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Von Schulgarten bis Hundewiese: FLU will Freizeitbadfläche für Erholung neugestalten

Das Freizeitbad Massen ist Geschichte, ein neues Freibad wird dort aus realistischer Sicht in absehbarer Zeit nicht wieder entstehen. Damit das Areal im Westen Unna nicht noch weitere Jahre brach liegt, unternimmt jetzt die Freie Liste Unna (FLU) einen Vorstoß – für eine Naherholungsfläche.

Gefordert wird:

– Die kurzfristige Überplanung des Freizeitbadgeländes durch die Verwaltung oder im Rahmen eines Wettbewerbs von Landschaftsarchitekten.

– Umbau in eine „grüne“ Freizeitanlage mit Aufenthaltsqualität (Stichwort: „Pocketpark“) sowie

– Überlegungen hinsichtlich der Einrichtung eines Jubiläums- bzw. Babywaldes,

– Überlegungen zur Anlage von „Schulexperimentiergärten“,

– Überlegungen zur Anlage einer „Hundewiese“,

– Überlegungen zur Freigabe von Teilflächen für „Urban Gardening“.

Aufgrund der Größe der Fläche wären mehrere Nutzungen parallel möglich, meint die Fraktion um Klaus Göldner. „Wir bitten auch bereits jetzt darum, Gelder zur Planung/Umsetzung im Haushaltsplan 2017/2018 einzustellen.“ Der Doppelhaushalt wird im November beraten und im Dezember beschlossen.

Hund

WIESO NAHERHOLUNG?

Die FLU erinnert daran, dass alle Planungen in Richtung neues Bad in der Ratssitzung am 06.02.2012 endgültig aufgegeben wurden. „Den Massener Bürgern wurde einzig die Hoffnung gelassen, dass bei einer in späteren Jahren grundlegend verbesserten Finanzsituation die Wiederbelebung der Planungen für ein neues Freizeitbad möglich sei. Seit dieser Zeit liegt inmitten des zweitgrößten Stadtteiles dieser Stadt ein ca. 27.000 qm großes Areal brach, ohne dass bislang konkrete Planungen für eine Anschlussverwendung vorlägen. Das Grundstück verwildert mehr und mehr und kann nicht genutzt werden. Dazu ist eine derart große innerstädtische Bodenfläche schlicht zu schade“, betont Fraktionschef Göldner in seinem Antrag.

– Wohnbebauung: ist aufgrund des (Flug-)Lärms nur eingeschränkt möglich, Vorstöße  scheiterten bislang an erheblichem Widerstand der Bevölkerung und der Politik.

– Gewerbe- und Produktionsfläche: scheidet aus wegen unzumutbarer Beeinträchtigungen der Anwohner.

– Einzelhandel: Das Gelände liegt außerhalb des Nebenzentrums Massen. Somit wäre eine Verkaufsfläche von maximal 699 qm möglich.

„Diese Restriktionen dürfen jedoch nicht zu weiterem Stillstand führen“, unterstreicht die FLU. Die Bürger bräuchten Ersatz für den Verlust des Freizeitbades. Und dieser sollte idealerweise einen hohen Freizeitwert haben, ökologisch wertvoll, konsensfähig und bezahlbar sein.  „Und eine solche Nutzung ließe die Option, das Grundstück später wieder einmal für andere Zwecke – etwa als Freizeitbadgelände – zu nutzen!“

Kommentare (7)

  • Rolf Beyer

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    Finde ich super ! So ein kleiner Park.
    Nicht so ein Blödsinn wie die CDU dort wollte. Bau von Wohnungen in der Einflugschneise….. kopfschüttel.

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    • Silvia Rinke

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      Vielleicht wäre es ja zu überlegen, eine Befragung der Massener Bürger zu starten.

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  • Marco Schneider

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    So eine Nutzung wäre mir auch lieb.

    Seit Jahren ist das Schwimmbad abgerissen. Die SPD und alle anderen wissen, dass da nie mehr ein Bad hinkommt. Das hatte man damals nur als Beruhigungspille für die Massener gesagt, um sich den Ärger vom Hals zu halten. Selbst die CDU und ihr Massener Vertreter glauben nicht daran. Sonst hätten die ja nicht Wohnbebauung gefordert.

    Also, weil da kein Bad mehr hinkommt, finde ich die neuen Ideen für die Brache gut.

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  • w.kaufmann

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    Im Grunde ein guter Impuls. Eine so große Fläche brach liegen zu lassen wäre eine Schande. Vielleicht sollte man einmal über einen kleinen „Phönixsee“ nachdenken . Wasser ist immer ein Magnet für die Bürger. Lünen hat es auch geschafft im Rahmen der Landesgartenschau. Dann hätte man 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen, wenn ein kleiner Strand mit eingeplant wird. Michael Hoffmann war mutig und vorausschauend und wollte schon einmal die Landesgartenschau nach Unna holen. Leider wird das alles für Unna nichts werden. Aus 2 Gründen. Einen Vordenker gibt es in Unna nicht mehr. Und wenn es stimmt was ich gehört habe, dann kommt auf diesem Gelände eine Wohnbebauung hin. Das will die SPD Verwaltung so weil es Geld einbringt. Und so lange Herr König das Zepter in der Hand hält,wird er und die stellv. Bürgermeisterin aus Massen alle anderen Anträge verhindern.

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  • w.kaufmann

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    Lieber Rundblick, man hat mich gerade auf einen Fehler in meinem Kommentar aufmerksam gemacht. Darf ich Sie um Korrektur bitten. Es muss natürlich Lünen heißen und nicht Lünern. Autokorrektur!

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    • Silvia Rinke

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      Aber klar, wird direkt gemacht!

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  • Hans Bergmann

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    Also scheint es so zu sein, dass SPD Kolter,Nick und König über die Köpfe anderer Ratsmitglieder und Massener Bürger hinweg, irgendwas durchdrücken wollen ?!? Scheinen sich ja nicht zu interessieren, was die Bürger/Wähler wollen ? Und dann schickt man die CDU vor, den Testballon Wohnbebauung steigen zu lassen ? Das scheint ja ne tolle AbstimmungsGroko dort zu sein.
    Denkt dran, nächstes Jahr wird hier zweimal gewählt! Und die Grokovertreter in Düsseldorf tun so, als wollten sie Massener Bürger vor Fluglärm schützen. Alles blabla und vergessen, sobald es um Geld geht. Danke, dass ihr Steuergeld im Sinne des Bürgers einsetzt….

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