Rundblick-Unna » Viel mehr Anwohnerparkausweise als Parkplätze? Kampf um jeden Stellplatz im Burgstraßenviertel

Viel mehr Anwohnerparkausweise als Parkplätze? Kampf um jeden Stellplatz im Burgstraßenviertel

Ein schickes neues Parkhaus wollen die Wirtschaftsbetriebe den Unnaern am Busbahnhof spendieren (wir berichteteten). Doch in den Anwohnerstraßen rund um die Burg bis zur Morgenstraße herrscht Hauen und Stechen um jeden Stellplatz, kritisiert Christian Nollau, der auf unseren Bericht zu dem geplanten neuen Parkhaus die Frage stellte: Gibt die Stadt Unna vielleicht (deutlich) mehr Anwohnerparkausweise aus, als Stellplätze vorhanden sind? Oder, anders gefragt: Gibt es inzwischen erheblich mehr Anwohner, als dass jeder von ihnen mittels Ausweis einen Parkplatz bekommen könnte?

Von Auswärtigen, die verzweifelt auf Parkplatzsuche durch die City kreisen, mal ganz abgesehen…

Dass ein Anwohnerparkausweis, in Unna seit vorigem Jahr eine grüne Plakette, nicht gleichzeitig einen Parkplatz garantiert, weiß auch Familie Nollau. Die Stadt verweist in der Parkplatzfrage, was Besucher angeht, auf ihre Tiefgaragen und Parkhäuser. Für die Anwohner, sagt Christian Nollau, werde die Situation trotzdem immer schwieriger und nervtötender.

„Wenn man für diesen Bereich den Bewohnerparkausweis hat, darf man komplett die Parkplätze ,rund um den Block´ der Burgstraße nutzen“, bestätigt er. „Das fängt unten am Ollen Kotten an, geht rechts hoch am ehemaligen Landratsamt. Oben angekommen wieder links ab in Richtung Morgenstraße,  wo u. a. der Friseur ist und man wieder auf die Apotheke und die Ärztehäuser zufährt.“

Anwohnerparken 2

Anwohnerparken 3

Im Laufe der Jahre kennt der 42Jährige nahezu alle Anwohnerfahrzeuge. „Und ich würde schon sagen, dass da alles besetzt ist, wenn allein diese da parken.“ Und es seien in der letzten Zeit auch immer mehr Fahrzeuge dazu gekommen, ohne dass sichtlich ein größerer Zuzug stattgefunden habe (vom Neubau neben dem Sparkassenparkplatz einmal abgesehen).

Christian Nollau wohnt jetzt seit 10 Jahren in dem Viertel. Mit dem seit 7 Monaten gesperrten Sparkassenparkplatz (wegen des Umbaus der Geschäftsstelle) habe die leidige Situation nicht wirklich viel zu tun. „Es ist auch nicht besser, wenn der Sparkassenparkplatz offen ist. Nur dass die von außerhalb dann meistens 1-2 mal rumfahren und dann aufgeben. Nur haben wir als Anwohner diese Option natürlich nicht.“

Manchmal, wenn es zu lange daure, müssten die Bewohner tatsächlich außerhalb parken, schildert Nollau. „Da ist die nächste Möglichkeit oben an der Uni – Uhlandstraße -, wo man auch gerade am Wochenende nicht so gerne den Wagen abstellt…  oder mit viel Glück weiter oben auf dem Seitenstreifen der Morgenstraße ist was frei. Meine Frau musste aber auch schon mal bis in den Peukinger Weg am Sportplatz ausweichen, obwohl sie auch alle Tricks beim Parkplatzsuchen kennt und kein defensiver Typ ist.“

Für den Burgviertel-Bewohner steht fest, dass es insgesamt viel zu wenig Plätze für Anwohner UND Auswärtige gibt. 

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Die Stadt Unna kennt das Problem, die Politik kennt es auch. Deshalb wird derzeit für den gesamten Innenstadtbereich ein neues Parkraumbewirtschaftungskonzept erstellt (auch wir berichteten hier schon einmal darüber – der Anlass war die prekäre Parksituation im Bereich Klosterstraße/Schäferstraße/Gesellschaftsstraße). „Gemäß Beschluss im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr am 20. 4. soll das Parkraumbewirtschaftungskonzept im nächsten Jahr vorliegen„, verweist Stadtsprecherin Katja Sahmel an die jüngste ASBV-Sitzung.

