Rundblick-Unna » Wieder Flüchtlingsaufnahmestopp: Dortmund legt härtere Bandagen gegenüber Land an

Wieder Flüchtlingsaufnahmestopp: Dortmund legt härtere Bandagen gegenüber Land an

Auf, zu, geschlossen, wieder offen – und seit heute erneut gesperrt: wegen Überfüllung geschlossen.

Die Stadt Dortmund legt jetzt gegenüber dem Land harte Bandagen an. Sie hat ihre Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge im Stadtteil Hacheney am Morgen erneut dichtgemacht – Aufnahmestopp, weil nichts mehr geht. Über 1000 Neuankömmlinge wurden nur für diesen einen Tag in Dortmund erwartet – die Erstaufnahmestelle hat aber nur Platz für knapp ein Drittel, 350. Zum Vergleich: Die Landesstelle in Unna-Massen, die seit Dezember ebenfalls wieder vertraglich festgeschrieben als Erstaufnahme des Landes genutzt wird, bietet Kapazitäten für bis zu 800 Menschen.

Als sich die Situation am Morgen zuspitzte, sollten zunächst alle neu ankommenden Asylbewerber direkt von Dortmund aus an andere Aufnahmestellen weiterverwiesen werden – so auch nach Massen. Ohne geordneten Bustransfer – schon bei einem früheren kurzfristigen Aufnahmestopp in Dortmund mussten die nach Massen beorderten Flüchtlinge sehen, wie sie auf eigene Faust dorthin kamen, oft ohne ein Wort Deutsch zu verstehen und zu sprechen.

Mit dem Aufnahmestopp, betonte die Stadt Dortmund gegenüber der Presse, wolle sie nicht nur die Mitarbeiter und untergebrachten Flüchtlinge schützen, sondern auch ein deutliches Signal ans Land senden. Aus Logistik- und Sicherheitsgründen seien schnellstens zentrale Anlaufstellen notwendig, von denen aus die Flüchtlinge geordnet in die Erstaufnahmestellen verteilt würden.

Das Land sicherte im Laufe des Tages zu, Busse einzusetzen, um die Menschen in andere Erstaufnahmestellen gebracht werden.

Kommentare (16)

  • Tobias Habekost via Facebook

    |

    Es ist unglaublich, welche Menschenmassen hier in Deutschland aufschlagen.

    Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      Man kann nur im Sinne ALER Betroffenen – allen voran den vor dem Krieg fliehenden Menschen – dringend auf eine schnelle EU-Regelung hoffen.

      Antworten

    • Iris Schulte via Facebook

      |

      Nein, es sind keine Massen zu 1945, aber die Organisation ist unter aller Menschenwürde. Meine Stadt bekam eine Nachricht, dass am nächsten Tag 150 Flüchtlinge eintreffen. DAS DARF SO NICHT SEIN!!!

      Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      Das Land weiß sich nicht zu helfen, schickt die Menschen an die Kommunen weiter, der Bund lässt das Problem bei den Ländern und die EU im Gesamten momentan bei den Staaten, die aufnehmen, während sich andere kurzum weigern und die EU das geschehen lässt. Ja, das Problem – das aus Menschen besteht – wird „nach unten durchgereicht“.

      Antworten

    • Tobias Habekost via Facebook

      |

      Die EU läßt das Problem zu 40% in Deutschland! Deshalb ist das hier so chaotisch!

      Antworten

  • Helmut Brune via Facebook

    |

    Voll ist wirklich Voll. Wenn zuviele Menschen auf zu kleinem Raum zusammen sind, weckt das Agressionen und es wäre nicht das erste Mal, daß so etwas dann eskaliert.

    Antworten

  • Iris Schulte via Facebook

    |

    Es ist unglaublich, dass Busse kommen sollten und nicht kamen, wie gerade im Radio verkündet. Wie kann man die Flüchtlinge ohne Geld, nur mit Zettel und ohne Sprachkenntnisse zum nächsten Lager schicken. ?

    Antworten

  • Susanne Appelstiel via Facebook

    |

    Unsere Politiker haben voll versagt! Alle sind total überfordert mit der Gesamtlage.

    Antworten

  • Petter Uhlenbusch

    |

    Bald werfen Merkel, Gabriel & Co das Handtuch und lassen uns Bürger mit dem ganzen Problem alleine dastehen. Soweit wird es kommen.

    Antworten

    • Petter Uhlenbusch

      |

      Kaum habe ich das hier geschrieben, musste ich feststellen das man mir heute Nacht mein Auto aufgebrochen hat. Mir reicht es langsam.

      Antworten

      • Kritiker

        |

        Und was hat jetzt der Aufnahmestopp in Dortmund mit Ihrem aufgebrochenen Wagen zu tun?

        Antworten

  • Thomas Gragen via Facebook

    |

    Ich bin selber betroffen! Ich arbeite in Kamen und dort ist leider nur Platz für 100 Flüchtlinge. Diese Zahl ist erreicht. Wir warten täglich auf das Go der Stadt Kamen damit der Brandschutz endlich gebaut werden kann. Es ist echt beschämend wenn man Flüchtlinge abweisen muss weil kein Platz mehr ist. Ich hoffe mal das es bald los geht. Dann können wir auf fast 300 Aufstocken.

    Antworten

  • Burkhard

    |

    Wenn ich das lese wird mir ehrlich gesagt Angst und Bange. Es ist ja nicht damit getan die Leute irgendwie unterzubringen, sondern es muss dauerhaft für Wohnraum und Arbeit gesorgt werden und das für wahrscheinlich eine Million Flüchtlinge pro Jahr allein für Deutschland. Unsere Politiker halten wohlfeilen Reden, die Ursachen dieser Völkerwanderung werden aber nicht beseitigt. Diese Masse an Flüchtlingen kann einfach nicht bewältigt werden ohne eine europäische Lösung und selbst dann ist es fast unmöglich.

    Antworten

  • Stefan Werner

    |

    Wenn unsere Politiker und Behörden es noch nicht einmal gebacken kriegen, Flüchtlinge von A (Dortmund) nach B (Unna-Massen) zu fahren (hat man z.B. wirklich schon einmal die vielen Busunternehmen, THW, Grenzschutz oder die Bundeswehr gefragt?), dann wird mir wirklich bange, vor dem was noch kommt! Und diese Probleme sind, sorry! noch Peanuts. Das wirklich Spannende kommt erst noch: Wer beschult die vielen Kinder, wer bringt den Leuten die jeweilige Landessprache bei? Wer bringt sie in Lohn und Brot? Zahlt den Alten Rente? Erklärt ihnen Kultur und Funktionsweise des Landes, der Behörden? Etwa Merkel, Gabriel oder sonstige Sonntagsredner?

    Antworten

Kommentieren