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Weiterer Fall von Kirchenasyl

Nach zwei evangelischen Kirchengemeinden in Fröndenberg und Menden (wir berichteten) gewährt eine weitere Gemeinde in Dortmund einem Menschen Kirchenasyl.

Ein junger Mann aus Myanmar (Birma) genießt den Schutz des Dortmunder Kirchenkreises, da er der verfolgten Minderheit der Rohingya angehört, berichtet der WDR heute Nachmittag. Die Kirche fürchtet  im Fall einer Abschiebung um sein Leben.

In welcher Gemeinde der junge Mann untergebracht ist, macht der Kirchenkreis nicht öffentlich, damit keine Rechtsextremen den Mann und die Helfer der Kirche bedrohen können. Informiert sind, wie in solchen Fällen üblich, das Migrations-Bundesamt und die Ausländerbehörde. Nach diesem Verfahren lebt bereits seit Frühsommer eine Familie unter dem Schutz des kirchlichen Asylrechts in Dortmund.

Im Kirchenkreis Unna betrifft das Kirchenasyl eine junge Frau aus Ghana, die in Fröndenberg betreut wird. Die Nachbargemeinde Menden beherbergt einen jungen Mann aus Syrien.

 

 

Kommentare (3)

  • Critiker

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    Ich finde es sehr gut, dass die Kirche hier christliche Empathie beweist. Dies sollte uns alle anspornen, selbst mitzuhelfen und den Flüchtlingen bei ihrer Eingewöhnung zu helfen. Zusammen werden wir das schaffen!

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  • Markus Antonius

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    Entgegen weit verbreiteter Annahmen beruht das sogenannte Kirchenasyl nicht auf Recht und Gesetz. Es handelt sich um eine Anmassung der Pfaffen, die sich über das demokratische Gemeinwesen stellen. Nicht falsch verstehen: ich bin für die Aufnahme Schutzbedürftiger. Aber abgeschoben wird nur der, bei dem keine Asylgründe vorliegen. Und auch der Verschub in andere EU-Staaten ist geregelt: hier ist das Dublin-Abkommen maßgebend. Aber Gesetze und Verträge zählen für die Kirche ja nur, wenn sie sie selber erlassen haben.

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