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Vortrag: Wie die Reformation nach Hemmerde kam

Damals wie Heute … Der Historiker Klaus Basner schildert in einem Vortrag, wie die Reformation nach Hemmerde kam und welche Wege sie dann bis heute nahm. Am 12. September um 20 Uhr hält er dazu einen Vortrag genau an dem Ort, um den es damals ging, die mittelalterliche Kirche in Hemmerde.

Es war im Jahr 1570, als sich die Christen in Unnas Osten zum neuen Glauben der Reformatoren bekannten. Zunächst lebten beide Konfessionen friedlich nebeneinander, teilten sich sogar das Gotteshaus. Doch dies blieb nicht lange so: da wurden Pfarrer mithilfe des Militärs abgesetzt, man stritt sich um die Nutzung der Kirche und aufgebrachte Eiferer auf beiden Seiten konnten nur mit Polizeigewalt aufgehalten werden.

Gerade die Verbindung zum eigenen Wohnort ist es, die die Vergangenheit so lebendig werden lässt. „Unsere Geschichte war wahrlich nicht viel weniger aufreibend und brutal, wie manche religiöse Auswüchse unserer Zeit“, stellt Günter Drechsel-Grau dabei fest. Er hat den Vortrag gemeinsam mit dem Männerforum der evangelischen Gemeinde initiiert. Klaus Basner, einer der Mitautoren an Unnas Stadtchronik, hat bereits mehrfach die Geschichte der Ostdörfer aufgearbeitet. Nun widmet er sich in dem etwa einstündigen Vortrag ganz der kirchlichen und insbesondere reformatorischen Historie. „Wir laden zu dem Vortrag alle Interessierten an der Geschichte unseres Dorfes ein, nicht nur die Mitglieder des Männerforums“, betont Drechsel-Grau.

Mit diesem Abend eröffnet die Ev. Kirchengemeinde Hemmerde-Lünern ihr Programm anlässlich des Reformationsjahres 2017. Im Jahr 1517 nahm mit der Veröffentlichung von Luthers 95 Thesen gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche die Reformation ihren Anfang. Im Jahr 2017 begehen daher die evangelischen Christen das Reformationsjubiläum mit vielen Veranstaltungen.

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