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Taschendiebe sollen jetzt im Turbotempo verurteilt werden

„Keine ausreichenden Haftgründe“ – und gleich wieder ab auf die Piste. Dies soll jetzt zum Teil unterbunden werden. In der von organisiertem Bandendiebstahl geplagten benachbarten Großstadt sollen sogenannte Schnellverfahren möglich werden, um Kriminellen im Eiltempo den Prozess machen. Das bestätigte in dieser Woche die Dortmunder Staatsanwaltschaft.

Leidlich oft müssen frisch erwischte Diebe nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt werden, weil keine ausreichenden Haftgründe bestehen. Und leidlich oft haben solche Taschendiebe (zu denen auch die sogenannten „Antänzer“ aus dem nordafrikanischen Raum stammen) keinen festen Wohnsitz. Will meinen: Sie spazieren nach der Vernehmung aus der Polizeiwache – und tauchen direkt wieder ab.

Bei den sogenannten Schnell- oder Eilverfahren hingegen können Tatverdächtige hingegen auch bei Diebstahlsdelikten bis zu einer Woche in Haft genommen und dann direkt verurteilt werden.

Andere Großstädte wie Düsseldorf oder Köln haben solche Verfahren bereits eingeführt. Vor allem gegen die organisierte Kriminalität an Bahnhöfen soll damit durchgegriffen werden.

Kommentare (4)

  • Markus Antonius

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    Anstatt durch Talkshows zu tingeln, sollte Herr Maas, der Bundesjustizminister, die Strafprozessordnung dahingehend nachschärfen, dass das Fehlen eine sfesten Wohnsitzes regelmäßig als Haftgrund angesehen werden muss. Heute ist es so, dass das Fehlen eines festen Wohnsitzes nicht als Beleg für die Fluchtgefahr gelten darf. Lachhaft!

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    • Silvia Rinke

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      Es ist vor allem auch frustrierend für die Polizeibeamten, die sich abrackern und Kriminelle fangen und sie dann direkt wieder rausspazieren lassen müssen… die Schnellverfahren sind zumindest ein erster Schritt gegen diesen Ärger.

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  • Helmut Brune

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    Endlich tut sich da mal was. Die amtlichen Mühlen Deutschlands arbeiten viel zu Träge.

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  • Werner Maag

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    Wie wäre es mit einem US-amerikanischen Ansatz?

    Drei mal erwischt und verurteilt wegen Taschendiebstahl = 3 Jahre Gefängnis + Abschiebung und Wiedereinreiseverbot.

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