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„Unerträglicher Verkehrslärm“ auf Massener Bahnhof- und Hansastraße

Der Lärm nicht mehr auszuhalten. Endlose Verkehrsströme zu allen möglichen Tageszeiten, da ständig die Autobahn zugestaut ist und Verkehrsteilnehmer sich ihre Ausweichroute durch Massen suchen. Momentan dazu noch die Baustellenampel aufgrund der Kanalbaustelle an der Nordstraße. Einer Reihe von Bürgern reicht es jetzt.

Anwohner der Massener Bahnhofstraße haben einen geharnischten Protest an die Stadt formuliert. Morgen (Donnerstag) wird er im Haupt- und Finanzausschuss beraten (17 Uhr, Ratssaal). Antragsteller Dieter Hünervogt möchte eine schleunige Überprüfung der Lärm- und Immissionssituation auf der Massener Bahnhofstraße und regt zudem an, das Park-/Halteverbot auf wenigstens eine Fahrbahnseite auszudehnen.  Elf weitere Anwohner unterstützen das Begehr.

Massener Bahnhofstr. 2

Zusätzlich stauträchtig ist die Kanalbaustelle auf der Nordstraße, die bis Oktober eine Einbahnführung mittels Baustellenampel auf diesem Teilstück der Massener Bahnhofstraße erfordert.


 

Wie Hünervogt schildert, herrsche auf der Massener Bahnhofstraße immer öfter regelrecht kollapsartiger Verkehrstumult, verursacht durch die anschwellenden Pkw- und vor allem Lkw-Ströme; insbesondere bei Staus und Sperrungen im Bereich des Unnaer- und Kamener Kreuzes. „Lärm und Abgase sind nicht mehr zu ertragen“, beschweren sich die Anwohner. „Wir möchten dagegen geschützt werden.“

Auch ein Anwohner der Hansastraße in Massen wünscht geschützt zu werden – und zwar gegen den Straßenlärm in Höhe des Massener Hofes, Hansastraße 160. „Dort ist vor Jahren die Straße auf wenigen Metern dreimal aufgerissen worden“, schildert der Anlieger (der anonym bleiben möchte) in seinem Antrag für den Hauptausschuss. „Durch die anschließende Asphaltierung sind auf einigen Metern hintereinander quer zur Fahrbahn verlaufende Vertiefungen und Erhöhungen entstanden. Besonders die darüber fahrenden LKW verursachen dadurch eine zusätzlich schwere Lärmbelastung, besonders wenn sie Stückgut oder Eisen geladen haben.“

Zudem werde auf der Hansastraße – zwischen Reckerdingsweg und der Fußgängerampel am Rewe – tendenziell gerast, reklamiert der Antragssteller. „Die Polizei hat das bisher gar nicht interessiert. Geschwindigkeitskontrollen werden nur in Höhe des Friedhofs durchgeführt, wobei die Messfahrzeuge dann unter der Autobahnbrücke stehen.“

Speziell dieser Bereich von Massen sei durch den Flugverkehr ohnehin sehr stark belastet, „wobei besonders die nach Osten startenden Flugzeuge oft einen ohrenbetäubenden Lärm verursachen“, schreibt der Bürger. „Der Verkehr auf der Hansastraße wird noch zunehmen – damit müssen die Anlieger leben. Dagegen können Lärmquellen, verursacht durch schlechte Fahrbahnausbesserungen nach Tiefbauarbeiten, leicht abgestellt werden.“

 

Kommentare (8)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Lärm und vor allem Fluglärm von startenden Flugzeugen, kann wirklich krank machen. Baustellenlärm ist ja zeitlich begrenzt und hört irgendwann vonselbst auf. Fluglärm abstellen wird wohl nicht gehen, weil da viel zu viele finanzielle Belange mitspielen.

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  • Sabine Krüger via Facebook

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    Unna Uelzen kann sich diesem gleich anschließen. Hier ist ein riesiges Verkehrsaufkommen von Soester Autofahrern, wenn die B1 sowie die A44 dicht sind… Außerdem donnern hier die LKWs seit Entfernung der Findlinge an der Twiete durch, massig, schnell und laut…. Schönen Dank!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ja, Sabine Krüger, der Rückbau der Ortsberuhigung hat aus guten Gründen für Debatten gesorgt. Den örtlichen Politikern nochmal auf die Füße treten!

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  • Maike Hünervogt via Facebook

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    Die LKW’s gehen GAR NICHT!!! In der Massener Bahnhofstraße muß ein einseitiges Parkverbot, Verkehrsberuhigung und ein Verbot für große LKW’s bzw ein Nachtfahrverbot her. Der Lärm ist unerträglich geschweige denn die Feinstaubbelastung! Ich hoffe, es gibt eine schnelle Lösung bzw. Maßnahmen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ja, Maike Hünervogt, das wünschen wir den Anwohnern. Zuweilen hat es Erfolg, wenn man sich wehrt. Vermutlich wird die Verwaltung zunächst einmal beauftragt, die Situation vor Ort genau zu prüfen. Toi-Toi-Toi jedenfalls.

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    • Michael Nicklaus via Facebook

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      Recht so , ein einseitiges Parkverbot wäre hilfreich, Verkehrsberuhigte Zonen OK, aber denkt auch an die vielen Pendler in unserem Land, pauschales Tempo 30 ist auch keine Lösung, der Straßenbelag an der alten Kaserne ist eine Katastrophe, hier wackeln alle Gläser im Schrank wenn die LKWs hier langfahren

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Die zunehmenden Dauerstaus auf den Autobahnen und die zunehmend schweren Unfälle tun ja noch ihr Übriges dazu, die Ausweichstraßen nicht nur in Massen zu verstopfen. Auf der Friedrich-Ebert-Str./Kamener Straße hat sich der Verkehr binnen zehn Jahren glatt verdoppelt. Ende nicht abehbar…

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  • Nicklaus

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    Auch die Fahrbahnen auf der MaBa sind in schlechtem Zustand, schlimm im Bereich der alten Kaserne. Wenn da die LKWs oder Busse wackelt manchmal das ganze Haus und die Gläser tanzen in den Schränken. Aber NRW hat ja kein Geld.?

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