Informationen verschweigt, in der Hoffnung, dass sich irgendwann die Leute nicht mehr für die Wahrheit interessieren.

        Antworten

  • Silvia Rinke

    |

    Kommentare auf Facebook dazu:

    Markus Berghoff Bei sowas sollten direkt richtige Strafen verhängt werden… nix Du Du Du sondern 5 Jahre jedes Wochenende Sozialarbeit oder ähnliches… ansonsten Haft… das nimmt ja mehr als Überhand…

    Tanja Nolte Hohe, drastische Strafen für solche Angriffe. Anders geht es nicht.
    Oder solchen Angreifern ein im Dunklen leuchtendes „A“ auf die Stirn tätowieren, damit die Rettungskräfte wissen, wem sie im Falle des Falles NICHT helfen…

    Anja Seißer Traurig sowas. Alles gute dem Retter

    Jannis Metzidakis §114 Abs. 3 StGB…. den passenden Paragrafen haben wir, aber kaum Richter die es durchziehen! Oftmals gibt es aber keine Verurteilung weil psychische Ausnahmesituation, alkoholisiert, oder Täter das erste Mal auffällig. Selbst wenn man vorgenannten Paragrafen nicht heranzieht wäre immernoch Körperverletzung (§223 StGB) oder teilweise sogar schwere KV (§224 StGB) möglich.
    Und WENN mal eine Verurteilung rauskommt, dann ist es oft eine kleine Geldstrafe die kaum einen tangiert.
    Der Täter blecht 500€ und ist damit fertig. Der Kollege muss aber immer wieder auf den Wagen und wenn man das fünfte Mal angegriffen wurde hat man irgendwann den Bock fett!
    Und am schlimmsten ist…. man hat kaum Rückendeckung. Wenn man sich wehrt kann es einem passieren, dass man Personalrechtliche bzw. Arbeitsrechtliche Konsequenzen zu fürchten hat. Leider tun die Verantwortlichen oftmals nur nach außen hin empört. Intern heißt es, dass sowas zum Job dazu gehört und man professionell genug sein muss darüber zu stehen.
    Vorschläge für Selbstverteidigungstrainings werden oft empört zurückgewiesen. Argument: „Wir sind die, die zum helfen kommen. Wir schlagen uns nicht!“.

    Antworten

  • mw85

    |

    Solange unsere Herren Richter hier nicht sofort die Höchststrafen anwenden,wird es immer wieder diese Taten geben.

    Antworten

  • Onkel Heini

    |

    Herkunft des Täters?
    Klingt mal wieder nach einem unserer netten „Gäste“…
    Ekelig!

    Antworten

  • Silvia Rinke

    |

    Weitere Facebook-Kommentare:

    Claudia Burmann Sollte sich doch keiner wundern, wenn wir jetzt alle irgend nen Scheiß wählen

    Erna Pirelli Was könnte das für einen Grund gehabt haben? Warum will jemand verhindern das ein Verletzter behandelt wird? Und dann auch noch ein Angehöriger. Besoffen? Irgend ein Religionsding? Versteh ich nicht.

    Rundblick Unna Siehe Antwort oben, Erna Pirelli.

    Peter Köhler Mich hätte die Täterbeschreibung sehr interessiert.

    Rundblick Unna (sia) Ich wiederhole gern zum dritten Mal, dass die auskunftgebende Pressestelle der MK-Polizei am späten Freitagnachmittag Feierabend hatte. Wir versuchen das nachzurecherchieren. :-)

    Peter Köhler War ja auch kein Vorwurf. 😐

    Rundblick Unna (sia) An dieser Stelle einen dicken … an alle Retter!

    Iris Tom
    Einfach nur asozial, das sind tolle Menschen die andere helfen und werden so behandelt? Man sollte froh sein, das wir sie haben und nicht angreifen, da bekommt man das blanke kotzen

    Jens Moellmann Wer eine solche Familie hat, der braucht keine Feine mehr. Möge er mal selber mal Hilfe brauchen. Am besten so einen richtig schönen Schlaganfall, wo er noch alles mitbekommt, sich aber nicht mehr äußern kann und dann muss er mit ansehen, wie die eigene Familie seine Retter davon abhält ihm zu helfen, ohne das er sich dazu äußern kann. Das wäre mal eine gerechte Strafe …. aber ich kann jetzt schon sagen wie es ausgeht. Es gibt ein paar Tagessätze Geldstrafe und einmal „Du Du Du, lass das“

    Rosi Vonhoff Wo soll das noch hin führen ? Mir fehlen die Worte .. was machen sie wenn kein Sanitäter oder kein Notarztwagen komm und sie liegen da .und brauchen hilfen .Ich hoffe sie bekommen hohe straffen ……

    Kerstin Richert Als nächstes müssen die Disponenten bei einem Notruf nicht nach dem Grund fragen, sondern nach der Herkunft. Hätten sie gerne männliche oder weibliche Hilfe? Wie wichtig ist ihnen ihr Angehöriger, sollen wir viel oder wenig Zeit verplempern? Sorry, heute nur Männer im Dienst, sollen wir trotzdem komm?

    Susanne Appelstiel Sowas kann und muss man nicht verstehen ! Alles Gute dem Helfer :-(

    Roberta Wagen Unfassbar!!!!

    Antworten

Kommentieren