Rundblick-Unna » Türkische Airline sagt Nachtflüge ab

Türkische Airline sagt Nachtflüge ab

Das Nachtflugverbot für den Dortmunder Airport ist noch nicht rechtskräftig – und offenbart dennoch bereits die ersten Konsequenzen. Die türkische Chartergesellschaft Tailwind hat ab dem heutigen Samstag (19.12.) alle geplanten Starts nach 22 Uhr vom Flugplan gestrichen. Das berichtet heute der WDR.

Bisher gab es Nachtflugverkehr am Regionalflughafen – Starts oder Landungen – nur dann, wenn sich ein Flieger verspätete.

Das Oberverwaltungsgericht in Münster kassierte die Genehmigung für Nachtflüge in Dortmund vor 14 Tagen wie berichtet ein. Ein Schlag ins Kontor für die Flughafenbetreiber, hingegen ein großer Erfolg für die Anwohner sowie auch die Stadt Unna, die gegen den spätabendlichen Flugverkehr vor Gericht gezogen waren. Das Urteil ist freilich noch nicht rechtskräftig, und vorige Woche noch beschloss der Aufsichtsrat des Flughafens in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr einstimmig, einen neuen Vorstoß bei der Bezirksregierung zu unternehmen.

Denn nach Ansicht der Airportbetreiber und des Kontrollgremiums haben die Richter die Lärmschutzinteressen der Bürger über Gebühr schwer gewichtet. Hingegen sei die wirtschaftliche Bedeutung der Nachtfluggenehmigung für den Flughafen zu kurz gekommen. Hier wolle man jetzt mit weiteren Argumenten nachlegen.

Kommentare (9)

  • Mike

    |

    Geht doch, nach 22:00 h muss niemand mehr in der Urlaub nach Antalya fliegen, das geht auch zu früheren Zeiten. Da haben die Richter richtig entschieden, die Flüge nach 22:00 h wurden doch nur angeboten um noch billiger fliegen zu können zu Lasten der Allgemeinheit, wegen ein paar Euro mussten hier die Anwohner leiden und die Lobby verkauft es als wirtschaftlich notwendig, zum Glück haben es die Richter durchschaut.

    Antworten

    • Petter Uhlenbusch

      |

      Ihrer Meinung möchte ich mich anschliessen!

      Antworten

  • Mör Ti via Facebook

    |

    Prestigeobjekte kosten immer Geld. Und deshalb ist das Klagen über die anfallenden Betriebskosten vollkommen obsolet. Niemand hat die Stadt Dortmund gezwungen an der Stadtgrenze zu Unna den Sportflughafen auszubauen. Und wenn sich der Flughafen nicht rechnet, und niemand für das entstehende Kostendefizit aufkommen will, sollte man sich Gedanken machen ob man sich weiterhin so einen Luxus gönnen möchte. Die Wirtschaftlichkeit dieses Flughafens kann nicht vom Nachtflugverbot abhängig gemacht werden. Und bitte kein wehleidiges Gejammere, dass an diesem Flughäfen Arbeitsplätze hängen. Entscheidend für Unternehmen sind Gewinne. Und nicht die Arbeitsplätze. Sonst wäre die Firma Brandt Zwieback immer noch in Hagen ansässig und die Firma Nokia würde weiterhin in Deutschland Arbeitsplätze anbieten. Ebenso wie die Firma Müller Milch und ein bekannter Armaturenhersteller aus dem Sauerland…

    Antworten

  • Stefanus Maxus via Facebook

    |

    In Summe sind alle Regionalflughäfen in Deutschland unwirtschaftlicher Nonsens. So hart es klingt, es müssen einfach fast alle über die Klinge springen, dass sich vielleicht ein oder zwei dieser Airports wirtschaftlich sinnvoll betreiben lassen.

    Antworten

  • Wierumer

    |

    Ich denke mal, wenn die Airline nach 22.00Uhr mit Gewinn fliegen würde wäre die Strecke nicht eingestellt worden. Kann mir nicht vorstellen dass die Interessen der Bürger oder gar ein eine zukünftiges Startverbot nach 22.00Uhr bei der Entscheidung eine Rolle gespielt hat. Also nur wieder ein weiteres Indiz dass die Flughafenbetreiber mit der wirtschaftlichen Notwendigkeit der Nachtflüge falsch liegen und die Entscheidung des Gerichts richtig und nachvollziehbar ist.

    Antworten

  • Petter Uhlenbusch

    |

    Der „Airport“ Dortmund such halt nach einer Daseinsberechtigung. Ich kann verstehen das die Menschen, die dort arbeiten sich gegen jedewede Veränderung stemmen. Vom Geschäftsführer bis zur Arbeiter am Kofferband. Das ist legitim. Legitim sind aber auch die Forderungen der Anwohner die sich durch den Fluglärm schlicht und einfach in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlen. Zu diesen Menschen zähle ich mich und meine Familie. Warum sollen wir uns länger von diesem defizitären Unternehmen gängeln lassen? Es gibt keinerlei wirtschaftliche Zwänge die für eine Weiterführung des „Airports“ sprechen. Von daher möchte ich mich für eine Schließung dieses Unternehmens aussprechen. Es sind schon andere, größere Unternehmen abgewickelt worden. Von daher: Kein Problem!

    Antworten

    • Wierumer

      |

      volle Zustimmung. Wobei zu dem Thema Lärmbelästigung nur immer die Ortsteile Massen, Unna Mitte genannt werden. Die Ostgemeinden Uelzen, Mühlhausen, Lünern und Hemmerde, in denen es von Grund auf einen geringeren Geräuschpegel gibt, ist der Lärm vor allem startender Flugzeuge ungleich störender. Aber auch in Heeren Werve, Bönen Bramey, Lenningsen, Werl Budberg bis hin nach Fröndeberg kenne ich Anwohner die sich über Fluglärm beklagen. Ich denke in westlicher Richtung bis hin nach Herdecke wird es nicht anders sein. Und das nicht um den Wirtschaftsstandort zu stärken sondern um überwiegend etwas mehr als 100 Touris pro Maschine in ihre Urlaubsziele zu befördern.

      Antworten

    • Mör Ti via Facebook

      |

      Wer war denn eher da? Der Flughafen oder die Anwohner? Wenn es darum ginge Arbeitsplätze zu schaffen, hätte man auf viele andere Geschäftsmodelle zurückgreifen können die finanziell erfolgversprechender sind.

      Antworten

Kommentieren