Rundblick-Unna » Verfolgungsjagd in Fröndenberg: Renitenter Iserlohner droht mit Schaufel und beißt Polizisten in Finger

Verfolgungsjagd in Fröndenberg: Renitenter Iserlohner droht mit Schaufel und beißt Polizisten in Finger

Buchstäblich mit Zähnen und Klauen widersetzte sich gestern Nachmittag in Fröndenberg ein 28jähriger Iserlohner dem Polizeizugriff: Er schwang eine Schaufel gegen die Beamten und biss einen sogar in den Finger – zum Glück trug der junge Polizist Handschuhe. Ursache für die (final erfolgreiche) Verfolgungsjagd: Eine Zivilstreife der Polizei MK beabsichtigte die Vollstreckung eines Haftbefehls wegen Urkundenfälschung.

Zu Beginn der Kontrolle winkten die beiden Beamten den 28Jährigen auf der Mendener Straße aus dem Verkehr; unmittelbar an der Stadtgrenze zwischen Menden und Fröndenberg. Doch plötzlich gab der 28-jährige Iserlohner Gas und versuchte zu flüchten. Als der Wagen ruckartig nach vorne schoss, stürzte einer der beiden Beamten (46 Jahre alt) und verletzte sich leicht. Im Wegbrausen streifte der Flüchtige den Zivilstreifenwagen und richtete ca. 1000 Euro Sachschaden an.

Die Beamten sprangen in den Wagen zurück und nahmen die Verfolgung über die Ruhrbrücke auf. Es gelang ihnen, den Fahrer samt PKW in der Ruhrstraße in Fröndenberg zu stellen. Da das eine Sackgasse ist, saß der renitente Iserlohner in der Falle.

Doch er widersetzte sich weiterhin massiv seiner Festnahme:  Zunächst schnappte er sich eine Schaufel, die an der Straße herumlag, und bedrohte die Beamten damit, worauf diese Reizgas sprühten und den Mann zu Boden rangen. Noch weitere Unterstützungskräfte waren jedoch nötig, um dem wild um sich Schlagenden Handfesseln anzulegen. Ab mit ihm ins Gewahrsam. Doch vorher biss der Iserlohner einem 23-jährigen Polizeibeamten noch kräftig in den (behandschuhten) Finger – auch der junge Beamte erlitt dadurch eine leichte Verletzung.

Der 28-Jährige wurde ohne Umwege in die nächste JVA verfrachtet. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Die Ermittlungen zum Vorfall dauern an.

Kommentare (3)

Kommentieren