Rundblick-Unna » „Unhaltbare Zustände“ in Landesstelle: Piraten/Linke fordern Stadt zum Handeln auf

„Unhaltbare Zustände“ in Landesstelle: Piraten/Linke fordern Stadt zum Handeln auf

Bei Wind und Wetter stehen die Flüchtlinge in der Landesstelle draußen vor der Kantine in der Warteschlange, im strömenden Regen wie heute oder wie gestern sogar von Schnee umwirbelt.

Für die Piraten und die Linkspartei im Unnaer Rat ist das unhaltbar. Sie fordern, dass die Stadt dem Land in der Kantinenfrage „Amtshilfe“ anbietet. Konkret, dass sie selbst tätig wird, um den vor einem Jahr vom Land zugesicherten Umbau der Kantine endlich zu realisieren.

Landesstelle Massen Essensausgabe

In einer gemeinsamen Petition von Piraten und Linken an den Rat heißt es dazu:

Die Stadt möge dem Land anbieten, dass sie die Sanierungs- und Umbauarbeiten für die Landesstelle selbst vergibt (Handwerkerfirmen damit beauftragt).

Die Kosten trägt – natürlich – das Land. Die Stadt soll lediglich „Amtshilfe“ geben.

Zum Hintergrund:

Der frühere Regierungspräsident Bollermann versprach vor fast einem Jahr bei einer Grünen-Veranstaltung auf dem Campusgelände, die Probleme mit der Kantine zeitnah anzugehen. Erneuert wurde lediglich die Zuwegung, es wurde ein Steg aus Holz gebaut.

„Die Menschen stehen weiter bei jedem Wetter unter freiem Himmel und sind dem Wetter ausgesetzt“, schreiben die Antragsteller in ihrer Petition. „Hinzu kommt der Wegfall des Kindergartens als Spielstätte für die Kinder, da hier die provisorische Kantine installiert wurde. Diese … ist bei weitem nicht auf die Anzahl an Menschen ausgelegt. Eine Versorgung der Menschen ist dort nur unter erschwerten Bedingungen möglich.
Da sämtliche Instanzen mit der Situation überfordert zu sein scheinen, liegt es nur auf der Hand, unsere Vergabestelle im Rahmen der Amtshilfe anzubieten. Dies geht natürlich nur, nach einem entsprechenden Ersuchen des Landes NRW. Die Vergabestelle wird ja bereits interkommunal von der Stadt Unna, Bönen und Fröndenberg genutzt. Ein Zeichen für die gute Arbeit, welche in Unna in der Vergabestelle geleistet wird.
Dies würde es ermöglichen, der Landesstelle zeitnah zu helfen und somit die unhaltbaren Zustände an der Landesstelle abzustellen und gesundheitlichen Problemen vorzubeugen.“

Landesstelle 4

Brach liegender Spielplatz in der Erstaufnahmeeinrichtung. Auch hier hatte längst etwas passieren sollen, erinnern Piraten und Linke.

Kommentare (44)

  • Markus

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    Fällt denen ja früh auf oder sind die Flüchtlinge gerade erst eingezogen?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Im Text steht es, Markus. Es ist schon vor einem Jahr aufgefallen. Das Land versprach Abhilfe. Die kam bis heute nicht.

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    • Christoph Tetzner

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      Hallo Markus!
      Der Politik im Rat ist das bewusst und das Land weiss mindestens seit 1 Jahr bescheid. Herr Regierungspräsident Bollermann hatte auch vor 1 Jahr abhilfe versprochen….. Seither wird fast bei jeder Sitzung des Rates nachgefragt, wie der Sachstand bezüglich der Kantine ist…..

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Das Problem wirds wohl nicht nur in Massen geben sondern in vielen Städten. Ich bezweifele, ob Frau Merkel mit ihrer Willkommenspolitik, daran gedacht hat, daß es bei den überfüllten Auffangmöglichkeiten diese Probleme geben würde. Alles ist einfach viel zu Schnell gegangen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Weder die Kommunen noch das Land können ihre überwältligende Aufgabenflut derzeit bewältigen, Helmut Brune, ja – deswegen bleibt so viele, was zugesagt war (wie im Fall der Landesstelle), schlicht liegen.

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  • Hans Kammler via Facebook

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    Ich denke im regen stehen ist besser als im bombenhagel.

