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Vuvuzuelas, Autocorsos – aber auch Prügeleien und Platzverweise

Durchdringendes Vuvuzela-Getröte zur vorgerückten Nachtstunde im beschaulichen Fröndenberg, triumphierendes Autogehupe und spontan gebildete Autocorsos – im Kreis Unna wie andernorts feierten Anhänger der deutschen Fußballelf heute Nacht den nervenzerfetzenden und hauchdünnen Viertelfinalsieg gegen Italien.

SWU Rudelgucken

Friedliches Rudelgucken gestern Abend auf dem Platz der Kulturen in Unna. In der SWU-Arena fieberten wieder mehrere 100 Fußballfans mit. (Fotorechte: SWU)

Während die Kreispolizeibehörde Unna lediglich über einen – gleichwohl sehr penetranten und aggressiven – Randalierer beim Public Viewing auf dem Kamener Markt berichten musste, ging es bei den Rudelguck-Events im Nachbarkreis unruhiger zu. Die MK-Polizei bescheinigt den Fans zwar „insgesamt einen guten Feiercharakter“, doch wussten sich einige dieser „Fans“ nicht zu benehmen.

Insgesamt 10 Public Viewing-Veranstaltungen fanden im Märkischen Kreis zum Deutsch-Italienischen Viertelfinalkrimi statt, insgesamt waren 7130 Zuschauer dabei. Die größten Ansammlungen wurden in Lüdenscheid, Iserlohn, Plettenberg und Balve festgestellt.

In Lüdenscheid kassierten 7 Personen schon vor dem Anpfiff Platzverweise, weil sie Feuerwerk gezündet hatten. Zudem gab es eine Prügelei mit einer Strafanzeige wegen Körperverletzung. An der Einlasskontrolle fand die Security bei einem Besucher ein Cuttermesser und Böller, bei einem anderen Pfefferspray. In Iserlohn gerieten mehrere Besucher gewalttätig aneinander, einer wurde in die Wache verfrachtet, es gab mehrere Anzeigen. In Balve wollten zwei Besucher mit Messern in der Tasche zum Public Viewing – sie durften direkt wieder nach Hause gehen und bekamen noch Anzeigen mit auf den Weg. Auch in Plettenberg gab´s eine Prügelei mit einer Anzeige als Ergebnis.

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