Zum Thema Bewohnerparken: Der Anspruch auf Erteilung eines Bewohnerparkausweises ist tatsächlich unabhängig von der tatsächlichen Parkplatzzahl. Wer zuerst kommt, parkt zuerst. Katja Sahmel zitiert aus den Verwaltungsvorschriften zu § 45 Straßenverkehrsordnung (Nr. 35.7): Danach haben „diejenigen einen Anspruch auf Erteilung eines solchen Ausweises, die in dem Bereich meldebehördlich registriert sind und ein auf sie zugelassenes oder dauerhaft genutztes Kraftfahrzeug haben.“ Wie gesagt: Unabhängig davon, ob es denn tatsächlich Parkplätze gibt.

Näheres zum Thema Bewohnerparkausweise:

http://www.buergerservice.unna.de/b%C3%BCrgerservice+unna/buergerservice-unna/parkausweise/

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Kommentare (41)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Dasleidige Thema Parken sorgt überall für Probleme. Meines Erachtens liegt der Grund dafür darin, daß die Städte einfach nicht gebaut sind um soviel Auto’s aufzunehmen. Zeiten haben sich geändert. Früher hatte nicht mal jede Familie ein Auto und Heute haben viele Familien 2 oder 3 auto’s. Jeder will am Liebsten sein Auto so nahe wie möglich bei der eigenen Tür parken und das wird in einer Innenstadt nicht mehr gehen. Da ist Umdenken gefragt.

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Absolut richtig Helmut, allerdings ist es auch ein Problem, wenn mehr Anwohner Parkausweise ausgegeben werden, als tatsächlich Stellplätze vorhanden sind.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Im vorliegenden Fall liegt es außerdem – sehr offenkundig – daran, dass die wichtigen Anwohnerparkplätze von anderweitig Parkenden blockiert werden. Eine Plakette garantiert ja keinen Parkplatz. Wer jemals im DO-Klinik4tel oder im Kreuz4tel gewohnt hat, kann ein Lied davon singen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      … Sven Arnt: Die tatsächliche Zahl der Parkplätze spielt tatsächlich lt. Gesetz keine Rolle – das heißt buchstäblich: Wer zu spät kommt oder zu langsam ist, guckt in die Röhre.

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Ja klar Rundblick, dass kommt noch dazu. Helmut trifft den Nagel schon ganz gut auf dem Kopf. Insgesamt finde ich, dass es mit den Tiefgaragen und Parkplätzen in Unna, sehr gute Möglichkeiten gibt, zu parken. Da muss man halt auch mal n paar Meter gehen, da scheinen viele nicht bereit zu sein. Für die Anwohner kann ich mir vorstellen, wie nervig das ist. Ob man aber in der City auch immer einen Anspruch auf einen Parkplatz direkt vor der Tür realistisch erwarten kann, finde ich auch fragwürdig. Blöde wäre halt, wenn tatsächlich zu viele Ausweise ausgegeben wurden. Zur Not müsste jeder einen Stellplatz zugewiesen bekommen.

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      • fürst

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        Stellplatz-Zuweisung wäre m.E. die beste Lösung.

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        • Katja Mette via Facebook

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          Naja dann steht der Platz leer in der Zeit wo die Anwohner z.B. Arbeiten. Was schon mal 8, 10 oder 12 Stunden Abwesenheit bedeuten kann. Weiß nicht ob das so produktiv is.

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        • Christian Nollau via Facebook

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          Katja Mette Ganz genau. Die Parkplätze sollen ja ruhig ausgelastet sein. Aber nur für Anwohner nach Geschäftsschluss wäre schon mal ein Ansatz. Oder eben die Preise anpassen, daß sich Leute von außerhalb den 100m-Weg zur nächsten Garage nochmal überlegen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Anspruch hat jeder, der nachweisen kann, dass er dort wohnt und ein Fahrzeug besitzt. Dafür zahlt er. Die Stadt müsste einfach rigoroser kontrollieren, wer dort OHNE Ausweis steht. Christian Nollau hat auf seinen Fotos ja gezeigt, dass das verflixt viele sind. Und als Anwohner in die TG am Bahnhof…? :-/

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Sven Arnt Das ist hier auch so. Jeder, der einen Parkausweis hat, bekommt auch einen Besucher Parkausweis. Wenn es voll ist, ist es einfach voll.

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Ne die Anwohner sollten, falls möglich, natürlich Wohnungsnah parken können. Ob man das halt immer garantieren kann ist die Frage. Ich denke da geht es echt nur mit fest zugewiesenen Plätzen und rigoroser Ahndung von Falschparkern.

