Rundblick-Unna » Wegen hoher Sozialkosten zu wenig Geld für Schulen, Kitas, Straßen – Kreis Unna pro Einwohner bereits 150 € unter Bundesschnitt

Wegen hoher Sozialkosten zu wenig Geld für Schulen, Kitas, Straßen – Kreis Unna pro Einwohner bereits 150 € unter Bundesschnitt

Es fließt zu wenig Geld – viel zu wenig Geld – in Straßen, Kitas, Schulen. In kommunale Instandhaltung und Modernisierung.  Der desolate bauliche Zustand der Peter-Weiss-Gesamtschule Unna (PWG) ist nur ein Symptom für ein gravierendes generelles Problem: In Unna, kreis- und deutschlandweit stecken viele Städte und Kreise so wenig in ihre Infrastruktur, dass sie ihren Bestand verschleißen. Insbesondere solche, die wie der Kreis Unna hohe Soziallasten zu stemmen haben. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Im deutschlandweiten Schnitt investiert jede Kommune 270 Euro pro Einwohner in die Infrastruktur. Im Kreis Unna sind es nur dürftige 123 Euro, immerhin noch ein paar Euro mehr als in Dortmund (118 Euro) oder gar Hagen (abgeschlagen mit 84 Euro). Geringfügig besser steht der benachbarte Märkische Kreis da (152 Euro), deutlich besser z. B. Olpe im Sauerland (308 Euro).

Je höher die Sozialausgaben, desto weniger Geld bleibt (schon jetzt) für Schulen, Kitas, Straßen – auf diesen Nenner lässt sich das ernüchternde Ergebnis der Wirtschaftsforscher bringen, das ein klares Signal dafür gibt, wohin die Reise geht. Denn aufgrund der Flüchtlingskrise steigen die Soziallasten schon jetzt deutlich weiter an und werden das weiter tun, das ist ein nüchternes Rechenexempel. Denn ca. 70 Prozent der Neuangekommenen und weiter Neuankommenden werden laut einer Prognose der Bundesarbeitsaministerin Andrea Nahles (SPD) in die Sozialsysteme einwandern. Im Kreis Unna bedingen sich die sehr hohen Sozialausgaben seit Jahren durch die steigende Zahl der Langzeitarbeitlosen (Alg II-Empfänger).

Die Wirtschaftsforscher fordern deshalb dringend, die Kommunen bei den Sozialausgaben zu entlasten.

Kommentare (21)

  • Hans Kammler via Facebook

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    Sehr schöner Artikel damit wird es dann hoffentlich dem letzten klar was die „flüchtlinge “ in naher Zukunft bedeuten.

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  • Svense Kennze via Facebook

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    Mich überrascht das nicht, fraglich wie Bund und Land jetzt damit umgehen. Ein Trauerspiel.

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  • Johanna Müller Lassowski via Facebook

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    Das ist ja jetzt sehr überraschend?

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  • Sibylle Weber via Facebook

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    Die Daten sind aus dem Jahr 2013. Die Investitionsschwäche bestimmter Regionen hängt also erst mal nicht mit der Flüchtlingssituation zusammen – das sollte deutlich gesagt werden. Aber die schwierige Lage wird natürlich dadurch noch verschärft.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ja, Sibylle Weber, so ist es im Bericht auch vermerkt. Der Kreis Unna hat seit Jahren wachsende Sozialausgaben insbesondere aufgrund der vielen Langzeitarbeitslosen.

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  • Fürst

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    Sobald die ausländischen Fachkräfte in Kürze in Arbeit sind, werden wir finanzielle Überschüsse haben, mit denen wir leicht Renovierungen, ja, Neubauten finanzieren können. 😉

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    • Hans Kammler via Facebook

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      Hihihi.

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      • Fürst

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        ….natürlich werden dann auch die H4-Sätze erhöht und die Beiträge zur Krankenversicherung gesenkt. Und, und, und … Wir müssen nur etwas Geduld haben!

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  • J.Müller

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    Ja, die zukunft wird rosig. Mutti schafft das. Und die Einnahmen werden sprudeln. Mit dem Geld machen wir goldene Türme und bauen Syrien wieder auf.

    Im Ernst, ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.

