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Union-Fans kündigen Pyro-Spektakel an: „Dortmund soll brennen!“

„Dortmund soll brennen!“  Unter diesem Schlachtruf planen Anhänger des Fußballclubs Union Berlin nach Informationen der Berliner Zeitung (B.Z) am heutigen Pokalabend ein gigantisches Pyro-Spektakel im Signal Iduna Stadion. Verschiedene Fanclubs sollen sich laut Kenntnissen der B.Z. mit Bengalos und Blitzlichtern in Wert von über 2500 Euro eingedeckt haben.

Bengalfackeln brennen mehrere Minuten mit einer Hitzeentwicklung von über 1000 Grad. „Üblicherweise zünden Ultras dieses Feuerwerk zu Beginn der zweiten Halbzeit“, weiß die Berliner Zeitung.

Abbrennen von Pyrotechnnik („Bengalfeuer“) ist nicht nur im „Wohnzimmer“ des BVB strengstens verboten – es bestehen Lebensgefahren. Was zur Besorgnis Anlass gibt: Union Berlin gehört zu jenen Fußballklubs, die einen Ehrenkodex zum Gewaltverzicht im Stadion aus dem Jahr 2012 bis heute nicht unterschrieben haben.

UPDATE ca. 21 Uhr: 4 Polizeibeamte wurden am Nordausgang des Hauptbahnhofs durch Berliner Gewalttäter verletzt, die einen Polenböller auf die Beamten warfen. Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung werden eingeleitet.
Ab etwa 18 Uhr reisten tausende Fans mit Sonderzügen am Hauptbahnhof Dortmund an. Zwei von ihnen, stark betrunken, wurden nach Körperverletzungsdelikten in Gewahrsam genommen.
Etwa 1500 Berliner haben sich unter Polizeibegleitung von der U-Bahnhaltestelle Westfalenhallen zu Fuß auf den Weg zum Stadion gemacht. Sie erreichten gegen 19.30 Uhr den Fußballtempel.Bei den Einlasskontrollen der Gäste kam es zu Verzögerungen und Gedränge. Umgehend wurden Maßnahmen vom BVB zur Entlastung ergriffen. Dazu Verkehrschaos ab etwa 19 Uhr – verstopfte Anfahrtswege, Parkplatzsuche und ein überfüllter Hauptbahnhof. Der Anpfif verzögerte sich.

 

union

 

PRESSEMITTEILUNG DER POLIZEI DORTMUND DAZU

Pyrotechnik, zum Beispiel Feuerwerk und Leuchtfackeln, ist sehr gefährlich. Denn es besteht ein hohes Risiko, dass es zu Verletzungen kommt, wie etwa Gehörschäden, Knalltraumata oder Verbrennungen. Der Einsatz von Pyrotechnik ist daher in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Bahnhöfen grundsätzlich verboten. Insbesondere in größeren Personengruppen darf Pyrotechnik grundsätzlich aufgrund der Verletzungsgefahr nicht verwendet werden.  Bereits das Mitführen von Pyrotechnik führt zu polizeilichen Maßnahmen gegen den Besitzer.

Sollte in der heutigen Anreise zum Pokalspiel in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Bahnhöfen Pyrotechnik verwendet werden, müssen die Verursachter mit einer entsprechenden Anzeige der Bundespolizei und gegebenenfalls auch mit dem Verbot der Weiterfahrt rechnen. Straftäter werden das Stadion nicht erreichen!

 

(Foto: Archivbild von 2015)

Kommentare (3)

  • Helmut Brune

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    Ultras sind ordinäre Schwachköpfe, die nur auf Randale aus sind. Kein Verein wird wirklich glücklich sein mit solchen Anhängern. Fans darf man die auch nicht nennen. Da muß beim Einlass ins Stadion sehr streng kontrolliert werden.

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    • Max Oststadt

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      Alle Ultras direkt als Schwachköpfe abstempeln. Super Herr Brune.
      Wenn man von einer Materie keine Ahnung hat sollte man einfach mal nix schreiben.

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  • M.B.

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    Zitat: „Bereits das Mitführen von Pyrotechnik führt zu polizeilichen Maßnahmen gegen den Besitzer“
    Ach gar? Welche denn? Vorübergehend den Knaller sicherstellen und nach dem Spiel wieder auf der Wache abholen lassen?
    Man darf also vor Sylvester keine Knaller beim Diskounter kaufen und damit Bahnhöfe und öffentliche Verkehrsmittel betreten?
    In der roten Unterschrift wird dann allerdings über die „Verwendung“ geredet, das diesbezügliche Verbot ist klar.
    Aber zum „Mitführverbot“ fehlt irgendwie eine Info.

    Ich stecke da in der Fußballthematik nicht drin, ob jetzt alle Ultras Schwachköpfe sind oder nicht, ist mir auch schnuppe.
    Aber was mich ärgert ist, daß dieser ganze Polizeispaß von mir als Steuerzahler mitfinanziert wird.
    Wenn es bei anderen Sportarten (zB Sportschießen) auch nur den Bruchteil von Randale, Tote, Verletzte und Polizeieinsätze geben würde, wären diese Sportarten längst verboten oder würden ohne Publikum abgehalten.
    Grundgesetzlich garantierte Demos werden aus „Sicherheitsgründen“ verweigert, aber Fußballspiele auch dann durchgezogen, wenn aufgrund der jeweiligen Fangruppen schon Randale sicher ist.
    Ich würde die Kosten auf die Vereine umlegen. Müssen sie sich halt Sicherheitsleute einkaufen und wenn die Polizei zusätzlich ausrücken muß, kostet das eben auch noch zusätzlich. Läßt sich locker über etwas niedrigere Spielergagen reinholen.
    Wenn das nicht gewaltfrei klappt, wird eben ohne Publikum nur für den Fernseher gespielt.
    😉 Jetzt dürft Ihr mich steinigen.

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