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    • Christian Nollau via Facebook

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      Alles richtig soweit, aber wieso wird auf diese knapp 30 Parkplätze halb Deutschland (zmd. lt. Kennzeichen) losgelassen, wenn ein paar Meter weiter neuwertige Parkhäuser unausgelastet vor sich hingammeln. Wegen der paar Cents für Parktickets? Das will mir nicht in den Kopf….

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      • fürst

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        Christian Nollau, ich bin voll auf Ihrer Seite und kenne die Probleme nur zu gut vom Kirchplatz her.
        Parktickets kosten aber m.W. nicht nur ein paar Cent; das ist eher die Ausnahme.
        Die Parkhausnutzung auslassend, kommt sicher noch hinzu, daß manche „Schwellenangst“ und Sicherheitsbedenken haben. So eine Parhausnutzung ist nicht jedermanns Sache.

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        • Christian Nollau via Facebook

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          Da sind wir dann wieder bei dem Punkt, daß die Stadt da für vernünftige Rahmenbedingungen sorgen muss. Ein gut frequentiertes Parkhaus ohne dunkle Ecken und mit entsprechender Überwachung zieht auch kein Gesindel an. Ich werde nachher auch nochmal die aktuellen Preise hier auf den Automaten prüfen, beim letzten mal war es aber wirklich sehr günstig. Will jetzt aber vorher nichts falsches sagen…

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        • Katja Mette via Facebook

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          Christian Nollau naja im Vergleich zu anderen Städten ist es günstig. Das stimmt. Aber wenn mich ein wöchentlicher Arzttermin z.B. Immer kostet, oder mal ebend zur Bücherei zu gehen ist es schon blöd.

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        • Katja Mette via Facebook

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          Achso. Ja und der Kirchplatz ?? da sieht es teilweise sehr interessant aus ?

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    • Christian Nollau via Facebook

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      Nochmal zu den „Falschparkern“: Das hält sich noch in Grenzen. Das eigentliche Problem ist, daß es zuviele Anwohner für die paar Plätze sind, und daß sich jeder, der von außerhalb kommt, da auch noch mit drum „prügelt“, weil er dort für ganz kleines Geld stundenlang blockieren kann, nur um mal locker durch die Stadt zu bummeln. Und nochmal: Ein paar Meter (Wirklich: Meter!) sind neuwertige Parkhäuser, die alles andere als ausgelastet sind!

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Christian Nollau, da fragst du den Falschen, ich nutze die Parkhäuser sehr gerne. Ist preislich sogar ganz ok. Allen anderen empfiehlt sich mal parken in Amsterdam ?, da weiß man was teuer parken bedeutet. Ich kann euch Anwohner gut verstehen, die Leute, die nicht mal n paar Meter zu Fuß schaffen nicht so wirklich. Innenstädte sind in Sachen parken insgesamt ziemliche Spannungsfelder. Das mehr an Pkw, wie von Helmut erwähnt,macht es nicht besser.

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    • Christian Nollau via Facebook

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      Sven Arnt Ich verstehe ja sogar, daß man es zumindest mal versucht, wenn man von außerhalb kommt und hier in die Stadt will. Und nur die Stadt alleine kann da durch Änderung der Preise oder Rahmenbedingungen was dran machen. Als Anwohner muss ich aber auch ganz klar sagen, daß sich für mich die Frage, ob ich es jemandem zumuten kann, ca. eine halbe Minute zusätzlichen Fußweg bis zur Fußgängerzone zu haben, wenn die Anwohner dadurch nach vertretbaren Wartezeiten auf ihrem bezahlten Bewohnerparkplatz parken dürfen, ehrlich gesagt nicht stellt. Klingt vielleicht etwas egoistisch, aber jeder, der den Spaß hier mal längere Zeit mitgemacht hat, wird das genau so sehen.

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Christian Nollau ich bin da ganz bei ihnen.

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  • Christian Nollau via Facebook

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    Danke an RU für den ausführlichen Beitrag! Falls weitere Betroffene unter den Lesern sind, bitte meldet euch beim Rundblick oder bei mir, vielleicht können wir jetzt ja mal Bewegung da rein bringen!

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  • Katja Mette via Facebook

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    Ja, ich arbeite in der Innenstadt. Aber ich parke auch ausserhalb und laufe etwa 1km in die Stadt rein. Denn alles andere ist meistens überfüllt und morgens dort rum Kurven ist einfach frustrierend.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Die Piraten haben das Thema bezogen auf die Klosterstr./Gesellschaftsstraße aufgebracht, es jedoch ebenfalls auf die ganze Kern-City bezogen. Danke, Christoph Tetzner.

