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Wartezeit versüßen: Grüne wollen freies WLAN in der Kreisverwaltung

Freies WLAN in allen Warte- und Aufenthaltszonen der Kreisverwaltung. Das wünschen die Kreistagsgrünen, um den Bürgern die Wartezeiten vor Ort zu verkürzen.

Die VKU sei damit schon an ausgewählten Busbahnhöfen beispielhaft voran gegangen. „Wir können im Kreishaus auf eine sehr gut aufgestellte EDV-Abteilung setzen.“ Im Kreisausschuss und im Kreistag am 27./28.06. soll der Antrag beraten und beschlossen werden.

„Freies WLAN in den Warte- und Aufenthaltsbereichen der Kreisverwaltung entspricht dem Angebot der Initiative Freifunk, sich ohne weiteres Anmeldeverfahren zum Beispiel mit seinem Smartphone ins Internet einzuloggen“, schreiben die Grünen in ihrer Begründung.  Zahlreiche Städte und Gemeinden (neben Unna auch Holzwickede, Dortmund, Hamm, Arnsberg, …) böten schon ein bürgerfreundliches WLAN-Netz an. Die VKU habe einige Busbahnhöfe (Bergkamen, Unna)  mit „VKU-Helispots“ ausgestattet.

Mögliche Überlegungen, z.B. eine Begrenzung des Zugangs für 30 min am Tag festzulegen, sind aus Sicht der Grünen nicht zielführend, da die Bürger meist länger als eine halbe Stunde warten müssten. „Die Kosten für Anschaffung und Betrieb der entsprechenden  Router halten sich in Grenzen, es dürften daher keine ablehnenden Gründe aufgrund der Kostenfrage entstehen“, finden die Grünen.

 Zur Frage der Rechtssicherheit habe die Bundesregierung eine Kursänderung vollzogen, da im Rahmen eines Verfahren vor dem Europäische Gerichtshof ein Gutachten vorgestellt wurde, nachdem Anbieter eines WLANS nicht zur Rechenschaft gezogen werden können, wenn ihre Kunden illegal Dateien herunterladen. „Es ist den Anbietern eines freien Internet-Zugangs auch nicht zuzumuten, dass sie die Nutzer identifizieren oder ihr Surfverhalten überwachen. Da das neue Gesetz zur Haftung von WLAN-Betreibern voraussichtlich im Herbst in Kraft treten wird, beantragen wir mit dem ausreichenden Vorlauf die entsprechende Einleitung des Verfahrens zur Einrichtung eines Freien WLANs in den Warte- und Aufenthaltszonen der Kreisverwaltung.“

Kommentare (1)

  • Mike

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    Nunja ganz so einfach wie sich die Grünen das vorstellen ist es ja nun auch nicht. Die Access Points müssen vom internen Netz separiert sein und werden, sprich min. ein zusätzliches VLAN muss her, die Firewall muss entsprechend konfiguriert werden und dann bleibt da noch die Bandbreite, d.h. es muss Traffic Shaping gemacht werden, damit die Anbindung des Kreishauses nicht durch Youtube Videos schauen oder Co. komplett ausgelastet wird und die eigentliche Arbeit, wofür die Leitung benötigt wird, nicht blockiert wird. Ansonsten müsste extra ein eigener Zugang zum Netz für die Access Points beauftragt und bezahlt werden um eine komplette Abkopplung zu haben, ist also nicht vergleichbar mit anderen Access Points die nicht an einem internen LAN hängen.
    Andersrum, WLAN ist inzwischen garnicht mehr wirklich relevant, fast jeder Handynutzer hat heute eine Flatrate.

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