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Weitere 900 Flüchtlinge: Dortmunds Stadtsprecher sieht Unna und Kamen an Grenzen stoßen

900 weitere Flüchtlinge kommen heute Abend in zwei Sonderzügen in Dortmund an. Der neuerliche Zuzug stelle die Großstadt selbst nicht vor Kapazitätsprobleme, sagte Stadtsprecher Skupsch im WDR, da nur Schwangere und Kranke in Dortmund bleiben und dort versorgt werden. Alle anderen Flüchtlinge werden sofort an Unterkünfte in ganz NRW weitergeleitet. Am nächsten dran an Dortmund sind Kamen und Unna (mit der Landesstelle Massen). Diese kleineren Nachbarkommunen, die beide derzeit zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen, könnten „bald an ihre Grenzen stoßen“, sagte Dortmunds Stadtsprecher im „Mittagsecho“ des WDR-Hörfunks.

Unnas Bürgermeister Werner Kolter hatte am Donnerstag voriger Woche in der Ratssitzung auf eine Anfrage der Freien Liste Unna (FLU) die derzeitige Auslastung der Massener Flüchtlingsunterkunft mit ca. 1100 Menschen beziffert. Vorgesehen und per öffentlich-rechtlicher Vereinbarung (zwischen Stadt und Land) festgeschrieben ist sie für 600 Menschen, in Ausnahmefällen zeitlich begrenzt für bis zu 800. Die derzeitige Überbelegung, sagte Kolter unter Applaus im Rat, sei der „außergewöhnlichen Krisensituation“ geschuldet, in der sich das Land befinde, und werde kein Dauerzustand sein.

Bürgermeistersprecher Oliver Böer widersprach auf Rundblick-Anfrage zugleich Berichten aus angeblich „sicherer Quelle“, wonach eine Aufstockung der Landesstelle auf 3000 Plätze geplant sei. „Mir sind keine Pläne über eine Erweiterung der Kapazitäten auf 3000 Plätze bekannt“, teilt er uns mit. „Die Rahmenbedingungen für die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes sind im öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen der Stadt Unna und dem Land NRW festgehalten.“ Diesen hatten im Dezember 2014 Regierungspräsident Gerd Bollermann für das Land und Bürgermeister Werner Kolter für die Stadt Unna unterschrieben.

Kommentare (12)

  • Rolf Simon via Facebook

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    Wir in Bergkamen sind doch bald Startklar ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Und gut „mitgenommen“ vom BM Schäfer, wie man so den Eindruck bekommt, Rolf Simon.

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    • Rolf Simon via Facebook

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      Im Gegenteil, es wird einfach zu eng. Wir haben nur noch einen Lebensmittelladen, Aldi ist abgezogen und noch nicht einmal einen Getraenkemarkt haben wir in Weddinghofen. Bin gespannt, wo das noch endet.

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    • Michel Hausfreund via Facebook

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      Allerdings sind die Schließungen der Einzelhandelsgeschäfte unternehmerische Entscheidungen.

      Da hat die Politik keinen Einfluss.

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    • Rolf Simon via Facebook

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      Warum erteilt die Stadt Bergkamen vom neuen Aldimarkt in Bergkamen West die Baugenemigung und verankert nicht den beibehalt vom alten Stanort in Weddinghofen? Wir brauchten nicht Aldi um das schoene Grundstueck zu veraeussern.

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    • Achim Rüssel via Facebook

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      Ich freue mich auf den kommenden Bürgerkrieg! Er steht kurz bevor.

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    • Lola Rennt via Facebook

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      Er wird nicht kommen….wenn die Braunen von selbst das Land verlassen.

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    • Dominik Brauckmann via Facebook

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      Ich denke wenn er kommt brauchst du dir um die „braunen“ keine sorgen mache. Eher um die braunen.

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    • Achim Rüssel via Facebook

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      Lola Rennt ,welche „Braunen“, meinen sie die Afrikaner?

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  • Elea Eluanda via Facebook

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    Wenn es so weiter geht, eskaliert die Situation! Die Politiker müssen sich schnellstens etwas einfallen lassen! Die Gemüter sind erhitzt, Platz ist auch keiner mehr, trotzdem brauchen die Menschen unsere Hilfe! Mehrere Länder müssen aufnehmen, nicht nur wir!

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  • Petter Uhlenbusch

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    Habe heute auf WDR4 gehört, das es die ersten Überlegungen gibt leerstehnde Wohnungen sozusagen zu beschlagnahmen für die „Flüchtlinge“, gegen den willen der Hausbesitzer.
    Die Union sträubt sich aber (noch) dagegen.

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    • Elea Eluanda via Facebook

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      Hmhhh….was soll man dazu sagen, wo doch sowieso Wohnungsknappheit herrscht. Mal sehen, wie lange das noch gut geht. Steht ausser Frage das die Menschen unsere Hilfe brauchen! Aber es muss eine Lösung her, womit alle einverstanden sind und niemand sich benachteiligt fühlt

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