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  • Giedrius Kurschat via Facebook

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    Glaube ich nicht dran die Mehrheit ist hier um kohle zu kassieren und es ausser Land schaffen…Nach der 3. Generation die von den Flüchtlingen hier geboren werden…Die werden integriert sein aber vorher denke ich wird das nix

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    • Svense Kennze via Facebook

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      Wenn man es richtig und konsequent angeht könnten wir schon die zweite Generation sehr gut erreichen…wenn wir es richtig anpacken.

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  • Andrea Nolte via Facebook

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    Liebes Rundblick Unna Team, ich bin echt enttäuscht über Euren Stammtischparolen-Artikel. Ihr beteiligt Euch natürlich gar nicht an der fremdenfeindlichen Diskussion und der Hetze im Internet….. Ihr stellt nur einfach willkürlich Zahlen aus verschiedenen Jahren irgendwie in Zusammenhänge. Ich glaube, dass es noch sehr viele Möglichkeiten gäbe, Steuern anders einzusetzen. Recherchiert doch einmal, in welcher Höhe Sozialausgaben anfallen, um Kinder vor ihren Eltern zu schützen oder um Familien zu unterstützen, die einfachste Erziehungsaufgaben nicht mehr leisten können oder um in Vorleistung zu treten, für Väter, die ihren Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommen……..
    Oder legt mal den Finger in die Wunden bei der Verschwendungs- und Profilierungssucht der Politiker…….
    Es gibt viele Möglichkeiten, Leser im Internet zu gewinnen. An ausländerfeindlicher, brauner Hetze müsst Ihr Euch bestimmt nicht beteiligen!

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    • Burkhard

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      Frau Nolte hat Ihr Luftschloss Risse bekommen, oder warum hauen Sie mit der abgenutzten Nazikeule um sich?
      Willkommen in der Realität! Unsere Bundesarbeitsministerin hat das ja nun auch zugeben müssen, das die Mehrzahl der Migranten in die Sozialsysteme einwandern!
      Also wird es ja wohl erlaubt sein hier einen Zusammenhang herzustellen.
      Wo ich Ihnen jedoch recht gebe, es gibt genug Steuerverschwendung, kann man jedes Jahr im Prüfbericht des Bundesrechnungshofs nachlesen.

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      • Fürst

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        Mir aus der Seele gesprochen, Burkhard. Frau NOLTE scheint so sehr daneben, daß sie nichtsmal den RUNDBLICK RICHTIG zu VERSTEHEN scheint; denn der beteilgt sich ganz sicher NICHT an irgendeiner Hetze mit platten Parolen, geht mit Themen nur allseits offen und ehrlich um, anders als die „Lügenpresse“, „Lügenmedien“ (jüngste ARD-Schummeleien bez. Reker-Wahl in Köln).

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Liebe Andrea Nolte – wir haben 1. in dem Artikel deutlich geschrieben, dass die Soziallasten des Kreises seit Jahren hoch sind und weiter steigen. Zu den Ursachen (hohe Sockel-Langzeitarbeitslosigkeit) hat der Leiter der ARGE, Uwe Ringelsiep, zu Jahresbeginn in einem Interview bei uns ausführlich Stellung bezogen. 2. Die von Ihnen als veraltet monierten Zahlen sind am Mittwoch durch das DIW publiziert und entsprechend von zahlreichen Medien verbreitet worden mit dem Vermerk, dass sich die Entwicklung noch verschärft hat. 3. Die Prognose der Bundeswirtschaftsministerin, dass 70 Prozent der neu Ankommenden in die Sozialsysteme einwandern werden, ist in breiter Ausführlichkeit durch die bundesweiten Medien gegangen und koppelt sich mit der jüngsten Statstik der Bundesagentur für Arbeit, wonach die Zahl der H4 beziehenden Flüchtlinge zwischen Januar und September 2015 um 20 Prozent gestiegen ist. Nachzulesen u.a. bei Spíegel online. 4. Faktenwiedergabe und Skepis gegenüber „Wir schaffen das“ als „braune Hetze“ zu brandmarken – nun ja. Das lassen wir einfach mal unkommentiert stehen. – Einen schönen Tag wünschen wir Ihnen.

