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Viel zuviel Restmüll in Wertstofftonne: Kreis kündigt härtere Bandagen an

Weil´s so bequem ist, einfach die Kartoffelschalen in den gelben Sack pfeffern oder den halb geleerten Joghurtbecher in den Biomüll. Solcherart Disziplinlosigkeit wird künftig bestraft. „Denn sie geht auf Kosten aller“, kritisieren Kreis, GWA, Remondis und EntsorgungsbetriebBergkamen (EBB). Schluss also damit. Jetzt werden andere Saiten aufgezogen.

Ob Plastiktüten im Bioabfall oder Windeln und Glasflaschen in der Wertstofftonne: „Störstoffe in den grünen und gelben Tonnen häufen sich kreisweit“, monieren die Entsorger. Einzig Bergkamen macht teilweise eine ruhmreiche Ausnahme, das liegt allerdings (nur?) daran, dass dort bei der Biotonne bereits 2013 Kontrollen eingeführt wurden. „Seither ist die Sortierqualität durchaus gut, besser als in den Nachbarkommunen“, erkennt Andreas Hellmich an, Leiter der GWA-Abfallberatung.

Dennoch bereiten auch in der Nordbergstadt vor allem Kunststofftüten in der Biotonne Probleme bei der Kompostierung. „Es dürfen keine Plastiktüten in die Biotonne! Das gilt auch für die angeblich „kompostierfähigen Kunststoffbeutel“, die im Einzelhandel beworben werden!“

In allen Städten und Gemeinden des Kreises besteht Handlungsbedarf bei der Wertstofftonne (gelbe Tonne): Restmüll wie z.B. Windeln oder Renovierungsabfall haben zwischen den wiederverwertbaren „Wertstoffen“ einfach nichts zu suchen.

Die Bürger im Kreis Unna sollten sich daher für Tonnenkontrollen wappnen. In Bönen geschieht das jetzt schon: Wo die Müllsorten kreuz und quer durch die Tonne fliegen, bleibt das Behältnis kurzerhand proppenvoll stehen.

Kommentare (8)

  • Burkhard

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    Wird da der Bürger mal wieder als kleines Kind behandelt, Worte wie „Disziplinlosigkeit“und „andere Saiten aufziehen“ hören sich zumindest so an.
    Das Märchen von der Mülltrennung ist schon ziemlich alt, es gab darüber schon mal einen Bericht im ARD-Magazin Panorama vom 09.08.2001.
    Bei der Wertstofftonne bezahlen wird als Verbraucher mit unserem Einkauf bereits die Entsorgung der Verpackungsabfälle. Das ist übrigens ein riesiges Geschäft für die Müllfirmen, es werden nur 42 Prozent wiederverwertet, der Rest geht in die thermische Verwertung, also Verbrennung und das sagt das Umweltbundesamt.

    Komischerweise gibt es in unserem Land auch noch andere Wege den Müll zu trennen. So im hessischen Kreis Wetzlar, dort haben die Haushalte nur eine Mülltonne, die Trennung findet beim Entsorger maschinell statt. Da gibt es dann auch keine Fehlwürfe!

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  • Hans Kammler via Facebook

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    Wird doch eh alles in eine große Grube geworfen.

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  • Evi

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    Genau, DIENSTLEISTER, kaum zu glauben

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  • Annette Jankowska via Facebook

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    Erstmal ist die Regierung dran ! Es wird immer auf den Bürger abgeschoben….

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  • Mike

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    Biomüll wird immer wiederverwendet, da gehört nunmal kein andere Müll rein.

    Und bei der gelben Tonne einfach mal an die Mitarbeiter in den Sortieranlagen denken die da Windeln und Co. wieder rausholen müssen…

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  • fürst

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    Wie man es machen kann, liest und sieht man hin und wieder, wenn über Sinti und Roma z.B. in Duisburg berichtet wird.
    Sie betreffend sind die Schlagzeilen fett – aber selten. Also machen sie es weitgehend richtig.

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    • fürst

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      Nachsatz: Entsorgung kostet dann auch nicht viel, allenfalls hin und wieder.

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