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Vier der Sieben laden ein: Pünktlich am Dreikönigstag starten die Neujahrsempfänge

Vier der Sieben bitten zu Tisch und ans Glas. Am Dreikönigstag – dem 6. Januar – startet die Unnaer Politik in den diesjährigen Neujahrsempfangsreigen. Sieben Fraktionen sind im Rat vertreten, vier von ihnen richten Empfänge aus.

– Den Anfang macht – wie gewohnt – die FDP. Sie lädt zu ihrem Empfang am Mittwochabend, 6. Januar, in die Neue Schmiede ein. Gleicher Ort, gleiche Zeit wie im Vorjahr also, und auch die Neujahrsansprache wird wieder der Fraktionsvorsitzende Martin Bick halten (im Bild unten beim Empfang 2015).

Martin Bick FDP Empfang

Die Liberalen bereiten als einzige der vier kleinen Ratsfraktionen dem neuen Jahr einen offiziellen Empfang. Freie Liste (FLU), Piraten und Linke verzichten darauf.

– Am Freitagabend, 8. Januar, bittet die CDU zu ihrem traditionellen Empfang ins Hotel Katharinen Hof mit rustikalem Buffet. Mit der Neujahrsansprache wechseln sich bei Unnas Christdemokraten jährlich der Fraktions- und der Stadtverbandsvorsitzende ab.

Gerhard Meyer CDU Neujahrsempfang

Im vorigen Jahr sprach Parteichef Gerhard Meyer (Bild oben) zu den geladenen Gästen, für den diesjährigen Empfang bereitet Rudolf Fröhlich seine Rede vor, der seit vier Monaten den Fraktionsvorsitz bekleidet (er folgte Gerd Heckmann). Fröhlich verriet uns zu seiner Schwerpunktsetzung nur soviel: „Zum Unwort des Jahres werde ich ,GroKo´ küren!“

– Die SPD hat für Sonntag, 10. Januar, für einige Stunden die Stadthalle reserviert. Auch bei Unnas Sozialdemokratie hält (normalerweise) im jährlichen Wechsel entweder der Stadtverbands- oder der Fraktionsvorsitzende die Ansprache mit Rückblick auf das alte und Ausblick auf das neue Jahr.

Nun könnte sich demnach Volker König nur mit sich selbst abwechseln, denn er ist weiterhin sowohl der Vorsitzende der Fraktion wie auch der Gesamtpartei (was bei seiner Übernahme des Fraktionsvorsitzes nach Michael Hoffmanns Tod so nicht geplant war). Inzwischen ist bekannt, dass die Neujahrsansprache Landrat Michael Makiolla halten wird.

SPD-Neujahrsempfang

Der Empfang der größten Unnaer Ratsfraktion steht unter dem Eindruck der seit Wochen schwelenden Parteikrise, die der Vorsitzende durch seine eigenmächtige fristlose Kündigung der Fraktionsgeschäftsführerin Bärbel Risadelli auslöste. Von daher wird Königs Auftritt beim Jahresempfang durchaus interessiert wahrgenommen werden, zumal der erste arbeitsrechtliche Termin – der Gütetermin – erst noch aussteht: Am 29. Januar werden sich die Parteien vor dem Arbeitsgericht Dortmund wiedertreffen. Juristisch gilt dieser fristlose Rauswurf als mehr als wacklig, einzig genannter Grund ist eine E-Mail, die Bärbel Risadelli von Piratenfraktionschef Christoph Tetzner bekam mit der Bitte, sie an Massens Ortsvorsteher Dr. Peter Kracht weiterzuleiten. Die SPD-Büroleiterin tat das auf Tetzners Wunsch, ohne darüber ihren Parteivorsitzenden zu informieren. Dies wird ihr als Illoyalität ausgelegt. Sofern es weitere, evtl. triftigere Gründe für die schwere Konsequenz der fristlosen Kündigung gab, kennt diese noch nicht einmal der Fraktionsvorstand, der – satzungsgemäß – in diese wie in jede andere Personalfrage hätte eingebunden werden müssen. Das geschah nicht. Auch deshalb sorgte und sorgt dieser Rauschmiss für einen solchen Wirbel.

Zur Frage der Neujahrsrede schickten wir vor Weihnachten eine Presseanfrage an Volker König, die ebenso wie vorangegangene nicht beantwortet wurde.

– Die Grünen richten ihren Neujahrsempfang schließlich wie in jedem Jahr in der Lindenbrauerei-Kneipe Schalander aus. Am Sonntag, 31. Januar, stellt die Partei um Fraktionschefin Charlotte Kunert ab 11 Uhr ihre Ziele und Wünsche für das politische Jahr 2016 vor. Eingebunden in den Empfang der Grünen ist jedes Jahr auch die Ehrung verdienter Bürger.