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    • Christoph Tetzner

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      Das mag sein, Hans Kammler! Dennoch sollten gewisse Standards eingehalten werden, wenn zumal due Gesundheit der Flüchtlinge gefährdet ist und medizinische Behandlungen dadurch nötig werden.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Christoph Tetzner kommentiert via Rundblick-Unna:

      Das mag sein, Hans Kammler! Dennoch sollten gewisse Standards eingehalten werden, wenn zumal due Gesundheit der Flüchtlinge gefährdet ist und medizinische Behandlungen dadurch nötig werden.

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    • Sebastian Tubby via Facebook

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      Von welchen Standards sprechen wir hier? Wenn ich z.B. an die Zustände in den Heimtländern der Bewerber denke ist alles was fern ab davon ist schon ein erhöhter Standard. Sicherheit sollte die erste Forderung und das erste bestreben sein und nicht eine eigene Wohnung und ein Dach über dem Kopf beim Schlangestehen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Sebastian Tubby, dazu kurz erläuternd von uns: Eine „Forderung“ der Flüchtlinge gab es diesbezüglich nicht, sondern die Politiker wurden nach eigener Anschauung aktiv.

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    • Michaela Schmitz via Facebook

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      Geschmackloser geht es nicht, oder?
      Was für ein dummer Kommentar!

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    • Hans Kammler via Facebook

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      Was ist daran geschmacklos und dumm? Ist es nicht besser im regen als im bombenhagel zu stehen? Obwohl, wenn ich mir die Statistiken anschaue aus welchen länder die „flüchtlinge“ kommen, denke ich das 90% der wirtschaftsflüchtlinge nicht einen Krieg erlebt haben.

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    • Sebastian Tubby via Facebook

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      Rundblick Unna. Mag sein das es in Unna bis jetzt nicht zu Forderungen gekommen ist. In anderen Städten aber durchaus

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Das wissen wir, Sebastian Tubby. Wir haben auch selbst schon darüber berichtet – als es um die syrischen Männer ging, die aus ihrer Unterkunft in Altendorf auszogen und vor dem Fröndenberger Rathaus übernachteten. Wir möchten diese Berichte trotzdem auch weiterhin differenziert betrachten. VG.

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  • Thomas R. MC-Germania via Facebook

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    Die sollen froh sein das sie ein Dach überm Kopf haben . Woanders ginge es ihnen nicht so gut .

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  • Hans Bergmann

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    Es wird Zeit, dass die Linken jetzt Regenschirme sammeln. Ich muss auch mit dem Regenschirm losgehen, um mir meine Lebensmittel für den täglichen Bedarf einzukaufen. Und ich stehe beim Wochenmarkt auch im Regen in der Schlange. Anschließend muss ich mir dann allerdings die Lebensmittel selbst zubereiten.
    Ich verstehe die ganzen Diskussionen schon lange nicht mehr. Von wegen unwürdig !!! Unwürdig ist es, wenn Menschen auf der Straße hocken, um sich etwas Geld zusammen zu betteln. Das brauchen die Zuwanderer nicht !!! Sie werden von uns versorgt. Insofern sind mir diese scheinheiligen Hinweise auf angeblich unwürdige Zustände absolut zuwider.

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    • Heike Harnagel via Facebook

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      Wenn sie auf dem Markt gehen um dort in der Schlange zu stehen um ihre Lebensmittel zu kaufen, dann denke ich das sie niemals über eine halbe Stunde oder länger dort anstehen. Sie gehen mit ihren gekauften Lebensmitteln dann schön ins warme Nest und bereiten es sich zu. Wenn die Menschen in den Flüchtlingsheimen auch eine eigene Küche hätten dann denke ich….würden sie sich ihr essen auch selbst zubereiten.
      Ich finde ihre Kommentare hier unmöglich und vor allem den Vergleich mir ihrem Einkauf. Kopfschüttel….

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    • Jama To via Facebook

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      Und genau das durften Sie nicht! Es wird hier zu Lande alles durch Gesetz geregelt! Lachhaft! Sogar werden Hotels gemietet und sogar Da dürfen Sie sich nicht selbst versorgen! Es wird voller Mittagessen bezahlt! Statt diese Menschen etwas Freiraum zu geben! Die haben andere Ess Gewohnheiten und Kultur!
      Gesetze! Verbote! Bewilligungen! …..

