Rundblick-Unna » Was für eine krasse Sch….sse…!! – hammergeile Völkerball-Rammstein-Party in Unna

Was für eine krasse Sch….sse…!! – hammergeile Völkerball-Rammstein-Party in Unna

„EY!!! Was war DAS DENN für ´ne KRASSE SCHEISSE!!“ Tja, das war ´ne hammergeile Rammsteinparty gestern in Unna.

In gefühlt grauer Vorzeit, 1996,  trat Rammstein mal in Echt in der Stadthalle auf (Tatsache, Rammstein in Unna), und schon damals ließen die Jungs  standesgemäß nichts anbrennen, mit ohrenbetäubenden Krawummeffekten und hochzischenden Feuerfontänen.

Völkerball Rammstein 33

Vor 20 Jahren hatten Besucher wie Jan (21 – hier im Bild) gerade erst Laufen gelernt, und die Jüngsten wie Alena (15) aus Unna  waren überhaupt noch nicht geplant. Daher wurde diese hammergeile Völkerball-Rammstein-Retroparty gestern auch zum Treffen der Generationen, und möglicherweise deshalb gab´s zur krassen Sause tatsächlich: Sitzplätze. Geht gar nicht. Dennoch wurde die Bestuhlung auf der Empore erstaunlich eifrig von Sitzlustigen in Beschlag genommen, die 5 Euro Aufpreis zahlte man gerne bei äußerst fairen 20 Euro Eintritt. Höhnische Spotttiraden von unten aus der brodelnden Masse gab´s gratis dazu,  „Rentner!“, „Opis!“, „ab in die Gruft!“ – man schwieg hoheitsvoll lächelnd vom Balkon zurück.

Völkerball Rammstein 26

Völkerball Rammstein 4

Stimmung bestens, eine angenehm entspannte Security und vielleicht ein paar Dutzend leere Bierflaschen zuviel, die nach schweißtreibenden zweieinhalb Stunden auf dem Boden rumkullerten – Leute, einfach nach dem Konzert kurz wegbringen dürfte doch nicht zu viel verlangt sein. Immerhin blieben die Flaschen heil (was man so sah). Zum Konzert selbst – Völkerball ist eine ziemlich perfekte Rammsteinkopie, von daher muss man zu der geilen Party nicht viel mehr sagen als einfach das, was Frontmann René (Anlauff) nach der zweiten Zugabe atemlos ins Mikro röhrte: „Ey, was war das denn für ´ne krasse Scheiße!“

Zum Line-Up: Los ging´s (30 kalkulierte Minuten zu spät zur Ankurbelung des Stadthallenverzehrs) mit „Reise Reise“, Rechts-Links-Stechschritt und „Feuer frei“ – genau das war wörtlich zu nehmen, denn exakt hier fauchten von trommelfellzerreißendem KRAWUMM!! begleitet die ersten Feuerfontänen von der Bühne hoch. Wer direkt vor der  Bühne stand, dem wurde jetzt ziemlich muckelig. Der Song beinhaltet die jammernde Klage „mir ist kalt…!“, sehr zum Hohn für die ganz vorn Stehenden, und einige konterten spöttisch mit „mir nicht!!“

Völkerball Rammstein 34

Völkerball Rammstein 29

Völkerball Rammstein 8

 

Es wurde deutlich heißer,  denn praktisch kein Song kam ohne Pyroshow aus. Völkerball hat nicht von ungefähr seine eigene Pyro-Crew, und die gab alles. Auch die Band natürlich, die kaum einen Kracher auslässt.  „Laichzeit“, „Sehnsucht“ (mal zur Abwechslung ohne Feuer“fontäne“, dafür mit lieblichen rotglimmenden Minifeuerchen in Reih und Glied), zu „Mein Herz brennt“ brennt passend ein lodernd rotes Herz, und bei  „Ohne dich“ – eine von Rammsteins raren Balladen,  superschön und supertraurig – steht Frontmann René am Ende bewegungslos zwischen zwei gleißend flirrenden Feuerfontänen. Perfekt.

Völkerball Rammstein 11

Völkerball Rammstein 14

Absolutes „must have“ bei Rammstein-Tributes und auch bei echten Rammsteinkonzerten ist „Mein Teil“. Dieser widerlich oberfiese geniale Schlachthaussong, bei dem René in blutbespritzer Schlachterschürze das Messer gewetzt seinen Keyboarder  Mad Andy über die Bühne jagt und ihm im Riesenkessel mit dem Flammenwerfer wörtlich Feuer unterm A… macht. „Heute treff ich einen Herrn, der hat mich zum Fressen gern. Weiche Teile und auch harte stehen auf der Speisekarte.“ Mmh, guten Appetit. Und die Konfettikanone kommt ebenfalls zum Einsatz, von „KAWUMM!!“ begleitet regnet es flirrend auf die eskatischen Besucher herab.

Völkerball Rammstein 36

Ja, das war schon alles ziemlich geil, und es fiel kaum auf, dass neben sämtlichen Rammstein-Best ofs auch zwei Songs kamen, die gar nicht von Rammstein sind: „Kollateral“ und „Wer einmal lügt“ sind Eigenkompositionen von „Heldmaschine“, der Band, die Völkerball ohne Rammstein-Songs ist. Voriges Jahr, ebenfalls im April, ließen sie es als Heldmaschine im Kühlschiff krachen, für Rammsteins Songs muss es schon die Stadthalle sein. Das alles für vergleichsweise lächerliche 20 Euro im Vorverkauf, auch das muss man wirklich lobend erwähnen. Kompliment an die Lindenbrauerei, die das Event veranstaltet hat und eine prima Kombi mit der Stadthalle abgab. Einfach ein sau-geiler Abend … und als Zugabe  (ohne langes Betteln, danke dafür!) schwebte s zu „Engel“ sogar ein leibhafter Engel (Anne) auf der Bühne ein.

 

Völkerball Rammstein 25


 

Kommentare (4)

  • Manuel Zaß via Facebook

    |

    Da ich gestern nicht konnte, guck ich mir das ganze im Oktober in Soest an 😉
    Klingt aber sehr gut

    Antworten

  • Tobias Kimpel via Facebook

    |

    Der Beginn um 20:30 war den Fantickets geschuldet, die auf diese Zeit gesetzt waren und nicht dem behaupteten Ankurbeln des Verzehrs. Dass langjährige Fans den Anfang der Show verpassen könnten, war nicht im Interesse der Produktion und der Veranstalter – hat aber auch keinem geschadet.

    Antworten

Kommentieren