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Wasser von ausgebauter A44 zum Bornekamp: Piraten sorgen sich um Hochwasserschutz

Sechsspuriger Ausbau der A44 bei Unna – einschließlich des Kreuzes Unna. Die Informationsveranstaltung des Landesbetriebs Straßen NRW gestern Abend (siehe unser Bericht) hat die Piraten etwas beunruhigt. Denn auch das Bornekamptal ist betroffen. Durch ein Regenrückhaltebecken.

Zu diesem stellt Piraten-Fraktionschef Christoph Tetzner heute eine Anfrage an die Verwaltung.

Christoph_Tetzner

„Nach Sichtung der Unterlagen war mir aufgefallen, dass Straßen.NRW ein Regenrückhaltebecken mit Wasseraufbereitung im Bornekamptal plant. Das Wasser von der Autobahn soll dann als Oberflächenwasser in den Kortelbach eingeleitet werden“, resümiert Tetzner seine Beobachtung. Er äußerte am Abend in der Stadthalle seine Bedenken wegen des zusätzlichen Oberflächenwassers.

„Zumal wir zwei Staustufen im Bornekamp haben – und das Regenrückhaltebecken genau zwischen den Staustufen stehen wird“, erklärt Tetzner seine Sorge. Deshalb seine Anfrage:

Ist die erste Staustufe in der Lage, das zusätzliche Wasser aufzufangen? Auch auf dem Hintergrund, dass immer öfter Starkregen auf Unna niederprasselt? Ist der Bereich ausreichend gegen Hochwasser geschützt?  Wird evtl. eine Anpassung des Staustufen-Volumens durch die Stadt Unna notwendig?

„Wir wurden vom Straßen.NRW gebeten,  Fragen zur Baumaßnahme auch explizit zu stellen“, macht Tetzner deutlich. „Denn ansonsten können etwaige Ansprüche unserer Stadt im Planfeststellungsverfahren nicht berücksichtigt werden.“

Die Planfeststellung zum sechsstreifigen A44-Ausbau zwischen Unna-Ost und dem Kreuz Unna beginnt 2016, der Ausbau selbst frühestens in drei Jahren.

Kommentare (5)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Gut, daß es doch jemanden gibt, der weiter denkt, als seine Nase lang ist. Sorgfältige Planung von solchen Angelegenheiten halte ich für sehr Wichtig und außerdem auch Kostensparend. Wenn da nach der Fertigstellung Probleme auftreten würden, würde der gesamte Etat viel höher ausfallen als Nötig ist. Die Besorgnis ist meines Erachtens gerechtfertigt.

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  • Mike

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    Ich kann mich seit meiner Kindheit nur einmal daran erinnern, daß überhaupt die Staustufen vollgelaufen sind jemals.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Wobei sich die Starkregenfälle ja inzwischen häufen, weshalb die Stadtbetriebe im Bimbergtal auch für mehrere Mio. Euro das große neue Rückhaltebecken bauen.

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    • Christoph Tetzner

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      Dann hat der Hochwasserschutz ja funktioniert. Tut er das noch, wenn die zusätzlichen Umstände dazu kommen?

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