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Syrerin in Mendener Unterkunft belästigt: Ehemann sticht mit Messer auf Libanesen ein

Er sah seine junge Frau belästigt – da sah der 21jährige Syrer Rot und griff den Kontrahenten mit einem Küchenmesser an. In einer kommunalen Unterkunft in Menden wurde gestern Abend ein 36jähriger Libanese nach einem heftigen verbalen Streit mit einem 21jährigen syrischen Mitbewohner durch Messerstiche ins Schulterblatt schwer verletzt. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Angreifer wurde bis zum Nachmittag noch von der Polizei vernommen. Über eine Verlegung des jungen Paares bzw. des libanenischen Asylbewerbers entscheidet die Stadt Menden, die die Unterkunft im Ortsteil Bösperde – ein Mehrfamilienhaus – betreibt.

Dietmar Boronowski, Sprecher der Polizeibehörde Märkischer Kreis, erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass gegen den 21jährigen syrischen Ehemann nicht der Verdacht versuchter Tötung vorliege. Die beiden arabischen Männer gerieten offenbar deswegen aneinander (zuerst verbal und dann blutig handgreiflich), weil der Libanese die junge Frau des Syrers belästigt hatte. In welcher Form und wie weit der 36 Jährige bei seinen Annäherungen an die Syrerin ging, ist Gegenstand des Verhörs, zu dem der 21Jährige mit auf die Polizeiwache genommen wurde.

Da ein versuchtes Tötungsdelikt ausgeschlossen wird, formulierte die Polizeipressestelle des MK keine offizielle Mitteilung über diesen Vorfall in der Flüchtlingsunterkunft. Sofern kein Vorsatz bei dem Angriff erkennbar ist, fallen solche Einsätze wie gestern Abend unter „Einsätze wegen häusliche Gewalt“ und werden nicht öffentlich gemacht, erklärt Behördensprecher Boronowski. Damit verfährt die MK-Polizei deckungsgleich mit den Kollegen der Kreispolizeipressestelle Unna, die deshalb ebenfalls nicht über die (regelmäßigen) Einsätze in der Landesstelle Massen berichtet.

Öffentlich gemacht werden solche  Vorfälle – egal ob sie sich in einem Flüchtlingsheim oder einer privaten Wohnung abspielen – nur auf explizite Presseanfragen. So auch im Fall dieses Messerangriffs – und auch nach dem Kindesmissbrauch in einem Kamener Asylheim, bei dem sich vor zwei Wochen ein Pakistaner an einem 3jährigen syrischen Mädchen verging (wir berichteten).

Kommentare (31)

  • Thorsten Drees via Facebook

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    Mir schwillt schon wieder der Kamm …

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  • Marianne Schaller via Facebook

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    Was bitte möchten diese Menschen in unserem Land? Außer unsere Sicherheitskräfte zu beschäftigen. …..etc……

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  • wutbürger fürst

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    Zum roten Hinweistext:

    Um so mehr sind Informanten und investigative Journalisten gefragt!

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  • Möne Partey via Facebook

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  • Pia Guenni via Facebook

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    Direkt wieder abschieben…..dachte die flüchten vor Krieg…??

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  • Sascha Herrmann via Facebook

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    Checke ich nicht…er hat seine Frau vor dem Typen verteidigt…hätte der meine Frau belästigt hätte ich auch rot gesehen…

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  • Birgit Rettich via Facebook

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    Immer wieder?
    Wollen wir das hier bei uns?

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  • Denise Nacke via Facebook

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    Warum geht man auch dazwischen? So hätte sich doch das Problem ganz von selbst erledigt. Wer Frauen anpackt, verdient es nicht anders!

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  • Heidi Friedrich via Facebook

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    Bevor ich Partei ergreife, muß ich erst einmal wissen, worum es genau ging! Keiner war dabei, vllt war der Ehemann auch zu sensibel und hat etwas anders gedeutet, als es tatsächlich war! Wir wissen doch alle, das diese andere Kultur auch andere Maßstäbe setzt, oder?!

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  • Markus Krabe via Facebook

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    Der wollte nicht töten der wollte bestimmt nur den Arm an der Schulter abschneiden! Daher nur Häusliche Gewalt

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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  • Stefanus Maxus via Facebook

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    Ach so, jetzt wird mir klar was Merkel mit „spürbarer Senkung der Flüchtlingszahlen“ meint…

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  • Mike

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    Na dann als Presse bitte jeden Tag explitit nachfragen quasi als Dauerauftrag !

