Rundblick-Unna » Unfallflucht in Halloweennacht: Todesfahrt wird wohl doch nie aufgeklärt

Unfallflucht in Halloweennacht: Todesfahrt wird wohl doch nie aufgeklärt

Ein 20 jähriger Mann wurde in der Halloweennacht angefahren und sterbend auf der Straße liegen lassen. Die schreckliche Unfallflucht vor fünf Jahren in Witten wird jetzt wohl doch für immer unaufgeklärt in den Akten verschwinden. Eine Aufsehen erregende Spur, in die die Ermittler zuletzt große Hoffnungen gesetzt haben, ist offenbar erkaltet. Nach einem heutigen WDR-Bericht wird die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen voraussichtlich einstellen.

Wie berichtet, entdeckten Beamte der Wittener Wache Samstagnacht hinter dem Heckscheibenwischer eines Streifenwagens einen anonymen Brief. Mehrseitig, handgeschrieben. Mit den Worten „Ich schreibe diesen Brief, um mein Gewissen bereinigen zu können …“ machte der Verfasser konkrete Angaben zur Unfallflucht.

Nach der umfangreichen Berichterstattung in den Medien meldete sich noch in den frühen Abendstunden eine Frau in der Polizeiwache, die den Brief geschrieben haben soll. Darin soll sie konkrete Details sowohl aus der Unfallnacht wie über das Fluchtauto gemacht, einen Opel Corsa.

Juristisch heikel war bereits beim Finden des Briefes, dass die Verjährungsfrist (5 Jahre) genau an jenem Wochenende ablief.  Die Staatsanwaltschaft hätte nun zu prüfen, ob hier ein Tötungsdelikt durch Unterlassung vorliegt – oder sogar ein Mord. Dann wäre der Fall – anders als bei Unfallflucht – nicht verjährt. Doch dazu wird es vermutlich nie kommen.

Kommentare (4)

Kommentieren