Rundblick-Unna » Über 250 „Schwarzhunde“ ermittelt – Im Bürgermeisterwahljahr ca. 50000 € Hundesteuer zusätzlich

Über 250 „Schwarzhunde“ ermittelt – Im Bürgermeisterwahljahr ca. 50000 € Hundesteuer zusätzlich

Na sowas! Mindestens 252 Hunde haben bisher „schwarz“ in Unnaer Haushalten gelebt – ihre Herrchen oder Frauchen zahlten für sie keine Hundesteuer! – Ab jetzt doch.

Denn die „Schwarzhundeermittlung“ im Auftrag der Stadt Unna hat die Steuerflüchtigen aufgespürt – über 250 allein zum Stichtag 30. 6. 2015. Da die Zählung noch länger dauerte, könnten sich noch einige Fiffis hinzugesellen. Damit rechnet die Stadt durchaus und geht – einschließlich weiteren zusätzlichen Hunden durch Zuzüge und Neuanschaffungen – von 50 ooo Euro zusätzlich an Hundesteuereinnahmen aus.

480 000 statt 430 000 Euro im Bürgermeisterwahljahr 2015. Damit hätten Unnas Hundehalter die Extrakosten für diese gesonderte Wahl spaßigerweise gleich auf Cent und Euro wieder herausgeholt.

Allein die bisher feststehenden 252 „zahlende Kunden“ zusätzlich lassen schon fröhlich die Kassen klingeln. Jeder einzelne Hund spült Monat für Monat rund 9 Euro zusätzlich in die Stadtkasse, aufs Jahr gerechnet sind das im Minimum 27  000 Euro. Denn wenn der betreffende Hund im Haushalt noch Artgenossen hat, zahlen Herrchen und Frauchen die jeweils erhöhte „Mehrlingshundesteuer“.

108 Euro im Jahr oder 9 Euro im Monat gelten nur für den Erst- bzw. Einzelhund. Im Vergleich mit anderen Städten erhebt Unna freilich eine moderate Hundesteuer und verzichtet – was längst nicht alle Kommunen tun – auf eine gesonderte „Supersteuer“ für sog. Listenhunde (Rottweiler, Bullterrier…). Diese kann in manchen Städten um das Zehnfache höher liegen als die reguläre Hundesteuer.

Hund Schröer KfU

Schon im Vorfeld der Zählung, teilt die Stadt weiter mit, wurden im Verlauf dieses Jahres 103 Hunde regulär neu gemeldet – sei es, dass ihre Besitzer neu nach Unna zogen oder dass sich Bürger zusätzlich einen Hund anschafften. „Insgesamt können als direkte Folgen der Hundebestandsaufnahme 25 000 Euro neu veranlagt werden“, teilt die Stadt als bisheriges Ergebnis mit. Dem stünden allerdings „einmalige Aufwendungen“ in Höhe von 15 000 Euro gegenüber, womit nun auch klar ist, wieviel Unna dem privaten Ermittlungsservice dafür bezahlt hat, dass er von Tür zu Tür geht und die Hunde zählt.

„Insgesamt sind Gesamterträge in Höhe von 480 000 Euro zu erwarten“, bilanziert die Stadt, im Planansatz für 2015 standen 430 000 Euro mehr. Macht eben diese obigen 50 000 Euro mehr – exakt die Kosten der Bürgermeister-Solowahl, lustiger Zufall.

Die von der Stadt in Auftrag gegebene „Schwarzhundezählung“ durch private „Hundesheriffs“ während des Sommers war von vielen Bürgern milde bespöttelt bis heftig kritisiert worden.

Hund auf Motorrad

Ob wohl auch er vor den Hundezählern mit fliegenden Schlappohren Reißaus genommen hat…? :-)

 

 

Kommentieren