    Gibt es einen sinnvollen Grund warum hier generell solche Straftaten nicht öffentlich gemacht werden egal von wem und wo verübt ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Hallo Mike. Der Pressepolizeibeamte des Märkischen Kreises erklärte uns das heute mit der Vielzahl der Vorfälle – umschrieben: wenn über jeden Handydiebstahl in jeder Unterkunft berichtet werden würde, käme man zu nichts anderem mehr. Die Kreispolizeibehörde Unna berichtet über sog. häusliche Gewalttaten ebenfalls nicht, diese zählen zu den internen Einsätzen. Wenn du also deine Olle verdrischst (mal rustikal formuliert), die Polizei dich mit Blaulicht aus dem Haus holt, stehst du am nächsten Morgen nicht im Blaulichtportal der Polizei und somit auch nicht in der Presse, es sei denn, die bekommt Wind davon (weil sie nebenan wohnt) und fragt nach. Dasselbe gilt, wenn du zu Hause von der Leiter fällst und der RTW oder der Heli kommen muss, auch darüber steht nicht im Polzeipresseportal. – Und da will man solche Taten in Flüchtlingsunterkünften nicht anders behandeln.

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      • Mike

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        Vielen Dank. Aber nicht ganz nachvollziehbar, ein Flüchtlingsheim ist keine Unverletzlichkeit des Hauses und unterliegt somit keines besonderen Schtzes und auch war es keine häusliche Gewalt da jemand Drittes beteiligt war. Das war ein normaler Fall einer Körperverletzung über den außerhalb eines Heimes berichtet worden wäre oder etwa nicht ?

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        • Rundblick Unna via Facebook

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          Wir antworten mal vorsichtig: Ja, über schwere Körperverletzungen wird durchaus in aller Regel berichtet. So ganz stringent folgt die Kreispolizeibehörde ihrer Maßgabe in Sachen häuslicher Gewalt aber auch nicht. Hier, diese Meldung über einen handfesten Familienstreit in Bergkamen übernahmen wir am 19. 11. ebenfalls aus dem Presseportal: http://rundblick-unna.de/streit-zwischen-bruedern-in-bergkamen-eskaliert-in-messerstecherei/#comments

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          • Mike

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            Ironiemodus an: Na dann haben wir ja die ultimative Lösung für Frau Merkel das Problem in den Griff zu bekommen, einfach ganz Deutschland als Flüchtlingsstätte deklarieren, dann fällt alles unter häusliche Gewalt und nichts muss mehr veröffentlicht werden. Ironiemodus aus 😉

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  • Peter Retep via Facebook

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    Seit Silvester fabulieren Millionen Männer wie sie ihre Frauen vor Grapschern etc notfalls mit Gewalt schützen würden und dann macht es mal einer und es wird sofort geschimpft, weil es ein Syrer ist…

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    • Dennis Rister via Facebook

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      Würdest du dasselbe schreiben wenn in gleicher Aktion ein Deutscher einen Syrer attackiert hätte ?

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    • Peter Retep via Facebook

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      Ja. Mit der zusätzlichen Frage, ob die Hetze gewisser Parteien vielleicht eine Rolle gespielt haben könnte. Vor einigen Wochen gab es hier einen Artikel über Neonazis, die ein paar „Ausländer“ zusammengeschlagen hatten. Da gab es kaum Hasskommentare, kein „kann die nicht mal jemand wegesperren“, kein was weiß ich…

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  • M.B.

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    Solange wir nicht wissen, ob es da nur einen Blickkontakt oder doch mindestens ein richtiges Angrapschen, vielleicht in Kombi mit Hilferufen der Frau gab, kann man schlechterdings nicht über den Griff zum Messer urteilen.

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  • Christoph Jerzyk via Facebook

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  • René Voß via Facebook

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    Uwe Bednarczyk

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  • Alexander Fiedler via Facebook

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    Das ist ein verdammter Teufelskreis !

    Messer im Schulterblatt bedeutet eindeutig Tötungsabsicht (normalerweise). Aber wenn es in einem Flüchtlingsheim passiert, gibt es bei den Behörden ein allgemeines Interesse (und eine hochofizielle Dienstanweisung,) den Fall runter zu spielen (keine Tötungsabsicht), damit man ihn besser unter den Teppich kehren kann, denn wo keine Tötungsabsicht, da keine Meldepflicht.

    Und durch diese Taktik, an der eisern festgehalten wird, haben wir nur wieder durch Mund-zu-Mund-Propaganda und eine offizielle Anfrage bei der Behörde davon erfahren.

    Und diese Leute behaupten tatsächlich, sie würden glauben, dass sie uns damit auch noch einen Gefallen tun, weil

    „Teile der Wahrheit die Bevölkerung verunsichern würden“

    Dabei erreichen sie damit das genaue Gegenteil, vor allem wenn sich die Wahrheit dann ja irgendwann doch rumspricht.

    Zumindest der Medienrat hat ein Einlenken signalisiert, und will im März seine 60 Jahre alten Paragraphen zur Verschleierung der Täterherkunft auf den Prüfstand stellen.

    Diese Regelung ist damals mit dem Hintergrund der Judenhetze in den 30er Jahren entstanden, und ist in unserer heutigen Zeit wohl eher kontraproduktiv, so deutete es jedenfalls Klaus Kleber in seinem gestrigen Kommentar im heute-Journal vielsagend an.

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