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Urteil rechtskräftig: Auch mit künstlichem Busen zur Polizei

Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, seit heute ist das Gerichtsurteil rechtskräftig: Auch eine Frau mit künstlichem Busen darf Polizeibeamtin werden.

Damit hat eine 33 Jahre alte Krankenschwester aus Dortmund einen Aufsehen erregenden Sieg für sich selbst und ihre Geschlechtsgenossinnen errungen. Sie bewarb sich im Jahr 2014 bei der Polizei – und wurde abgelehnt: wegen ihrer Brustimplantate aus Silikon. Die Behörde argumentierte mit erhöhtem Verletzungsrisiko bis zur Dienstunfähigkeit, wenn eines der Implantate (oder beide) im Einsatz bei etwas ruppigerem Körperkontakt im Polizeieinsatz beschädigt würde.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschied jedoch im November zugunsten der Klägerin. Nun darf sich die Polizistin in spe, die sich ihre Brüste aus kosmetischen Gründen hatte vergrößern lassen, erneut für den Polizeidienst bewerben.

Kommentare (2)

  • Helmut Brune

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    Ob das Risko dadurch wirklich Größer wird, kann man im Voraus wahrscheinlich nicht bestimmen. Es ist natürlich stark im Trend, solche kosmetischen Korrekturen zu machen. Ich persönlich mag das nicht so. Meine Devise ist eher, bekenne dich zu deiner Person und zu deinem Körper. Größere Brüste machen keine schönere Frau aus dir.

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  • Lars Köhle

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    Selbstverständlich ist es völlig korrekt, dass die einstellende Behörde hier genauer hinschaut.
    Silikon Brustimplantate bergen nun einmal diverse gesundheitliche Gefahren und machen weitere medizinische Eingriffe unabdingbar.
    Hier muss also eine Behörde im Vorfeld entscheiden, ob das Risiko im Sinne einer vollständigen Verwendungsfähigkeit, auch im Sinne des Steuerzahlers, tragbar ist.
    Es gibt erhöhte Verletzungsgefahren, Folgeoperationen und damit abzusehenden Ausfall beim Austausch der Implantate und weitere noch nicht abzusehende mögliche Folgeschäden.
    Hier war es also definitiv richtig, eine höchstrichterliche Entscheidung herbeizuführen.

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