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Weiterer vermutlich fremdenfeindlicher Überfall: Sechs gegen vier – 4 Gewalttäter festgenommen

Dem fremdenfeindlichen Übergriff am Samstagabend an der Dortmunder Reinoldikirche (wir berichteten) folgte in der Nacht ein weiterer Überfall: Vier Männer mit Migrationshintergrund waren die Opfer, vier Gewalttäter – laut Polizei Rechtsextremisten – wurden festgenommen. Darunter ein 19 Jähriger aus Kamen.

Ein erster Polizeieinsatz begann Samstag gegen 23.30 Uhr: Vier Dortmunder (20, 21 und 22 Jahre, mit Migrationshintergrund) seien von einer sechsköpfigen Gruppe Rechtsextremer provoziert und angegriffen worden, berichteten sie. Auslöser soll eine Frage nach der Nationalität des Quartetts gewesen sein. Als die vier Männer ihre nichtdeutsche Herkunft bejahten, hätten die sechs drauflos geprügelt.

Es kam zu Körperverletzungen mittels Flaschen und einem Baseballschläger. Ein Messer wurde vorgehalten, kam aber wohl nicht zum Einsatz. Ein in der Nähe befindlicher Jägerzaun wies frische Beschädigungen auf. „Dies und die weitere Spurenlage lassen vermuten, dass das entfernte Holz im Laufe der Schlägerei auch als Schlagwerkzeug eingesetzt wurde“, notierit die Polizei Weiter berichten die vier Überfallenen, sie seien getreten worden, als sie teilweise bereits am Boden lagen.

Die vier konnten einen großen Teil der Schläge zwar abwehren, sie wurden aber alle verletzt. Die Schläger flüchteten. Hierbei entwendeten sie die Jacke eines ihrer Opfer, die der Dortmunder bei dem Angriff verloren hatte. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief zunächst ergebnislos.

Um 0:26 Uhr alarmierten die vier kurz zuvor Überfallenen erneut die Polizei: Sie hatten aus einem Versteck heraus vier der sechs Angreifer entdeckt. Die Beamten nahmen die Tatverdächtigen fest, nachdem einer von ihnen – ein als Rädelsführer beschriebener 51-jähriger Dortmunder – zunächst versucht hatte, sich der Festnahme zu entziehen. Bei den anderen Festgenommenen handelt es sich um einen 19-Jährigen aus Kamen und zwei Dortmunder (20 und 28). Der 28 Jährige warf kurz vor der Festnahme noch einen Gegenstand hinter sich ins Gebüsch – es war ein Messer.

Polizeipräsident Gregor Lange äußerte sich zu den beiden Taten vom Wochenende (vgl. lfd. Nr. 1516) mit fremdenfeindlichem Hintergrund: „Ich bin froh, dass es uns in beiden Fällen gelungen ist, die Tatverdächtigen schnell festzunehmen und Strafverfahren gegen sie einzuleiten. Beide Sachverhalte zeigen, dass meine Einschätzung einer zunehmenden Radikalisierung richtig ist.“

Kommentare (5)

  • Fürst

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    DAS sind rechtsextremistische Hohlköpfe!
    Hier erscheint mir angezeigt, einen früheren RUNDBLICK-Kommentar zu zitieren:
    „DAS sind rechtsextremistische Vollpfosten, wie es … recht hübsch formuliert hat. Es wird allerhöchste Eisenbahn, genau hier zu differenzieren. Die ganz breite Masse der Bürger – so ist es unsere persönliche Einschätzung wie auch unsere Überzeugung nach nächtelangem Querlesen von allen erdenklichen Medien jedwder Couleur – wabert orientierungslos zwischen Willkommenseuphorie und radikaler Ablehnung. Wird aber – von Politikern bis hin zu deutschen „Leitmedien“ – bei der kleinsten Äußerung von Skepsis reflexartig in die rechte Schublade gepackt. So etwas ist brandgefährlich. Genau das ZÜCHTET Neonazis. …“
    Und was von Politikern bis hin zu deutschen „Leitmedien“ derart gemacht und bewirkt wird, machen und bewirken auch extrem Linke, „Gutmensch“-Kommentare aus der Ecke antifaschistischer Bewegungen.

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Rechtsextremismus wird offenbar wirklich nur von Vollpfosten praktiziert.

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