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Wasserstadt wird Realität – Genehmigung zum Bau des Adensees erteilt

Große Freude im Rathaus Bergkamen und bei der RAG Montan Immobilien, Essen

Das ist ja wie wohnen mit Meerblick. Der erste Beigeordnete Dr.-Ing. Hans-Joachim Peters (Dezernat für Bauen und Stadtentwicklung Bergkamen) und die Projektleiter Christiane Reumke (Planungsamt) und Thomas Middelmann (RAG Montan Immobilien GmbH / RAG MI) halten glücklich die heute zugestellte Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg zum Bau des Adensees in Händen. Das 28 Seiten umfassende Werk ist die letzte noch fehlende externe Genehmigung, um die Wasserstadt tatsächlich realisieren zu können. Sie ist Grundvoraussetzung für den neuen ca. 7 ha großen Adensee. Dieser wird die identische Wasserspiegelhöhe wie der Datteln-Hamm-Kanal aufweisen. Damit ist er ohne Schleuse barrierefrei mit Booten der Häuslebauer bzw. Freizeitkapitäne befahrbar. Sogar eine kleine Marina ist vorgesehen. Damit besteht eine Schiffbarkeit vom Adensee ins weitläufige Wasserstraßennetz NRW.
Aufgrund der Komplexität und Einmaligkeit dieses innovativen Projekts musste die Genehmigungsbehörde bei der Bezirksregierung Arnsberg viele Prozesse mit den beteiligten Stellen neu aufbauen und koordinieren. „Dafür möchte ich Herrn Dr. Leismann und seinem Team bei der Behörde in Lippstadt meinen besonderen Dank aussprechen, “ so Dr.-Ing. Peters.

Der See bildet das Rückgrat für eines der anspruchsvollsten städtebaulichen Projekte in Bergkamen und der Region. Er wird gemeinsam mit der sich an den See anschließenden Gracht für alle Grundstücke in der Wasserstadt einen qualitativ hochwertigen Wasserbezug garantieren. So werden viele Grundstücke eine Erschließung sowohl vom Land aus als auch vom Wasser haben. Viele Terrassen oder Gärten haben direkten Seeblick.
Als besondere Innovation hat die Bezirksregierung Arnsberg auch die Bauflächen im Adensee genehmigt. Hier können besondere Wohnhäuser realisiert werden, die über die Wasserfläche hinausragen. „Die wasserrechtliche Genehmigung ist ein Service für die späteren Bauherren. Sie benötigen – wie bei einem Bauvorhaben an Land auch – dann nur eine Baugenehmigung. Eine Einbeziehung der oberen Wasserbehörde ist nicht mehr erforderlich,“ so Christiane Reumke.
Selbst die Gewerbe- und Dienstleistungsgrundstücke parallel zur Hamm-Osterfelder-Bahn werden bei mehrgeschossiger Bauweise Seeblick haben. Auch die Öffentlichkeit wird an verschiedenen Stellen rund um den See Uferbereiche erleben können, die als öffentliche Grünflächen zugänglich sind, weil diese nicht als Privatgrundstücke veräußert werden.

 

„Ich bin total davon überzeugt, dass das Element Wasser eine ganz besondere Wohn- und Lebensqualität in der Wasserstadt Aden erzeugen wird; wir werden in der nächsten öffentlichen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 08. März 2016 den Inhalt der Seegenehmigung und die weiteren Verfahrensschritte ausführlich vorstellen,“ so der Beigeordnete. Die Verfahrensschritte sind im Wesentlichen:

  • Ankauf der künftigen Wohnbauflächen durch die Stadt von der RAG MI
  • Kooperationsvertrag Stadt / RAG MI
  • Start des Bodenmanagements
  • Rechtskraft der Bebauungsplansatzung
  • Herrichtung des Sees
  • Erschließung
  • Beseitigung Bahnübergang Jahnstraße.

Stadt und RAG MI werden sich am 21. Mai 2016 am vom Land NRW ausgelobten Tag der Städtebauförderung beteiligen. „Angesichts einer Landesförderung in Höhe von 10,5 Mio. € kann ich mir keinen besseren Tag vorstellen, um auf dem 54 ha großen Gelände den ersten Spatenstich für die Wasserstadt vorzunehmen; wir werden dazu auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger einladen“, so Dr.-Ing. Peters.

 

 

 

 

 

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