Rundblick-Unna » Vor 5 Monaten spurlos in Ardey verschwunden: Kirby noch immer verzweifelt gesucht

Vor 5 Monaten spurlos in Ardey verschwunden: Kirby noch immer verzweifelt gesucht

Wie lange kann man darauf hoffen, ein geliebtes Tier wiederzufinden und es nach monatelangem spurlosem Verschwinden wieder in die Arme zu schließen?  Jörg Buchholz und seine Familie aus Fröndenberg wollen die Hoffnung nicht aufgeben.

Heute vor genau fünf Monaten verschwand im westlichen Fröndenberger Stadtteil Ardey der kleine  „Kirby“, ein putziger, munterer, aufgeweckter Chihuahua-Mix. Er büxte beim Spazierengehen aus – und seither ist er weg. Wie vom Erdboden verschluckt.

Seit jenem Tag im September wird „Kirby verzweifelt gesucht“. So flehen die Buchstaben von den Plakaten herab, die Jörg Buchholz beständig neu drucken lässt und auch Monate später immer wieder neu im gesamten Stadtgebiet aushängt.

Unermüdlich postet der Fröndenberger auch nach fünf Monaten seine Suchmeldungen in alle erdenklichen Facebookgruppen; „Kirby verzweifelt gesucht“ muss inzwischen zigtausendfach geteilt und verbreitet worden sein. „Es kann doch nicht sein, dass der kleine Kerl einfach vom Erdboden verschluckt ist. Wer hat ihn gefunden oder gesehen? Bitte melden!!!!“, bitet Kirbys Familie.

In den ersten Wochen gab es immer wieder tatsächliche oder vermeintliche Sichtungen. Jedes Mal schöpfte Kirbys Familie freudig durchzuckt Hoffnung  und wurde doch wieder nur schrecklich enttäuscht: wieder nichts. Entweder war der gesichtete und gemeldete Hund nicht Kirby, oder der gesichtete und gemeldete Vierbeiner war beim Eintreffen der Buchholz´ schon wieder verschwunden…

Seine Suchmeldungen  verbreitete Jörg Buchholz gleich von Beginn an flächendeckend. Die Plakate mit farbigen Fotos des geliebten Vierbeiners hängen weiterhin und immer wieder neu im Stadtgebiet von Fröndenberg, an Bäumen, an Laternenpfählen, an der Einkaufsmeile in der Stadtmitte, am Fußweg zwischen den beiden Kirchen. Man kommt also – eigentlich – buchstäblich nicht an Kirby vorbei. Dennoch: nichts.

„Unser Chihuahua Mischlingsrüde „KIRBY“ ( Größe: ca. 27 cm Schulterhöhe, Gewicht: ca. 2,5 kg) ist uns in 58730 Fröndenberg- Ardey entlaufen“, schrieb Buchholz Mitte Oktober. „Da er seit längerer Zeit nicht gesehen wurde, gehen wir davon aus, dass er möglicherweise von irgendjemanden aufgenommen wurde.
Natürlich glauben wir, dass dies ohne böse Absicht passierte, den Hund zu behalten. Sie wollten dem armen, kleinen Kirby bestimmt nur ein schönes, warmes Zuhause bieten.
Jedoch trauert unsere ganze Familie, besonders unsere Kinder, um den kleinen Kerl. Sie weinen jeden Abend bitterlich, da sie ihren liebsten Spielkameraden vermissen. Wir haben „Kirby“ seit Geburt an, somit auch die Mutter bei uns Zuhause. Sie frisst kaum noch und trauert genauso wie wir. Bei jedem Spaziergang sucht sie ihn ohne Erfolg. „ Kirby“ ist ein Familienmitglied und wir können es unseren Kindern nicht erklären, warum er nicht zurück kommt.

