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Volksbank dünnt Filialnetz aus und kürzt Dividende

Weniger Filialen und geringere Dividende für die Mitglieder. Die Volksbank Dortmund, zu der auch die Volksbank Unna gehört (im Bild die Hauptstelle am Nordring), bekommt den Siegeszug des Online-Bankings und den demografischen Wandel zu spüren und reagiert. Neben der Schließung zahlreicher Filialen (wir berichteten) wird erstmals seit vielen Jahren eine deutlich geringere Dividende an die Mitglieder ausgeschüttet.

Das gab die größte genossenschaftliche Bank in NRW heute bei ihrer Jahresbilanz für 2015 bekannt. Das Zweigstellennetz wird bis Ende 2018  von derzeit noch 80 auf 50 ausgedünnt. Vorstandsvorsitzender Eul schätzt sogar, dass es in zehn Jahren nur noch 20 Filialen der Volksbank Dortmund geben wird. Für die 150.000 Genossenschaftsmitglieder wird die Dividende von sechs auf vier Prozent gesenkt.

Die Volksbank Unna, die zur Dortmunder Volksbank gehört, vereinigt wiederum 13 Zweigstellen unter ihrem Dach: nicht nur in Unna, sondern auch in Fröndenberg, Kamen, Holzwickede und Menden-Schwitten. Auf der Schließungsliste stehen die Filialen im Fröndenberger Westen (Ardey und Dellwig), im Unnaer Osten (Lünern) und in Schwitten.


Die Bilanzsumme stieg um 131 Millionen auf 6,3 Milliarden Euro, stark war vor allem der Kreditbereich. Das Volumen der Kundenkredite stieg um 250 Millionen Euro auf über 4 Milliarden – ein Plus von 6,6 Prozent. Grund (naheliegend): die niedrigen Zinsen. Die Spareinlagen wuchsen trotz dieser mageren Zinsen um 131 Millionen Euro auf 5,2 Milliarden (plus 2,6 Prozent). Der Jahresüberschuss der Dortmunder Volksbank sank leicht auf 11,5 Millionen Euro (2014: 13 Millionen Euro).

 

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