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    • petra weber

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      Sie stehen also beim Wochenmarkt in der Schlange, Herr Bergmann. Nicht an der Tafel. Dann hätte ich möglicherweise halbwegs Verständnis für Ihren Kommentar. Denn diese Menschen dürfen bei der Flüchtlingsproblematik nicht vergessen werden. Ebenso die Menschen, die trotz Arbeit noch als Aufstocker zum Amt gehen müssen. Die Warteschlange vor der Kantine in der Landesstelle mit shoppen auf dem Wochenmarkt zu vergleichen ist für mich ein Höchstmaß an Empathielosigkeit. Nichts desto trotz, Sie können sich gerne einen Regenschirm bei uns abholen.

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  • Jama To via Facebook

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    Wie wäre es wenn man von Serbische, Mazedonische, Bosnische Vorgehensweise lernen? Das sind kleine und armer Länder! Versuchen das Problem einigermaßen ins Griff zu bekommen indem Sie bewilligen das die Einheimischen Bevölkerung bei sich nach der Möglichkeit jemand aufnehmen! Und die Kosten für Verpflegung übernimmt der Staat!
    Nur das Problem ist, alle flüchten von Krise und Armut! Und keine will da bleiben! Die Flüchtlinge sind in Familien integriert, kochen, waschen, helfen bei der täglichen Arbeit, ….
    Werden gebraucht! Aber Arme von Krieg, Überschwemmungen, … zerstörte Staaten können nicht viel Hilfe leisten! ….. und wenn Deutschland nach außen so auftritt, und alle Eigenständigkeit weg nimmt, dann kommen alle hier!
    Wer zuerst schafft, der wird verwöhnt! Beckocht, ihre Wäsche werden gewaschen! Zimmer gereinigt! ….
    Und die verbreiten ihre Freunden, Bekannten, Familien, … wie gut Sie hier leben! …….

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Waren die Politiker auch schon mal in Ubahnschächten unter Brücken usw,oder beim Flasche sammeln dabei?

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  • Marc-Oliver Finkel via Facebook

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    Sind doch sicherlich Handwerker unter den Flüchtlingen? !

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  • Katja Vogt via Facebook

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    Welch verabscheuungswürdige Kommentare hier stehen! Ich bin wirklich sprachlos! Ich weiß nicht, welcher der Schlimmste ist! Ihr solltet Euch schämen!

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  • Peter T. Ehlert via Facebook

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    Laut Aussage des Bundespolitadels sind es Fachkräfte!

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  • Tobi

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    Was kümmert das eigentlich einen Piraten aus Unna ? Das Land wollte unbedingt das Areal für diese Zwecke. Das Land hat die Gesamtverantwortung dafür übernommen. Deshalb ist es nun ihr Ding, die Leute zu versorgen und darauf zu achten, was dort abgeht.
    Frau Vogt darf dort auch gerne bei der Essensausgabe helfen oder dort kochen, statt in ihrem Luxusladen. Andere Meinungen als verabscheuungswürdig zu bezeichnen, spricht für ihr Demokratieverständnis. Schon mal was von Meinungsfreiheit gehört ?! Solche oberlehrerhafte Einzelbewertung ist überflüssig !

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  • Marco Jedschat

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    Da kann man immer und immer wieder nur den Artikel 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland zitieren:

    Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Das gildet auch für Flüchtlinge die vor Gewalt, Krieg und/oder Verfolgung aus ihrem Land fliehen müssen.

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  • Sigrid Degner-Schulte via Facebook

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    Warum wird eigentlich so viel Tralla um die Flüchtlinge gemacht? Man sollte sich mal um die Obdachlosen und die Armen genauso kümmern, wie es bei den Flüchtlingen getan wird.

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  • Ralf

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    Ich glaube, dass hier einige Schlauschreiber zunächst einmal an ihrer Rechtschreibung arbeiten müssen. Das „gildet“ vor allem für die Vertreter der kleineren Fraktionen, die sich hier zu allen Themen immer wieder fleißig zu
    Wort melden. Angesichts der sich zurzeit in Deutschland zuspitzenden Lage, darf man vorübergehend etwas Nachsicht auch von den Flüchtlingen erwarten. Im Vergleich zu ihrer Flucht vor Tod und Elend dürfte dies doch das weitaus geringere Übel sein. Sollte es endlich gelingen, die Bemühungen auf die „richtigen“ Flüchtlinge zu konzentrieren, wäre das Problem sofort gelöst. Aber jetzt mal runter auf das hier vorherrschende Niveau: Das Gutmenschengebrabbel geht einem langsam auf die Nüsse!!

