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UKBS sieht Renaissance kommunaler Wohnungswirtschaft: 21 Wohnungen neu gebaut und weitere geplant

Die Nachfrage nach Neubau- und vor allem Mietwohnungen ist unverändert hoch im Kreis, deshalb baut die UKBS stetig neue – so wie sie vor allem Grundstücke bekommen kann. Von einer „Renaissance der kommunalen Wohnungswirtschaft“ spricht UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer, der  vor dem Aufsichtsrat in Unna eine Bestandsaufnahme ablieferte: Danach erhöhte die UKBS ihren Wohnungsbestand von Ende 2014 bis heute um 21 Wohnungen auf jetzt 2.862.

Mehr als jede Dritte liegt in Unna (1.187 Wohnungen), die übrigen verteilen sich wie folgt:  Bergkamen 410, Kamen 360, Hamm 283, Bönen 253, Holzwickede 184, Fröndenberg 129, Selm 56.

Aktuell hat das kommunale Wohnungsunternehmen zudem mehrere Bauvorhaben in Arbeit oder aber in der „pipeline“. Dazu gehören die „Neue Mitte Ardey“ im Fröndenberger Westen (Bild oben), wo 26 barrierefreie Wohnungen errichtet werden, aber auch das Mehrgenerationen-Wohnen in Unna an der Weberstraße mit 24 neuen Wohnungen in zwei Gebäude-Komplexen mit Tiefgarage. Das Bild unten zeigt den Spatenstich vor einigen Monaten.

Spatenstich UKBS Weberstraße

 

 In Bergkamen gegenüber dem Busbahnhof und dem Rathaus entstehen Neubauten mit 18 Wohnungs- und acht Gewerbeeinheiten. Schließlich sorgt die UKBS durch den Umbau der Lutherschule in Selm für weitere 13 Wohnungen – plus vier dazu durch zwei Doppelhäuser auf dem ehemaligen Schulhof.
Solarhaus UKBS
Auch für das autarke Solarhaus in Kamen (Grafik oben), das bei den Experten wegen seiner energetischen Ausrichtung bundesweit auf Interesse stößt, soll in diesem Jahr symbolisch der „Startschuss“ gegeben werden. Hier hat die UKBS nach Mitteilung von Geschäftsführer Fischer einen zusätzlichen Partner gefunden: die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen mit dem Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum.
Das Solarhaus in Kamen wird nach Fertigstellung wie berichtet aus zwei Häusern mit 30 Wohnungen zu je 61 qm Größe bestehen. Beide Baukörper werden durch eine Glashalle miteinander verbunden, die den künftigen Bewohnern als Begegnungsstätte dienen wird.
Ein weiteres ehrgeiziges Ziel hat sich die UKBS in Sachen Sozialwohnungsbau vorgenommen. In naher Zeit will sie rund 200 preiswerte Wohnungen „aus dem Boden stampfen“, wie UKBS-Chef Fischer es Anfang November ankündigte. Um dem Mangel an bezahlbaren Wohnungen zügig abzuhelfen, plant die kommunale Wohnungsgesellschaft bis zu 40 Mio. Euro ein. „Wir machen jetzt Nägel mit Köpfen“, kündigte  Matthias Fischer nach der Aufsichtsratssitzung im November an.

Die Gesellschafterkommunen der UKBS sind weiterhin aufgerufen, dem Unternehmen bebauungsfähige Grundstücke melden bzw. selbst aus städtischem Bestand zur Verfügung zu stellen.  Die Sozialwohnungsbau-Offensive für den Kreis Unna ist auch, aber nicht nur dem wachsenden Wohnungsbedarf durch die Zuwanderer geschuldet. Schon vorher waren günstige Wohnungen in vielen Städten des Kreises knapp, insbesondere in der Kreisstadt selbst. Der UKBS-Aufsichtsrat verwies bei seiner Novembersitzung nochmals darauf, dass es   kaum Leerstände gebe, hingegen ungebremst starke Nachfrage nach bezahlbaren Mietwohnungen.

35 bis 40 Millionen Euro will sich die UKBS die 200 neuen Wohnungen kosten lassen. Um Zeit und Geld zu sparen, will sie mit einem „Wiederholungsfaktor“ arbeiten – sprich, besonders einfallsreich oder aufwändig werden die Neubauten weder in Architektur noch Zuschnitt daherkommen. Mietkasernen sollen aber nicht aus dem Boden wachsen, und zeitgemäße Wohnanforderungen und energetische Aspekte werden trotz preiswerter Ausführung voll berücksichtigt, betont Matthias Fischer.

Die UKBS sprach bei der Ankündigung ihrer Offensive von einer „Herkulesaufgabe“ und bereitete die Städte und Gemeinden wohlweislich schon darauf vor, dass die enorme Investition natürlich das wirtschaftliche Gesamtergebnis schmälern werde. Ausschüttungen bis zu 24 Prozent an die Kommunen werde es dann voraussichtlich in den nächsten Jahren nicht mehr geben.

 

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