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    • Svense Kennze via Facebook

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      Also Frau Nolte, was hat es mit „brauner Hetze“ zu tun, wenn man ganz sachlich feststellen muss, dass durch die finanzielle Unterstützung der Flüchtlinge die Soziallasten weiter steigen werden, sogar sehr stark. Das ist eine schlichte Tatsache und die muss kommuniziert werden, zumal man sich in diesem Zusammenhang doch wohl auch Gedanken über die Finanzierung machen muss. Das ist daneben auch der Grund, warum man sich Gedanken darüber machen muss, ib man es sich in dieser Situation leisten kann und muss, abgelehnte Asylbewerber über zig Wege trotzdem weiter Aufenthalt und finanzielle Unterstützung zu gewähren. Ich denke nicht, das wird auf kurz oder lang unser Sozialsystem nicht leisten können. Man muss aber auch überdenken ob Arbeitsverbote für anerkannte Asylbewerber Sinn machen. Ich denke nein, denn sie sollten für ihren Unterhalt selbst sorgen oder zumindest beitragen und die Jobs annehmen, die zur Verfügung stehen ohne wenn und aber. Das ist alles keine Hetze liebe Frau Andrea Nolte, sondern das sind alles Notwendigkeiten, um ein auf solidarischen Ausgleich aufbauendes System auf Dauer zu erhalten. Vielleicht sollten auch sie sich einmal fragen, ob sie selbst in der Lage sind differenziert mit dem Thema umzugehen.

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  • Mike

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    Und genau das ist jetzt der Punkt wo unsere Gesellschaft durch unsere Politiker gespalten wird, wie man an den Zahlen sieht ist kein Geld da und durch die ständig steigenden Sozialausgaben wird es immer weniger, überall muss gespart werden und viel Bürger wundern sich nun mit offenen Augen und Ohren woher das ganze Geld nun aufeinmal kommt seitdem die Flüchtlinge in grosser Zahl kommen und woher es in Zukunft kommen soll für die Integration. Dafür konnte ich bisher keine sinnvolle Erklärung lesen.
    Uns wird seit Jahren gesagt, kein Geld da um Lehrer einzustellen, Unterricht fällt daher regelmässig aus, die Klassenstärken sind extrem gross geworden, es ist kein Geld da soetwas Elementares wie eine Toilette (!) in der Schulde instand zu halten, jetzt werden aufeinmal Lehrer eingestellt, neue Klassen geöffnet und die Klassenstärken werden wieder kleiner, ist eine tolle Entwicklung auch die WC sollen nun saniert werden, aber woher kommt aufeinmal das Geld ?
    Warum geht soetwas erst wenn es andere Umstände gibt ? Warum nicht vorher ??? Das soetwas die Leute nun teils auf die Barrikaden bringt dürfte klar sein, man fühlt sich von der Politik verschaukelt und betrogen, die Flüchtlinge werden nun leider von vielen Seiten als „Buhmänner“ an die Wand gestellt, aber sie können rein garnichts für das Verhalten unserer Politiker, es sind unsere Politiker die das verbockt haben und uns irgendwie an der Nase rumführen oder nicht ?

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  • Fürst

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    „Altersarmut in Dortmund nimmt zu
    24.10.2015 | 03:28 Uhr

    Die alarmierenden Zahlen über Altersarmut gelten gerade auch für Dortmund.
    Dortmund. Die Rente reicht nicht mehr. Um überleben zu können, sind auch Dortmunds Senioren immer mehr auf staatliche Unterstützung angewiesen. Jährlich kommen etwa sechs Prozent hinzu. In der Stadt erhalten 12.000 Ältere Grundsicherung. Wir erklären, wie sich der Anspruch auf die Beihilfe zusammensetzt.

    Betagte Flaschensammler, alte Männer, die in Abfallkörben wühlen, 70-jährige Frauen mit Putzjob – Altersarmut ist auch in Dortmund sichtbar. 12.000 Senioren sind auf staatliche Unterstützung angewiesen, um wohnen und essen zu können. Zu wenig Geld zum Leben haben bereits 15 Prozent der über 65-Jährigen. …“

    Von 8636 Haushalten, die im Januar 2013 Grundsicherung erhielten, stieg die Zahl um 16 Prozent an, auf zuletzt 10.007 Haushalte im Oktober 2015. Meistens sind Alleinstehende betroffen, darunter viele Witwen, deren Renten aufgrund eigener Erwerbslosigkeit oder nur geringer Lebensarbeitszeit nicht ausreichen.

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