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Unnas Bahnhof soll ab 2019 endlich IC-Haltepunkt sein

Noch vor 2020 soll der Bahnhof der Kreisstadt Unna endlich Intercity-Haltepunkt sein. Dies vermeldete die Verwaltung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr. Die Bahn hatte bereits im Mai angekündigt, dass sie Unna in die Planungen für neue IC- und ICE-Haltestellen aufnehmen wolle. Dieser Vorsatz ist jetzt konkret für das Jahr 2019 gefasst.

Freude über die Ankündigung herrschte bei der Ankündigung der DB-Offensive vor allem bei den Grünen. „17 Jahre, nachdem Unnas letzter Interregio gestrichen wurde, kündigt die Bahn an, Unna ins IC-Netz einzutakten“, verwies der langjährige frühere  GAL-Ratsherr Hermann Strahl auf Unnas einstige ÖPNV-Tugenden. Die Adelung des Unnaer Bahnhofs zum Intercity-Haltepunkt ist aus Sicht von Bahnfreunden überfällig. Unna sei schließlich Einstiegs- und Umstiegsbahnhof nicht nur für Nachbarstädte. „Zwar kommen wir über Hamm schnell nach Berlin und in den Norden, doch der Bummelzug nach Köln als Umstiegsknoten nach Süden und Weste, motiviert wenig zum Bahnreisen“, so Strahl.

Optimisten hoffen auf zwei IC-Linien für Unna. Die alte Interregio-Linie Frankfurt-Siegen-Münster-Norddeich soll zumindest bis Münster reanimiert werden; und dann sprechen besonders viele Argumente für einen Halt der Berlin-Köln-ICE-Verbindung – die Unna ohnehin kreuzt. „Bis in die 80er hielt in Unna auch ein D-Zug nach Dresden“, erinnert sich Strahl.

Flankierend mahnen die Grünen schon seit Langem einen barrierefreien Umbau des Bahnhofs an. „Ein aufgewerteter IC-Umstiegsbahnhof, auf dem Rollstühle, Kinderwagen, Räder und E-Bikes keine Aufzüge finden, geht nicht.“ Selbst in Fröndenberg werde aktuell eine zeitgemäße Bahnhofsrenovierung vorgenommen. Diese wird, wie berichtet, noch bis ca. Ende des Jahres dauern. Die Bahn nimmt dafür rund 6 Millionen Euro in die Hand.

Der Begriff Intercity (IC) wird in vielen europäischen Ländern für meist nationale Qualitätszüge mit komfortablem Wagenmaterial, längerem Laufweg, hohen Reisegeschwindigkeiten und gegenüber anderen Zügen wenigen Zwischenhalten verwendet. In einigen Ländern ist der IC zuschlagpflichtig. Kennzeichnend für deutsche ICs sind auch feste Linien und Taktfahrpläne.

Kommentare (12)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Ist doch ne tolle Sache. Allerdings schliesse ich mich da bei den Grünen an. Wenn doch verbaut wird, dann auch alles Behindertengerecht machen, ohne Barrieren.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Da ist Fröndenberg schon weiter, Helmut Brune. 😉 Dort gibt´s noch in diesem Jahr einen sehr schicken nagelneuen Bahnhof.

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Die Fröndenberger haben eben ihre Vorzüge. =D

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    • Anni Richarz via Facebook

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      Das sehe ich auch so. Da wir nicht wussten, dass man das Ankommen rollstuhlbedürftiger Menschen 2 Tage vorher ankündigen muss, mussten wir zwei Bewohner samt Rollstuhl diese Treppen runtertragen! Das war definitiv nicht schön. Behindertengerecht sollte er definitiv erstmal werden

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  • Hans-Ulrich Voß via Facebook

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    Unwirtschaftlich².
    Hamm – Unna – Dortmund – Hagen. Jeweils ICE-Halte. Der Zug lebt davon, seine Geschwindigkeit ausfahren zu können und nicht alle Naselang wieder heruntergebremst zu werden, nur weil sich die Bürgermeister irgendwelcher Kleinstädte profilieren wollen.

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Warum erst 2019?

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  • Jama To via Facebook

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    ICE hält auch Heutzutage in Unna! Hält zwanzig Meter weiter! In Gründe könnte man auch einsteigen und aussteigen!

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  • Jama To via Facebook

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    Viel wichtiger wäre es, wenn die Fahrstuhl nicht ständig Defekt wäre!!!

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  • Markus Antonius

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    Dieses Land könnte Schnellzüge haben, die den Namen auch verdienen, wenn der Nahverkehr vernünftig in den Fernverkehr eingetaktet wäre – so wie in der Schweiz. Mich kotzt es auch an, daß die letzte Meile ebenso lange dauert, wie die Fahrt quer durch NRW. Aber Halt an jeder Milchkanne, und mehr ist Unna nicht, kann nicht die Lösung sein. Aber von Ökos und Sozen ist ja auch kein wirtschaftlicher Sachverstand zu erwarten.

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