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Weiter aus Polizeisicht „ruhige Allerheiligenkirmes“ – bis auf reihenweise zerkratzte Pkw

Abgesehen von fast 2 Dutzend zerkratzten Autos bilanziert die Soester Polizei auch für Samstag wieder eine „ruhige Allerheiligenkirmes“. 5 Körperverletzungen mit nachfolgenden Anzeigen, 2 Beleidigungsanzeigen, 2 wegen Sachbeschädigung auf dem Kirmesgelände selbst. Und zwei 17jährige männliche Jugendliche versuchten, gefälschte Fahrchips für einen Autoscooter zu verkaufen. Ermittlungsverfahren wegen Betruges wurden eingeleitet.

Zugleich zogen jedoch unbekannte Vandalen in der Nacht von Freitag auf Samstag durch die  Korbacher Straße und zerkratzten mit einem spitzen Gegenstand im Zeitfenster von 23.00 Uhr bis 09.00 Uhr den Lack an insgesamt 21 Fahrzeugen. Der dadurch angerichtete Schaden könnte sich nach ersten Schätzungen auf etwa 15.000 Euro belaufen.

Das mit der „ruhigen Kirmes“ erlebte ein Kirmesbesucher vor Ort am gestrigen Abend allerdings sehr anders. Der Leser und Kommentarschreiber schilderte uns auf Facebook seine eigene Wahrnehmung des späten Samstagabends.

Die Stimmung war gestern anfangs recht gelassen, später allerdings sehr, sehr angespannt. Ich habe gestern selbst 6 Schlägereien gesehen, das wird also dementsprechend nur ein Bruchteil gewesen sein. Einmal habe ich Beamte gesehen, die einen Mann mit Blut überströmten Gesicht halfen, der deutlich neben sich stand und nach Hause gehen wollte. Von den 6 Schlägereien, die ich sah, hatten 4 einen Migrationsanteil – die Jungs waren mal wieder sehr unentspannt, zweimal im Vorbeigehen “ was guckst du doof „,  zack legten die schon los.

Besonders deprimierend empfand ich, dass man in einem Lokal von einer 35 jährigen Soesterin gefragt wird,  ob man sie zum Taxi begleiten könnte. Dann, auf Nachfrage,  kommt: Sie könnte auch nach Hause gehen, aber dann hätte sie eine 50:50-Chance, heile zu Hause anzukommen. Dadurch ins Gespräch gekommen, sagte sie, dass es seit dem letzten Jahr für Frauen in Soest echt viel geändert habe und es echt unsicher wäre. Ohne Männer könnte man sich an Wochenenden nicht mehr sicher in der Stadt bewegen.

Ich empfinde das wirklich als sehr erschreckend. Da wir selbst mit dem Taxi nach Unna zurück mussten, haben wir sie dann einfach in unserem Taxi mitgenommen und sie zu Hause abgesetzt. Ich glaube, die aktuellen Auswirkungen im allgemeinen sind für Männer nicht ganz so wild, aber dass Frauen eine solche Angst empfinden, das ist wirklich mehr als traurig.“

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    Fürchterlich, diese Zerstörungswut.

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