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    • Christoph Tetzner via Facebook

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      Ist ja auch ein Bereich! Prünte fällt da auch unter Die City Vignette!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Es sieht an der Gesellschafts- oder der Klosterstraße nicht wirklich besser aus, stimmt.

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    • Christoph Tetzner via Facebook

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      Für den, der Interesse hat hier nun mein Redebeitrag zur Stellplatzablösestzung:
      Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
      Herr Vorsitzender, Ratsmitglieder und sachkundige Bürger,

      bereits in der letzten Sitzung unseres Ausschusses sprachen wir kurz über die Stellplatzablösesatzung, welche nun eigentlich zum 31. Dezember 2015 auslaufen sollte. Es war bereits die 3. Änderung; nun wünscht die Verwaltung die Beibehaltung dieser Ablösesatzung bis zum 31. Dezember 2018. Bei selbstkritischer Betrachtung hat die Verwaltung bereits in der Vorlage zur Verlängerung der Stellplatzablösesatzung in der 3. Änderung ein ernüchterndes Fazit gezogen:
      „Es konnten seit 2003 etwa 20 Bauvorhaben realisiert werden“ und es heisst weiter: „Die verringerten Ablösebeträge von 2.500 € in den Gemeindegebietsteilen I und II haben damit sicherlich die Realisierung einiger innerstädtischer Projekte erleichtert (z. B. C&A am Markt oder Umbau Commerzbank); die erhoffte städtebauliche Wirkung – nämlich die Verringerung von Baulücken – ist jedoch noch nicht in zufriedenstellender Weise eingetreten.“

      Also ist doch der Umkehrschluss ganz einfach: Es konnten Projekte realisiert werden, aber nicht in dem Maße, wie man es sich erhofft hatte. Also scheint diese Stellplatzablösesatzung gänzlich ungeeignet die Vorstellungen der Verwaltung zu städtebaulichen Umsetzungen auf unbebauten Grundstücken voranzutreiben.
      Des weiteren führten Herr Ott und Herr von Hofen in der letzten Sitzung unseres Ausschusses aus, dass die Summe von 2.500€ ausreiche, die für die Stadt entstehenden Kosten zur Schaffung von Parkraum, zu decken. Der Beweis dafür fehlt bisher gänzlich in der Vorlage. Eher sollte eine Verwaltung mal nachweisen, wie man für diese lächerliche Summe einen Parkplatz im innerstädtischen Bereich schaffen kann. Auch würde mich mal die Mittelverwendung der Einnahmen aus den bis 2012 realisierten Bauvorhaben interessieren. Ob damit auch wirklich die Schaffung von Parkraum realisiert wurde.

      Ich lese aber aus der Bemerkung der Herren Ott und von Hofen etwas ganz anderes: Wir haben hier ein einfaches Instrument mit der Stellplatzablöse, welches die Verantwortung für die Schaffung von Parkraum von privaten Investoren in die öffentliche Hand legt. Das auch noch mit einem um 9.000€ verringerten Betrag. Bei Prünte heißt dies, bei 50 nötigen Parkplätzen eine Ersparnis von 450.000€, falls alle Plätze abgelöst werden.
      Die Blüten dieser verfehlten Planung des ruhenden Verkehrs in unserer Kreisstadt können wir bereits heute sehen:
      Im Bereich des innerstädtischen Gebietes um die Klosterstraße haben wir folgende Zahlen: 42 Parkplätze, welche mit Anwohnerparkausweis bewirtschaftet werden bei 61 Parkberechtigungen. Jeder 3. Anwohner schaut in die Röhre bei der Allabendlichen Parkplatzsuche. Verheerender sind die Folgen im Bereich Innenstadt, wo zusätzlich noch die Parkflächen entfallen sind, welche vorher zur Parkraumbewirtschaftung von der Stadt angemietet waren auf dem jetzigen Bauvorhaben Prünte.
      Weiter möchte ich auch noch kurz zu den Planungen der Stadt und ihrer WBU Stellung nehmen: Es wird verfolgt, künftig den ruhenden Verkehr in die Parkhäuser zu leiten. Entsprechende Preisanpassungen wurden auf den oberirdischen Parkflächen vorgenommen um dieses Ziel zu erreichen. Für die Anwohner des Bereichs Innenstadt (Klosterstraße, Schäferstraße, Gesellschaftsstraße, etc.) bedeutet dies die künftige Benutzung der Parkhäuser; leider ist genau der Bereich am weitesten von Parkhäusern der WBU entfernt.
      Im Fazit bleibt für meine Fraktion nur folgender Schluss: Wir können der Stellplatzablösesatzung so nicht zustimmen.
      Falls wir dennoch weiter ein Anreizsystem für arme, von der Insolvenz bedrohte Finanzinvestoren in unserer Kreisstadt benötigen, sollten wir hier ein Einzelfallsystem installieren, ob eine verringerte Ablöse nötig ist. Die Entscheidungshoheit sollte dafür bei unserem Ausschuss liegen. Auch sollte der Investor dabei nachweisen, dass sich eine erhöhte Ablöse für ihn nicht rechnet und er dafür eine indirekte Subvention von der Stadt benötigt.

