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Vergewaltigungsprozess gegen 2 Asylbewerber: Mehrjährige Haftstrafen gefordert

Mit sieben Jahren Haft soll ein 24jähriger irakischer Asylbewerber die Vergewaltigung einer jungen Frau aus Hamm büßen – und sein 19jähriger mutmaßliche Komplizen soll zu einer dreieinhalbjährigen Jugendstrafe verurteilt werden. Diese Strafen forderte die Staatsanwaltschaft Dortmund im Vergewaltigungsprozess gegen zwei Iraker, nachdem jetzt die monatelange Beweisaufnahme abgeschlossen war.

Das Vergewaltigungsopfer, eine 19Jährige aus Hamm, war laut ihrer polizeilichen Aussage im August 2015 nachts von den beiden Männern auf dem Dunantweg angesprochen und vergewaltigt worden. Sie sagte bei ihrer polizeilichen Vernehmung aus, dass der Ältere sie mit einem Messer bedroht hätte, um ihren Willen zu brechen. Demgegenüber hatte der Angeklagte im Prozess behauptet: Die junge Frau sei angetrunken gewesen, der Geschlechtsverkehr hätte im beidseitigen Einvernehmen stattgefunden hätte. (Quelle hierfür: WA Hamm online).

Die Anträge der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung gehen entsprechend weit auseinander: Während der Klägervertreter für den Älteren 7 Jahre Haft fordert, beantragt dessen Anwalt Freispruch. Für den Jüngeren sieht dessen Verteidiger eine Jugendstrafe von maximal drei Jahren für angebracht.

Die Urteilsverkündung vor dem Landgericht Dortmund soll am 30. Mai erfolgen.

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