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Wegen AfD-T-Shirt aus dem Landtag geflogen

AfD-„Aktivist“ Hans-Otto Dinse aus Schwerte ist heute aus dem Landtag geflogen. Grund: Er trug ein AfD-T-Shirt. „Jacke anziehen, T-Shirt ausziehen, andersherum anziehen, oder Landtag verlassen“, schildet der Senior die Alternativen, vor die ihn das Sicherheitsmanagenent des Landtags stellte. So ging er.

Zusammen mit seiner Frau Brigitte wollte Dinse, der in der Schwerter Fußgängerzone monatelang immer mittwochs gegen Merkel demonstriert hatte (wir berichteten), dem Untersuchungsausschuss zu den Silvestervorfällen beiwohnen. Denn Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mache dort heute ihre Aussage zu den Massenübergriffen gegen Frauen auf der Kölner Domplatte. Sie hatte immer beteuert, erst am 4. Januar nachmittags vom Ausmaß der Übergriffe durch vorwiegend nordafrikanische Männer erfahren zu haben.

Ihr Transparent „Lügen haben ,Kraft´lose Beine! IM Jäger, Rücktritt sofort“ mussten die Senioren einrollen (Demoverbot), den eigentlichen Anstoß bot jedoch das Outfit. Bei der Aufforderung, entweder die Jacke wieder an- oder das anstößige T-Shirt aus- oder auf links gedreht anzuziehen, „fühlte ich mich an Kinderzeiten in der DDR erinnert, als wir in der Schule aufgefordert wurden, die Niethosen auszuziehen“, erinnert sich Dinse. Einen Blick auf die Landesmutter konnten die beiden Schwerter, während sie hinausbeordert wurden, noch im Vorübergehen erhaschen.


Eine „Kleiderordnung für Landtagsbesucher“ findet sich im Internetauftritt des Landtags nicht. Zumindest bei den Abgeordneten im Plenarsaal sind politische Bekenntnisse auf Kleidungsstücken zumindest „nicht erwünscht“. So handelte sich Daniel Schwerd, Abgeordneter der Piraten, in einer Sitzung eine Ermahnung wegen seines T-Shirts ein – bei dem aufgedruckten Logo handele es sich um eine „politische Bekundung“. Diese seien im Plenum nicht erwünscht. Das Shirt zeigte ein stilisiertes NSA-Logo, ergänzt um den Satz „All your data“.

 

Dinse vor dem Landtag

Kommentare (12)

  • fürst

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    „Landesmutter“ ist trefflich formuliert – erzeugt bei mir in Verbindung mit Kraft und SPD Brechreiz.

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  • Stefanus Maxus via Facebook

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    Auf diese verrottete Pseudodemokratie braucht man, wie auch auf die EU, keinen roten Heller (welch lustiges Wortspiel in dem Zusammenhang) mehr setzen. Die Freunde der Sozis hingegen dürfen sich morgen wieder als selbsternannte „Antifaschisten“ (das Wort erzeugt bei mir mittlerweile gesteigerten Brechreiz) in Werl austoben, Polizisten und Bürger angreifen und Kraft, Jäger und ihre Spiessgesellen finden hinterher noch lobende Worte…

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  • Sven Arnt via Facebook

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    Fraglich ist, was war das für ein T Shirt, also was war da aufgedruckt und ist es generell bei solchen Veranstaltungen untersagt, dass irgendwelche Parteikennzeichen (CDU T Shirt, SPD, Grüne oder was auch immer) offen getragen werden. Kann ja sein. Dann wäre der “ Vorfall“ weit weniger dramatisch. Wenn das exklusiv auf das AfD Shirt abgestellt war und dieses abgesehen vom Aufdruck des Parteinamens neutral gestaltet war, dann finde ich das schon bedenklich. Mir wäre lieber die CDU würde den konservativen Part in der Parteienlandschaft ausfüllen, aber nun ist leider die AfD da, aber sie ist nicht verboten und erringt viele Wählerstimmen, damit gehört sie zum politischen Geschäft.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ein Bild des T-Shirts ist dem Bericht jetzt beigefügt, Sven Arnt.

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      • fürst

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        Bei mir erscheint der Hinweis: „Das Bild konnte nicht angezeigt werden, da es nicht gefunden wurde.“

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Konnte bei mir grad nicht angezeigt werden. Hab mal gezoomt und finde das jetzt nicht problematisch.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Es gab einen vergleichbaren Fall: Daniel Schwerd, Abgeordneter für die Piraten, wurde in einer Sitzung wegen seines T-Shirts ermahnt – bei dem Logo handele es sich um eine „politische Bekundung“. Diese sind im Plenarsaal nicht erwünscht.

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  • Holger Viets via Facebook

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    Nächste mal doch lieber das SED T-Shirt anziehen!

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  • Mike

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    Was steht denn zur Kleiderordnung in der Geschäftsordnung ?

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  • Peter Köhler via Facebook

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    Hammer die Beiden und ihre Aktionen. (y)

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