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Verstärkung für Polizei – punktuell in „Problembezirken“

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat am Wochenende eine punktuelle Verstärkung der Polizei angekündigt. Allerdings nicht flächendeckend, sondern „punktuell“ im Kampf gegen arabische Großfamilien, sagte Jäger der „Rheinischen Post“.

Es gebe im Ruhrgebiet Stadtteile, in denen einzelne arabische Großfamilien ganze Straßenzüge „für sich reklamierten“. Alle Polizeibehörden im Land, die mit diesem Problem zu tun hätten, will Jäger personell besser ausstatten. Ob das durch Neueinstellungen geschehe oder aber durch das Abziehen von Polizeibeamten aus „ungefährlicheren“ Bezirken, sagte der Innenminister nicht. Dazu entwickele man Konzepte.

Die Problembezirke liegen z. B. im Dortmunder Norden oder im Duisburger Stadtteil Marxloh, wo es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Übergriffen arabischer Clanmitglieder auf Polizisten gab. Jäger bestritt gegenüber der RP jedoch gleichzeitig, dass es in NRW sogenannte „No-go-Areas“ gebe, in die sich die Polizei nicht mehr vorwage.

Für ländlich strukturierte Bereiche wie den Kreis Unna dürfte die Ankündigung des Innenministers kaum relevant sein. Hier schneiden indessen in den nächsten Wochen sowohl die CDU Unna-Oberstadt wie auch die Christdemokraten aus Fröndenberg die Frage an, ob die Polizei im Bereich der Kreispolizeibehörde ausreichend Präsenz zeigt und hinreichend personell ausgestattet ist. In Unna gibt es dazu (schwerpunktmäßig wegen des zunehmenden Innenstadtvandalismus) am 20. August ab 19 Uhr eine Bürgerversammlung im Katharinen Hof, in Fröndenberg verlangt die CDU einen runden Tisch.

Für Unna und Fröndenberg stehen zusammen drei Streifenwagen zur Verfügung, die Fröndenberger Wache ist an den Wochenenden und ab dem späten Abend nicht (mehr) besetzt.

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