Rundblick-Unna » Verwirrende Zeichen statt Zebrastreifen an Weberstraße – FW/FLU ruft Bürger auf: Unsichere Querungshilfen in Unna melden

Verwirrende Zeichen statt Zebrastreifen an Weberstraße – FW/FLU ruft Bürger auf: Unsichere Querungshilfen in Unna melden

Der bizarre Querungshilfenstreit vor dem Aldi an der Weberstraße setzt sich fort. Denn die Freien Wähler lassen nicht locker. Sie finden: Was die Stadt dort veranstaltet – nachdem sie zuvor ein Jahr lang gar nichts veranstaltet hat – wird immer absurder.

Klaus Göldner

Klaus Göldner

Denn nun prangen dort, wo vorher gar nichts war, Zeichen auf der Fahrbahn. „Ein Gebilde, das mehr verwirrt als Sicherheit schafft“, kritisiert Klaus Göldner, Chef der Fraktion FW/FLU, in einem Antrag vom heutigen Sonntagmittag. „Die aufgebrachten Striche und Piktogramme verpflichten weder Fußgänger noch Fahrzeugführer verbindlich zu einem klaren Verhalten an dieser Stelle. Sicherheit sieht anders aus.“

Bislang habe die Stadtverwaltung hier an dieser Stelle „mit allen Mitteln erfolgreich versucht, einen rechtlich verbindlichen Zebrastreifen mit vielerlei Begründungen zu verhindern“, schimpft der streitbare Freie Wähler-Vorsitzende und Polizist. „Nur ca. 100 Meter entfernt duldet sie aber zugleich eine Querungshilfe, die keiner der von ihr selber angeführten Regeln entspricht.“ Der fragliche Bereich befindet sich an der Kreuzung Mozartstr./Ecke Beethovenring in einer Kurve. Klaus Göldner hat die Stelle zur Illustrierung fotografiert (Bild unten).

Mozartstrße Beethovenring

Mozartstr./Beethovenring: Zebrastreifen, unübersichtlich in einer Kurve. Solche gibt es viele in Unna.


 

„Hinzu kommt die nicht hinnehmbare Tatsache, dass dieser Überweg durch Verkehrszeichen ,gesichert´ werden soll, die es laut Straßenverkehrsordnung gar nicht gibt„, untermauern die Freien Wähler ihre Überzeugung, dass die Verwaltung hier Willkür regieren lässt. „Von dieser Sorte gibt es im Stadtgebiet noch andere Beispiele, die nicht dadurch schönzureden sind, dass ihre Anlage zu früherer Zeit erfolgte.“

Genau deswegen hatte die FW/FLU auch ein „Querungshilfenkataster“ gefordert. Zugegeben mit ziemlichen Aufwand verbunden soll diese Auflistung das sichere Queren von Fahrbahnen an allen Stellen Unnas möglich machen. Auf dass Sicherheit ncht davon abhänge, in welchem Jahr oder Jahrzehnt ein Zebrastreifen auf die Fahrbahn gepinselt wurde.

Doch im Hauptausschuss wollten sich die Fraktionen mehrheitlich nicht mit einem solchen Kataster beschäftigen, schoben den Antrag in den Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung (der tagt wieder nach der Sommerpause). Die CDU fand das Ansinnen der Freien Wähler gleich komplett überflüssig, viel zu großer Aufwand, argumentierte Fraktionsvorsitzender Gerd Heckmann (wir berichteten).

Die FW/FLU lässt jedoch eisern nicht locker. „Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass ein solches Kataster in einer gut geführten Ordnungsverwaltung bereits vorliegt“, spitzt Göldner ganz im Gegenteil seine Anwürfe an die Verwaltung ironisch zu. „Das Argument der Arbeitsüberlastung dürfte also hier nicht greifen.“

Jedenfalls habe die Verwaltung schon im Januar 2012 nach einem schweren Unfall auf der Friedrich-Ebert-Straße sämtliche Fußgängerüberwege im Stadtgebiet aufgelistet, hat Göldner nachrecherchiert. „Mängel wurden festgestellt und deren sukzessive Beseitigung zugesagt. Die Tagespresse hat damals breit darüber berichtet.“

Den Aufruf der Freien Wähler geben wir hier gern an unsere Leser weiter:

„Die Bürger dieser Stadt sollten Ihr Umfeld aufmerksam beobachten und ihrerseits diejenigen Querungshilfen melden, die nicht genügend Sicherheit bieten.“

Kontakt zur FW/FLU:  02303-103350, klaus.goeldner@fw-flu-fraktion.de,    www.fw-flu-fraktion.de

Kommentare (2)

  • Mape Dose via Facebook

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    Verwirrend? Huuuäää…wie jetzt …versteh ich nicht….was ?!? 😉

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  • Fürst

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    Verwirrend, ja.
    Auch ich verstehe jetzt nur noch Wichtigtuerei. Nur die blieb bei mir hängen.

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