 

Neujahrsempfang Grüne

Grünen-Chefin Charlotte Kunert beim Neujahrsempfang 2015. Im Bürgermeisterwahljahr sprach neben ihr auch Bürgermeister und -alleinkandidat Werner Kolter, ebenso wie zuvor schon bei der SPD.

Kommentare (12)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Ich bekam schon einen Riesenschreck, als ich von Drei Königen las. Meiner Meinung nach ist einer schon nicht tragbar.

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  • Hans Bergmann

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    Witzig ! Super Witz Herr Brune !

    Was nicht zum Lachen ist, ist wahrscheinlich die Frage, wer die Partys bezahlt……und von welchem Geld. Wurde die FDP wegen Bezahlung der Partys nicht schon mal vom Verfassungsrechtler von Arnim getadelt ?!?

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Na ja, soviel Geld um so einen Empfang zu bezahlen, wird ein große Partei wie die SPD schon haben. Es ist ja überall Gang und Gebe um Neujahrsempfänge zu halten, nicht nur in der Politik sondern auch in der Wirtschaft.

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  • Margarethe Strathoff via Facebook

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    Na ja, Nr 1/16 . Ich bin völlig schockiert und völlig entsetzt, dass das unsere SPD vor Ort zulässt. Es gibt schon einige diverse Leserbriefe, obwohl die Gesamtfraktion zum Schweigen gebeten wurde. Nur ich mache jetzt mal nur als kleines Mitglied öffentlich, ich hätte niemals einer „fristlosen Kündigung “ zugestimmt! Warum auch, Grund eine banale Email? Es gibt auch noch einige sozial Demokraten, welche das genauso sehen. Ich verstehe unsere SPD Ratsfraktion im UNna nicht. Hallo? Was macht ihr da ? oder mal weiter nachgedacht? Habt ihr eine Rechtfertigung und wenn, für was? Wer zahlt die kommenden Konsequenzen? Ich finde es persönlich völlig verwerflich & das unter Sozies und mit euren Werten politisch vereinbar?

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Ich vermisse da auch die Transparenz und die òffentliche Begrùndung fùr diese Kündigung. Da muß einfach irgendwas Anderes dahinter stecken und die besagte E-Mail wird nur zum Vorwand genommen. Das ist weder Sozial, noch Demokratisch. Wahrscheinlich wird hier eine Person, die irgendwie Unbequem ist, auf eine hinterhältige Art ausrangiert. Das wäre dann eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit.

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    • Martina Tsatsoulis via Facebook

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      Nun, zu dem Thema König/Risadelli werden wir wohl Sonntag nichts hören… Und ich bin mir sicher: Jeder Tag an dem nichts passiert und einfach abgewartet wird schadet der SPD und kostet Wählerstimmen! Denn dieses ,der Situation-nichts-entgegen-setzen‘ kommt gar nicht gut an…

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  • Christel

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    Groko das Unwort des Jahres….soso.

    Darf man nun schon nicht mehr Begriffe benutzen, die der Wahrheit entsprechen ?!?
    Groko s gibts überall und ist für die Regierenden doch auch superpraktisch, da braucht man nicht mehr zu begründen und diskutieren. Alles wird der Einfachheit halber durchgewunken. So überdeckt man auch leicht die eigene Unfähigkeit. Das Hirn kann man dabei auch bequem abschalten.
    Also wo Groko drin ist, kann man auch Groko sagen…. :o))) Für mich kein Unwort sondern ein Unding.

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Also, wenn auf der Zutatenliste eines Parlamentsbeschlusses steht: Enthält Groko, Sollte man der Sache Mistrauisch begegnen?

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  • Jörg

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    Diese Parteipartys sind über wie ein Kropf !
    Die sollten das Geld lieber für was Vernünftiges ausgeben !

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  • Markus Antonius

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    Nur mal zur Erinnerung: das Geld, was da für diese Partys ausgegeben wird, ist Steuergeld. Nirgendwo sonst im Kreis und vermutlich in ganz NRW haben sich die Ratsfraktionen so hemmungslos aus dem Stadtsäckel bedient, wie in UNna. Und an der Qualität des Personals (Herren König, Fröhlich, Tetzner, etc.) oder der geleisteten Arbeit kann es nun wirklich nicht liegen.

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  • Jörg

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    Meine lieben Freunde ! Ich habe keinen Bock, die Darstellungspartys von Politikern zu bezahlen !!

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  • Ralf

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    Genau Markus Antonius! Es ist Steuergeld, was sonst. Von den paar Euro Mitgliedsbeiträge ist so etwas nicht zu bezahlen. Vor ein paar Jahren hat mal einer bei der CDU versucht, mit diesem Empfangsblödsinn aufzuhören. Sie haben ihn solange fertig gemacht, bis er genervt hingeworfen hat. Weil fast alle mitmachen, packt keiner das heiße Eisen an.

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