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Vergoldete Tortenbäckerkunst: 50 Jahre Konditorei Grote

Das Rezept eines guten Kuchenbäckers: Man nehme viel Liebe, Erfahrung, 1A-Zutaten und vermische das Ganze nach einem jener vielen unverwechselbaren Rezepte zu einer verführerischen Köstlichkeit, wie sie die Kunden der Konditorei Grote seit Jahrzehnten lieben und genießen – auch mal ohne auf die Kalorien zu achten.

In 50 Jahren haben Grotes Kuchenbäcker um die 50.000 Torten nach obigem Rezept liebevoll kreiert – durchschnittlich drei pro Tag. Und die runden 50 Jahre sind voll, das bedeutet vergoldete Kuchenbäckerkunst. Herzlichen Glückwunsch in die Backstube am Königsborner Tor!

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Für Franz-Josef Grote und seinen Sohn Rainer ist die Konditorei nicht nur ein Traumberuf, sondern Berufung. Dem perfekt aufeinander eingespielten Vater-Sohn-Gespann stehen seit vielen Jahren Franz-Josef Grotes Ehefrau Doris und seine Schwiegertochter Patrizia unterstützend zur Seite; damit hält ein perfektes Team das Familienunternehmen lebendig und zaubert der kuchenliebende Kundschaft regelmäßig das Lächeln aufs Gesicht.

Der 29. April 1966 markiert den Beginn. Franz-Josef Grote (der übrigens aus einer großen Familie stammt – jüngstes Kind von 9 Geschwistern ist er) eröffnet gemeinsam seiner Frau Doris die Konditorei Grote an der oberen Friedrich-Ebert-Straße. Gerade mal 26 Jahre ist der junge Kuchenbäcker.

12 Jahre zuvor hat er nach dem Volksschulabschluss seine Lehre zum Konditor gemacht. Drei Jahre später geht er als Geselle nach Dortmund, wo er, 17jährig, nicht nur weitere Erfahrungen sammelt, sondern sich ein ehrgeiziges Ziel vornimmt: sich so bald wie möglich als Konditormeister selbstständig zu machen.

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Ein Intermezzo bei der Bundeswehr verzögert Grotes Plan nur kurzzeitig, gleich nach der Beendigung der Wehrpflicht geht die Karriere des Jungkonditors schnurstracks weiter: diesmal in Holzwickede, bei der Konditorei Schopp, wo er auch seine spätere Frau Doris kennen und lieben lernt: Sie arbeitet dort als Fachverkäuferin im Konditorhandwerk.

Nach weiteren gemeinsame Stationen auf Helgoland und in Neuwied landet das Paar dann wieder in NRW, diesmal in Herne im Cafe Wiacker, wo Franz-Josef Grote dann auch schließlich seine Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Dortmund ablegt. Nach einem erneuten Gastspiel in der Konditorei Schopp in Holzwickede ist es dann endlich soweit – das Traumziel ist erreicht: die eigene Konditorei Grote in Unna an der oberen Friedrich-Ebert-Straße, fußläufig zur Stadt wie nach Königsborn.

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Seither steht der inzwischen 76 Jahre alte Konditormeister Tag für Tag ab vier Uhr früh in der Backstube und fertigt mit liebevoller Emsigkeit nicht nur Brötchen, Brot und „normale“ Backwaren an – vielmehr kreiert der erfahrene Handwerksmeister mit seinen unverwechselbaren Grote-Torten und -Kuchen wahre Kunstwerke, die auch über Unnas Stadtgrenzen seit Jahrzehnten beliebt sind und für die die Kundschaft sonntags regelmäßig Schlange vor dem Laden steht.

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Seit vielen Jahren teilt mittlerweile Sohn Rainer die Kuchenbäckerleidenschaft des Grote-Seniors: Er ist selbst seit runden 25 Jahren Konditormeister und übernahm den Traditionsbetrieb 2005 aus den Händen des Vaters. Dennoch denkt der rüstige Franz-Josef Grote längst noch nicht an Ruhestand, sondern widmet sich mit ungebrochener Passion wie seit Jahrzehnten der Erschaffung außergewöhnlicher Torten, die sämtlichen großen Massenanbietern seit Jahrzehnten trotzen. Um das goldene Jubiläum mit Udo Jürgens zu besingen: „Aber bitte mit Sahne…“!

(Fotos: Thomas Karczewski)

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