Rundblick-Unna » Wagenladungen unbrauchbarer „Spenden“ vor Flüchtlingsheim abgeladen – Patenkreis: Bitte so nicht

Wagenladungen unbrauchbarer „Spenden“ vor Flüchtlingsheim abgeladen – Patenkreis: Bitte so nicht

Statt Freude über schöne Spenden leider nur viel Zusatzarbeit für die ohnehin stark beanspruchten Helfer. Nicht zum ersten Mal wurden direkt an einer Fröndenberger Flüchtlingsunterkunft buchstäblich Kofferraumladungen voller „Spenden“ abgeladen, die zum größten Teil nicht zu gebrauchen waren. Und die die ehrenamtlichen Helferinen und Helfer nun auf eigene Kosten entsorgen müssen.

Unter den frisch abgelieferten Sachen waren säckeweise Kleidung – fast durchgehend schmutzig, nicht mehr tragbar. Hinzu gesellten sich zahlreiche Kisten mit Spielzeug. „Leider sind es aber hauptsächlich unvollständige Spiele und Gesellschaftsspiele wie ,Die Siedler von Catan´ oder ,Risiko de luxe´ – alles Sachen, mit denen die Menschen dort nichts anfangen können, weil sie die Spielregeln nicht lesen können bzw. die Beschreibung für sie viel zu kompliziert ist“, bedauert der Patenkreis.

Spenden 2

Die Kleidung war in derart schlechtem Zustand, dass die Helferinnen sie noch nicht einmal zur Kleiderkammer auf dem Mühlenberg bringen können. Deshalb müssen sie die – wenngleich vielleicht einfach gut gemeinten – Gaben nun auf eigene Kosten entsorgen. Denn in der Annahme, dass Helfer vom Patenschaftskreis die Spenden gebracht hätten, nahmen die Flüchtlinge alles gern und bereitwillig an – um erst später zu sehen, dass nur wenig davon brauchbar war.

„Spenden dieser Art mögen gut gemeint sein, aber wir haben damit nur eine zusätzliche Belastung“, appelliert der Patenkreis. Und bittet herzlich um die „richtigen“ Spenden: Saubere, gut erhaltene Kleidung, die in der Kleiderkammer auf dem Mühlenberg gern in Empfang genommen wird. „Die meisten Flüchtlinge in Fröndenberg haben Paten, von denen sie gut und passend versorgt werden“, erklärt der Helferkreis. „Und mit passender Kleidung können sich unsere Schützlinge selbst in der Kleiderkammer im Bürgerzentrum eindecken.“

Die Annahme gut erhaltener, intakter  Kinder-, Damen- und Herrenkleidung sowie Schuhen erfolgt immer zusammen mit der Abgabe: freitags, 11 bis 14 Uhr, Bürgerzentrum Mühlenberg, Von-Stauffenberg-Straße 5.

Benötigt wird besonders Kinderkleidung.

Sehr dringend sucht der Patenkreis aktuell auch nach intakten gebrauchten Fahrrädern für seine Schützlinge: Kontakt: patenschaftskreis-froendenberg.de

Kleiderkammer Frö

In der Kleiderkammer im Bürgerzentrum Mühlenberg freuen sich die freiwilligen Helferinnen – Rosemarie vom Orde (Mi.), Annelie Kastner und Eva Terhorst – über gut erhaltene Gebrauchtkleidung. Der Flüchtlingspatenkreis bittet dringend: keine Kleidersäcke, wenngleich gut gemeint, einfach vor den Flüchtlingsunterkünften abladen.

 

Kommentare (36)

  • Monika Kettmann via Facebook

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  • Christopher Harwig via Facebook

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    Unter den frisch abgelieferten Sachen waren säckeweise Kleidung – fast durchgehend schmutzig, nicht mehr tragbar…auch wenn sie schmutzig waren,hätte man die Sachen auch waschen können dann wären sie auch bestimmt wieder tragbar gewesen,aber nein lieber direkt wegschmeissen…

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    • Jenny Weber via Facebook

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      Ja da geb ich dir recht ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      „Nicht mehr tragbar“ bedeutete dreckig und kaputt.

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    • Christopher Harwig via Facebook

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      Auch wenn diese Sachen vielleicht kaputt waren hätte man mit etwas Nähzeug vielleicht auch richten können,man sollen die Leute nach Peek & Cloppenburg gehen und Sachen kaufen,was meint ihr was teilweise in den Altkleidertonnen landet,die Sachen werden auch aufbereitet und gereinigt,habe da mal so einen Bericht gesehen wie das da abläuft,aber gebrauchte Kleidung ist wohl nix mehr wert…

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    • Jenny Weber via Facebook

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      Kann man doch nähen flicken. außer natürlich total zerissen

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    • Bettina Labs via Facebook

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      Und wer, bitte soll das machen? Die Flüchtlingspaten, die bis zum Anschlag belastet sind? Nach Hause holen, alles waschen, reparieren, und dann?
      Oder die Flüchtlinge selbst, wenn ihnen die Sachen gar nicht passen?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Danke, Bettina Labs, exakt das wollten wir eben hinzufügen. Anscheinend ist die Belastung der Helfer vor Ort hier manchen nicht wirklich klar.

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    • Bettina Labs via Facebook

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      Danke, Silvia, wir haben buchstäblich Tag und Nacht zu tun.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ich weiß, Bettina. Allen Respekt dafür.