Wir bitten Sie somit um Ihre Mithilfe!“

Kirby 1

 

Solche und ähnliche herzzerreißenden Aufruf hatten keinen Erfolg.  „Bitte schauen Sie sich auch in Ihrer Nachbarschaft um“, schrieb Jörg Buchholz auf seinen Suchappellen. „Vielleicht hat ihn jemand gekauft, ohne zu wissen, dass er vermisst wird. Achten Sie auf jegliche Hundebesitzer, die einen kleinen Hund an der Leine führen! Er könnte dennoch herumstreunern und schon in Ihrer Stadt sein! Bitte melden Sie auch jede Sichtung!“

Nichts.

Ende Oktober eröffnete Jörg Buchholz eine eigene Facebookgruppe: „Kirby vermisst“. Die Familie entschloss sich, einen Finderlohn auszusetzen. „Wir bitten Sie, uns unseren Hund wieder zurück zu geben“, heißt es in dem dazugehörigen flehenden Appell. Wir zahlen 500 Euro. Dafür kann man sich jeden anderen Mischling kaufen und Sie würden unserer Familie nicht das Herz herausreißen. Bitte melden Sie sich umgehend. Tel: 0176/31046235 oder 0176/30717857.“

Nichts.

Am heutigen Mittwoch ist es fünf Monate her, seit Kirby verschwand.

Kirby 3

Kommentare (38)

  • Sabine De-Zolt via Facebook

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    Den hat bestimmt jemand mit nach Hause genommen :( Alle die Augen offen halten 😉

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  • Maximo DO via Facebook

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    Es macht keinen Unterschied ob man einen geliebten Menschen oder ein Tier verliert.
    Beides ist gleichermaßen Familie!
    Tut mir leid für die Betroffenen…

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      :-/ Ein Tier und auch dieser putzige Zwerg ist ein Familienmitglied, ja, Maximo DO. Das wird jeder Tierhalter bestätigen…

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    • Tobias Habekost via Facebook

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      Es macht keinen Unterschied? Wie krank ist das denn?!!!?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Nun ja, der Stellenwert eines Tieres sollte jedem ganz persönlich und individuell überlassen bleiben, Tobias Habekost. Oder sollen wir hier ernsthaft eine solche ethisch-moralische Diskussion eröffnen? Die Wortwahl „krank“ finden wir unangemessen. VG.

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    • Tobias Habekost via Facebook

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      „Ihr“ mögt das evtl. unangemessen finden. Ich nicht. Jeder mag das für sich entscheiden. Mein Kommentar stellt (natürlich) meine Meinung dar. Und zu der stehe ich. Ich bitte diese zu respektieren.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Das ist selbstverständlich. Bitte aber keine ethisch-moralische Grundsatzdiskussion an dieser Stelle. Danke.

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    • Tobias Habekost via Facebook

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      So eine Diskussion habe ich weder angestrebt, noch forciert. Reine Meinungsäußerung meinerseits.

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  • Ines Petzold via Facebook

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    Die „Finder“ machen sich absolut keine Gedanken darueber, was sie den verzweifelt suchenden Besitzern psychisch für einen Schmerz antun, wenn sie gefundene Tiere einfach nicht melden und selbst behalten, sei es aus falschem Mitleid oder aus Geldgier!
    Darueber hinaus ist diesen egoistischen und herzlosen Menschen auch nicht bewusst, dass das Nichtmelden bei Polizei, Tierheim etc. Pp. und einfache Behalten eines Fundtieres eine Straftat ist!!!!
    Ich kann aus eigener Erfahrung sehr gut nachvollziehen wie sehr die Familie und vor allem die Kinder leiden!!!!
    Hoffe von ganzen Herzen, dass Kerby bald nach Hause kommt!!!! DRUECK euch weiter feste die Daumen!!!!!!!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Danke, Ines Petzold… Kirbys Familie würde von einer Anzeige auf jeden Fall absehen, sie zahlt halt auch 500 Euro Finderlohn, wenn sie ihr Familienmitglied nur wiederbekommen kann… :-/

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    • Ines Petzold via Facebook

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      Soweit muss man schon gehen, um „sein“ Familienmitglied wiederzubekommen …. einfach nur traurig!!!
      HOFFE von Herzen es hilft!!!!!

