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Verkehrsberuhigung erhalten: Breite Unterstützung für verkehrsgeplagte „Doppeldörfler“

Weiter Durchfahrtsverbot für Laster mit Überlänge, weiter Tempo 30 und Rechts vor Links. Die SPD in Mühlhausen-Uelzen bekam am Abend im Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung (FSO) einhellige Unterstützung in ihrer Forderung nach Beibehalt des verkehrsberuhigenden Status Quo im Dorf.

Bernhard Albers

„Was sich bewährt hat, sollte man nicht über den Haufen schieben“, nickte Ausschussvorsitzender Bernhard Albers (CDU, Bild oben), und alle anderen nickten auch: Die Stadt Unna und ihre Ratsgremien können zwar nichts in diesem Sinn „beschließen“, sie können aber auf den Kreis – auf den die Verantwortlichkeit für die Durchgangsstraßen im Unnaer Osten übergegangen ist – in vernünftigen Gesprächen einwirken: Auf dass er die Sicherheit und Ruhe der Anwohner stärker gewichtet als möglicherweise zügigeren Verkehrsfluss.

Kurz zur Erinnerung:

Nachdem die „Baulast“ vieler Unnaer Straßen von der Stadt auf den Kreis zurückgegangen ist, saniert die Kreisverwaltung nicht nur sukzessive die Fahrbahnen – was der Bürger natürlich begrüßt -, sondern sie macht auch Verkehrsberuhigungen rückgängig. Das stößt weniger auf Anklang.

Paul Raupach

Paul Raupach (SPD, Bild oben), rühriger Ortsvorsteher für Mühlhausen und Uelzen, sagte am Abend im FSO-Ausschuss, dass sich in seinem Ort großer Unmut aufgestaut hat über die Pläne des Kreises, plötzlich ad hoc rückgängig zu machen, was sich doch bewährt habe und bei allen Anwohnern auf Akzeptanz gestoßen sei.

Der Antrag des SPD-Ortsvereins spiegelt die komplette Stimmung wider“, unterstrich Raupach und fügte hinzu: „Zwei Bäume mussten außerdem fallen, zusammen mit den verkehrsberuhigenden Elementen. Das hat die Stimmung noch verschlechtert. Niemand kann so recht verstehen, wieso das alles rückgängig gemacht werden soll. Bitte lasst das bestehen!“

Man sei in den Gesprächen mit dem Kreis auf einem guten Weg, konnte Ausschussvorsitzender Albers beruhigend versichern. Etwas beunruhigt hakte gleichwohl der Grünen-Ratsherr Karl Dittrich nach: „Haben wir so etwas jetzt häufiger zu befürchten?“ Die Möglichkeit besteht, bestätigte Hans Kaufmann für die Stadtverwaltung: „Vereinbarungen (über geänderte Baulasten; d. Red.) gibt es auch für Billmerich, Lünern, Hemmerde und eben für Uelzen.“ Ja, konnte Bernhard Albers als Billmericher Ortsvorsteher  beipflichten: „Wir hatten auch schon einen ähnlich gelagerten Fall und Gespräche mit dem Kreis.“ Doch alles sei „auf einem guten Weg“.

Kommentare (1)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Wenn man eine Situation hat, mit der Alle zufrieden sind, sollte man sehr Sorgfältig sein und lieber drei Mal nachdenken, bevor man das Gute ändert. Nicht jede Veränderung ist auch eine Verbesserung.

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