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    • Christine Krämer via Facebook

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      Haben wir nicht soviel Stolz, das wir den Menschen die auf unsere Kleiderspenden angewiesen sind, diese im ordnungsgemäßen und sauberen Zustand abgeben?
      Was wollen wir mit unserer Spende? Den Menschen etwas Gutes tun? Oder nur unseren Müll entsorgen?
      Ich sammel hier in Holzwickede für die Flüchtlinge. Und ich kann nur sagen, das was mir die Menschen gebracht haben um sie an die Flüchtlinge weiter zu geben, waren alles heile und saubere Sachen, die sie auch an Freunden weiter gegeben hätten.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Spenden hat eben letztlich auch etwas mit Respekt und Achtung zu tun. Vor den Beschenkten und ebenso vor den Helfern, die die Spenden sortieren und weitergeben. Unsere Meinung dazu. Und ja – auch wir finden, dass viel zu viele top gute Sachen gedankenlos weggeworfen werden.

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    • Bettina Labs via Facebook

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      Die Würde des Menschen ist unantastbar, das gilt auch für Flüchtlinge.
      Sie suchen sich gern (in der Kleiderkammer) selbst Sachen aus, die passen und ihnen gefallen.

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  • Adelheid Meiselbach via Facebook

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    „Die Kleidung war in derart schlechtem Zustand, dass die Helferinnen sie noch nicht einmal zur Kleiderkammer auf dem Mühlenberg bringen können.“ Man realisiere den Sinn dieser Aussage!!

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Vielleicht hat da ja jemand seine Wohnung entrümpelt und alles einfach dahin gekippt, weil es billiger ist als es in den Müll zu werfen. Wenn es wirklich gut gemeinte Spenden gewesen wären, hätte man sie doch ordnungsgemäß abgegeben.

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  • Re Gina via Facebook

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    und bei uns finde ich immer wieder noch gut erhaltene Bekleidung in sämtlichen Mülltonnen (gelbe Tonne, grüne Tonne usw.) und sogar Matratzen sind in den gelben Tonnen gestopft worden…könnte man ja auch abgeben.

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  • Herta Heinert via Facebook

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    Ist allen Leuten bekannt,dass die Kleiderkammer umgezogen ist? Meines Wissens ist sie jetzt im ehemaligen Aldi Gebäude, seit kurz vor Weihnachten.

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Viel wichtiget als Asylanten ist das tragische Ableben von Lemmy Kilmister.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Zur Info: Sven Ewald hat uns soeben verlassen.

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    • Manfred Hartmann via Facebook

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      danke schoen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Um solche User zu sperren, benötigen wir keine Aufforderung, und das haben auch schon andere hier erfahren. Schönen Abend.

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    • Manfred Hartmann via Facebook

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      Rundblick Unna Herzlichen Dank für die freundliche Antwort. Ich weiß, dass ich mich da ganz auf den Rundblick verlassen kann. Wenn Leser mithelfen und Hasskommentare melden ist das – so finde ich – trotzdem eine gute Sache im Dienste eines bunten Unna.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Manfred Hartmann – wir wünschen uns ausdrücklich, dass Kommentare wie dieser hier unverzüglich von Lesern gemeldet werden, und darauf konnten wir uns in der Vergangenheit auch stets verlassen. Das gilt im Übrigen für jede Richtung von Hassbotschaften, der gestern gesperrte User befand sich dementsprechend in guter Gesellschaft. Schönen Abend Ihnen.

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    • Manfred Hartmann via Facebook

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      Über Ihr Like freue ich mich. Ich bin dabei.

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  • Manfred Hartmann via Facebook

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    danke svhoen

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  • Christine Krämer via Facebook

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    Genau das Gleiche ist vor wenigen Monaten hier in Holzwickede geschehen. Die Sachen mussten alle nach Angaben der Awo entsorgt werden.Gott sei Dank hatten aufmerksame Anwohner das Kennzeichen des Müllentsorgers.
    Dieser musste sich dann für seine unerlaubte Müllentsorgung verantworten.

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  • Sigrid Degner-Schulte via Facebook

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    Flüchtlinge wollen doch eh keine gebrauchte Kleidung haben.

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    • Hans Meier via Facebook

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      Woher wissen Sie das denn ? Und wieso werden dann Kleiderkammern eingerichtet und Kleidung dort an Geflüchtete herausgegeben ?

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  • Simone

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    Die ganze ehrenamtliche Hilfe entlastet doch eigentlich nur die staatlichen Stellen, die eigentlich für die Flüchtlinge zuständig sind. Im Prinzip sind die Grenzen des Machbaren schon jetzt deutlich überschritten. Die Zahlen der Neuankömmlinge werden 2016, 2017 voraussichtlich nicht zurückgehen, im Gegenteil (Familiennachzüge). Also wächst die Belastung weiter und weiter. Das Unvermeidliche, die Sicherung der EU-Außengrenzen und Versorgung der Flüchtlinge in den Nachbarländern (!) der Krisenregionen, wird hinausgeschoben. Dabei könnte mit den gleichen Mitteln dort viel mehr Hilfe geleistet werden. Ich helfe aus Prinzip NICHT und spende NICHT, da der eingeschlagene Weg der Falsche ist. Je früher das klar wird, desto besser.

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