      Als Schluss sei mir noch eine Bemerkung erlaubt:
      Unsere Stadt bietet Menschen sehr viel. Wir haben ein vielfältiges Kulturprogramm, eine Fußgängerzone mit Ladenlokalen, tolle Gastronomieangebote. Menschen in dieser Stadt leben und wohnen hier. Unabhängig von Finanzinvestoren, die Wohnraum und Gewerbefläche schaffen. Ich glaube, es wird nicht ein Investor weniger kommen, wenn wir die Stellplatzablösesatzung nicht verlängern, da Unna attraktiv und dynamisch ist und die Menschen herzlich sind.

      Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

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  • Christoph Tetzner via Facebook

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    Das Thema ist ja bekannt, dennoch setzt die Stadt weiter auf die Stellplatzablöse für Investoren!

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    • Christian Nollau via Facebook

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      Die Stadt hat da glaub ich ein sehr realitätsfremdes Bild, ganz einfach. Wenn man nach der Schicht nach Hause kommt und nur noch was essen oder die Familie sehen will, und dann erstmal ewig lang (1/2h ist keine Seltenheit) vor der eigenen Türe warten muss, da kommt schon richtig Freude auf, kann ich Ihnen sagen! 😉

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      • Christoph Tetzner

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        Das verstehe ich gut! Hier geht es den Anwohnern auch nicht besser; nur obendrauf gibt es meist eine Knolle, da man sich dann doch noch in das Hlteverbot stellt. So verdient man doppelt: Parkausweis und regelmäßig Knollen! ?

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  • Marcus Stadel via Facebook

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    Wenn man da hinzieht weiss man es doch vorher…

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Marcus Stadel: Im Bericht steht, dass sich die Situation merklich verschärft hat. 😉

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    • Petra Nollxx via Facebook

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      Richtig! Als ich hierhin gezogen bin, waren hier 3 Häuser weniger… dafür aber 16 Parkplätze und 3 Garagen mehr.
      Zugegeben: ich wohne schon etwas länger hier. ?

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  • Ines Katzorke via Facebook

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    Wir wohnen ebenfalls Innenstadt, Ecke Arbeitsamt, katholisches Krankenhaus. Quasi immer Parkplatz Not, auch wenn Parkhäuser hier vorhanden sind.
    Vielleicht wäre es ein TrostPflaster wenn zu Stadtfesten der Arbeitsamt Parkplatz am Wochenende für Anwohner frei wäre. Er wird eh nicht genutzt an den Wochenenden. Die Parkplätze mit Ticket wären frei für Gäste, was Geld einbringt für die Stadt. Und Anwohner in dieser Ecke der Stadt, würden sich auch mal entspannt auf Stadtfeste freuen können ?

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  • Jenny Gad via Facebook

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    Kamil du hast auch das Problem …

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  • der Ape

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    …. nun, bin ich froh, dass ich nicht der einzige bin, der sich bei der Parkplatzsuche (Schulstrasse ist das Domizil) trotz vor der Tür befindlichen Parkplatz, die Haare rauft.

    … stellt sich mir manchmal die Frage, ob denn jeder der einen Anwohnerausweis hat auch berechtigt ist in der gesamten Innenstadt (innerhalb des Rings) parken zu dürfen.

    Die zitierte Aussage der Stadt, nun da bin ich immer vorsichtig mit, da kann man sich auch gut hinter verstecken, ist ja schließlich von OBEN und die Auslegung ist wieder unten durchzuführen. Man beachte einfach mal die Texte die auf den Tickets vermerkt sind wenn man z.B. in einem ‚reinen‘ Anwohnerbereich nur mit einer IN Kennung (= Innenstadt) parkt. Wenn man spitz liest, dann ergibt sich keiner wirklicher Reim darauf, aber auch hier erfolgt auf nachfrage der Hinweis, ‚Können wir nix zu kommt von oben.‘

    In diesem Sinne einen schönen Tag noch all‘ ihr Städtler in der Hoffung heut‘ mal da parken zu können wo man eigentlich könnte. Ihr seid nicht allein …. 😉

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