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Vorbild „weit über Stadtgrenzen hinaus“: Mehr Geld für Schwertes Bürgerbad

Das ehrenamtlich betriebene Elsebad in Schwerte bekommt mehr Geld. 60.000 statt bisher 52.000 Euro im Jahr.

Denn „ein solches bürgerschaftliches Engagement ist weit über die Grenzen von Schwerte hinaus vorbildlich“, lobt Bürgermeister Heinrich Böckelühr. So unglaublich „weit über die Grenzen von Schwerte hinaus“ müsste CDU-Mann Böckelühr da gar nicht blicken, denn auch in Unna (Bornekampbad) und in Fröndenberg (Freibad Dellwig) betreiben Ehrenamtliche mit großem Engagement und persönlichem Einsatz Freibäder.

Bornekampbad Late Night Swimming (10)

Jeweils auch mit Zuschüssen ihrer Städte über Wasser gehalten – für Dellwig im höheren, fürs Bornekampbad im eher niedrigen fünfstelligen Bereich, doch bekam das „BB´chen“ (oben ein Foto vom Mitternachtsschwimmen 2015) als Unnas einziges verbliebenes Freibad für 800 000 Euro ein neues Schwimmerbecken finanziert. Mit 30 000 Euro will sich die Stadt außerdem am neuen Kinderplanschbbecken beteiligten. Das Geld wurde im Nachtragshaushalt eingestellt.

In Schwerte schloss die Stadt, um den Ehrenamtlern Vertragssicherheit zu geben, bereits im Jahr 2004 einen Vertrag zur Finanz- und Nutzungsregelung des Freibades im Elsetal ab. Auf dieser Basis wird das Elsebad seit elf Jahren für die Schwerter geführt.

Die von der Verwaltung vorgeschlagene Zuschusserhöhung ging bereits im Mai anstandslos durch den Rat. Bürgermeister Böckelühr bezeichnete ihn auch „als Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit und Ansporn für die Zukunft zugleich.“  Der Betrieb wird fast vollständig aus Mitgliedsbeiträgen des Fördervereins, Spenden und Eintrittsgeldern finanziert.

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