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Unfallflucht in Halloween-Nacht: Anonyme Briefschreiberin meldet sich

Ein 20 jähriger Mann wurde in der Halloweennacht angefahren und sterbend auf der Straße liegen lassen. Die schlimme Unfallflucht vor fünf Jahren in Witten steht möglicherweise kurz vor der Aufklärung.

Wie berichtet, entdeckten Beamte der Wittener Wache Samstagnacht hinter dem Heckscheibenwischer eines Streifenwagens einen anonymen Brief. Mehrseitig, handgeschrieben. Mit den Worten „Ich schreibe diesen Brief, um mein Gewissen bereinigen zu können …“ machte der Verfasser konkrete Angaben zur Unfallflucht.

Nach der umfangreichen Berichterstattung in den Medien meldete sich noch in den frühen gestrigen Abendstunden „eine Person“ bei der Polizei, schreibt die Polizeipressestelle Bochum; im Verkehrskommissariat sei die Person kurz darauf vernommen worden. Die Kollegen vom WDR berichten, dass es sich bei der Person, die den Brief schrieb, um eine  Frau handelt. In ihrem Brief hatte sie konkrete Details sowohl aus der Unfallnacht wie über das Fluchtauto gemacht, einen Opel Corsa.

Juristisch heikel ist an dem Fall, dass die Verjährungsfrist (5 Jahre) genau an diesem Wochenende ablief.  Die Staatsanwaltschaft hat nun zu prüfen, ob hier ein Tötungsdelikt durch Unterlassung vorliegt – oder sogar ein Mord. Dann wäre der Fall – anders als bei Unfallflucht – nicht verjährt.

Kommentare (2)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Immerhin Mutig von der Person, sich doch noch zu melden. Das schlechte Gewissen wird wohl arg gedrückt haben.

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  • Anja Seißer via Facebook

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    Ich versteh nicht wie man mit dem Gewissen so lange Leben kann. Aber Respekt vor der Person die doch noch den Mut bewies

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