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    • Angie U Wolfgang Hinkelbein via Facebook

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      Es hibts verscheinlich für dich nichts wichtiges als die Rechtschreibung am besten du holst dir ein paar Flüchtlinge nach haus und lehrst den deutsch die es garnicht lehren wollen sondern nur das geld und die sonder Behandlung wo für Deutsche Bürgen und deren Angehörige auf der Strasse gesetzt werden

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      • Fürst

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        Ich meine auch, daß hier inhaltlich verständliche Aussagen wichtiger sind als Rechtschreibung!! Auch Menschen ohne korrekte Rechtschreibung können durchaus Wichtiges/Richtiges zum Ausdruck bringen.

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  • Jens Kampe via Facebook

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    Was spricht dagegen, einfach schnell ein Zelt für die Wartenden auf zustellen? Land hin , Stadt her.

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  • Hans Voss

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    Was soll eigentlich immer diese Formulierung von wg. „das zahlt der Staat“ bzw. die „Kosten übernimmt […] das Land“ oder „die Stadt“?
    Die entstehenden Kosten werden von den Bürgern des Staates, des Landes bzw. der Stadt über Steuern und Abgaben getragen.

    Apropos Kosten:
    Warum lässt man die Asylbewerber in den Aufnahmestellen nicht arbeiten? Zum Bsp. könnte ein syrischer Arzt doch seine Landsleute behandeln, handwerklich ausgebildete Personen könnten zu Renovierungsarbeiten herangezogen werden bzw. Putzdienste eingeteilt werden. Hilfe bei der Essensausgabe wird sicherlich auch benötigt. Für ihren Dienst werden die Menschen selbstverständlich angemessen entlohnt.

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    • Fürstenau

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      Absolute Zustimmung bezüglich der Kostenträger, aber auch bezüglich der Beschäftigungen. Weitgehende, jedoch gesteuerte Selbstorganisation.

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  • Rudolf M.

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    Es ist wirklich traurig. Das Theater um die Flüchtlinge spaltet unsere Bevölkerung. Wir holen uns Probleme ins Land, die wir vorher nicht hatten oder die längst überwunden waren. Andere Länder sind da schlauer. Deren politische Führer wissen um die Sprengkraft dieser Flüchtlingsinvasion. Danke Frau Merkel!!

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    • Hans Voss

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      Dabei sind die Flüchtlinge nur ein Sympthom einer völlig verfehlten Politik.
      Wenn man sich die Herkunftsländer der meisten „Refugees“ anschaut, liest sich die Liste wie ein „who is who“ der US-amerikanischen / „westlichen“ Interventionen. (Der (völkerrechtswidrige) Kosovokrieg wird dabei oftmals vergessen. Es sind zwar ethnisch mehr oder weniger einheitliche Nationalstaaten entstanden, die allerdings nicht die Größe haben, wirtschaftlich stabil bestehen zu können.)

      Ein Kommilitione verdeutlichte dies vor Kurzem in einem Gespräch mit einem Gleichnis aus der Automobilwelt:
      Der Flüchtling symbolisiert die Motorwarnleucht im Cockpit. Die Ursache des Problems ist allerdings vorne im Motorraum zu suchen.

      Der Protest muss sich folglich also gegen unsere Politiker richten und nicht gegen die Flüchtlinge, die vielfach schon genug mitgemacht haben.

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  • Stefan Werner

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    Hans Voss hat absolut recht. Wenn es dann demnächst mal richtig knallt, werden die Bürger sich schon erinnern, welche Parteien und Personen ihnen das und viele andere Sauereien eingebrockt haben und sich an denen abarbeiten. Die Flüchtlinge tun nur das, was wohl viele in so einer Lage täten. Si trifft keine Schuld!

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  • Dom Heinz

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    Wenn der frühere Regierungspräsident Bollermann Versprechungen gemacht hat, die bisher nicht durchgeführt worden sind, dann muss man den Sprücheklopfer mal aus seiner Villa herholen und einen Spaten in den Hand geben , damit er anfängt sein Versprechen einzulösen und ordentlich arbeiten lernt!

    Er gehört zu den Politiker, die von „wir“ immer sprechen aber immer die anderen meinen!
    Solche Leute muss man mal ganz schnell zeigen wo es lang geht und dafür voll in die private Haftung nehmen, damit sie merken das das Volk sich nicht vorsätzlich verdummen läst „

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