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  • Melanie Lohoff via Facebook

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    Schaue auch immer noch,wenn ich mit meinem Hund durch die Felder gehe?

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  • Friederike von Werne via Facebook

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    Marie Johanna

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  • Sabine Preuss via Facebook

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    Der ist bestimmt enführt worden und ist jetzt in China

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  • Sabine Preuss via Facebook

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  • Sabine Preuss via Facebook

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    Es gibt in Fröndenberg ja auch viele Wälder, wer weiß, vielleicht hat sich dort jemand ein Heim gemacht und sucht Nahrung

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  • Andrea Nolte via Facebook

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    Ich bin auch richtig mitleidig. Den Hund nicht mehr wieder zu bekommen, ist bestimmt schlimm. Aber trotzdem sollten vielleicht irgendwann wieder die Bilder, die an vielen Ecken an Bäumen gepinnt wurden (z. B. Kurpark) wieder abgemacht werden.
    Dem Besitzer richtig viel Glück!!!!!!

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    • Yvonne Rempe via Facebook

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      Abgemacht wird erst dann wenn Kirby wieder Zuhause ist !!!!! Oder siehst du das anders Jörg Buchholz 😉

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    • Jörg Buchholz via Facebook

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      Ich weiß nicht was es für ein Problem gibt, wenn sie da noch hängen? Andrea Nolte

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    • Yvonne Rempe via Facebook

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      Ohne Worte. ..echt!

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    • Andrea Nolte via Facebook

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      Hatte ich geschrieben, dass das nen Problem ist???? Nur wenn man jeden Tag mehrmals da drauf guckt, überlegt man einfach, ob der Hund wohl wieder da ist oder die Aushänge vergessen wurden…..
      Wünsche, wie oben schon, viel Glück

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    • Andrea Nolte via Facebook

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      Und konnte man da aus euren Antworten Ärger raus lesen? Immer mit der Ruhe……

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    • Jörg Buchholz via Facebook

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      Alles gut. Ich dachte nur Es würde dich stören. Nein wir vergessen keinen einzigen Flyer. Versprochen! Wenn er wieder da ist, dann sagen wir Bescheid. So lange sie hängen ist er noch nicht Zuhause. Lg

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  • Yvonne Rempe via Facebook

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    Endlich …wie lange haben wir gebettelt das es mal über Radio. .Zeitung usw veröffentlicht wird !!!

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    • Marie Johanna via Facebook

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      Die kamen jetzt auch nur weil soviel Wind gemacht wird, das macht die Sache doch zur Story! Nun ja, besser spät als nie! Hoffen wir weiter…..!

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  • Edu Hart via Facebook

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    Vielleicht sollte man sich auch mal mit dem unabwendbaren beschäftigen

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    • Marie Johanna via Facebook

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      Überall weiss man Bescheid, die Stadt, die Bahn, die Polizei, die Jäger. Eine Totfund-Meldung gibt es nicht und solange es sowas nicht gibt, sucht man weiter. Es gibt Tiere, die nach Jahren wieder auftauchen.

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  • Marcus Stadel via Facebook

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    Es ist schade. Man findet ihn wohl hier nicht mehr. Es gibt Bevölkerungsgruppen, die einfach alles mitnehmen was sie finden. Das sind auch die, welche Rentner betrügen und ausrauben und in Häuser einbrechen…

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  • Andrea

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    Nur mal so, aber wie groß sind die Überlebenschancen für so ein kleines Tier im Winter? Wann wurde er wo das letzte mal gesehen?

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    • Marie Johanna via Facebook

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      Es gibt Hunde und Katzen, die nach 4, ja sogar schon nach 9 (!!!) Jahren plötzlich wieder aufgetaucht sind. Und solange es keine Totfund-Meldung gibt hört man nicht auf zu suchen!

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  • Jörg Buchholz via Facebook

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    Silvia Rinke Danke für den Artikel!

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