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Synode des Kirchenkreises: Mehr Geld für Kitas und neuer Assessor

Die evangelischen Kitas brauchen mehr Geld. Das wurde gestern auf der Sommersynode des Kirchenkreises Unna angemahnt. „Die Träger – vier Gemeinden und das Kindergartenwerk – müssen aus eigenen Mitteln stetig höhere Eigenleistungen bringen“, so das warnende Signal, das der Kirchenkreis aufnimmt. Er will bei der Landeskirche beantragen, dass die Zusatzeinnahmen durch mehr Kirchensteuer direkt an die Kirchenkreise und Gemeinden weitergeleitet werden, damit sich diese vor Ort um die Daseinsvorsorge kümmern können.

Mit Spannung erwartet wurde die Wahl zum Assessor. Nachdem Hans-Martin Böcker im letzten Jahr zum Superintendent gewählt wurde, war die Assessorenstelle vakant. Mit einer (!) Stimme Mehrheit wurde Pfarrer Christian Bald aus Opherdicke gewählt, vor Pfarrer Christoph Maties aus Bergkamen. Der neue Assessor ist Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde Holzwickede und Opherdicke und hatte bereits bei der Wahl zum Superintendenten kandidiert (wir berichteten). Unser Bild zeigt ihn mit Superintendent Böcker.

Weitere Personalien: Zukünftig werden Pfarrer Volker Jeck aus Hemmerde-Lünern, Susanne Baumert aus Methler, Annelie Richwin-Krause aus Fröndenberg und Rosemarie Großpietsch aus Bergkamen die Interessen des Kirchenkreises auf der Landessynode der Ev. Kirche von Westfalen vertreten. Ein Ausschuss befasst sich mit Gottesdienst, Kirchenmusik und Kultur oder mit Seelsorge und Beratung, ein anderer mit Mission und Ökumene oder mit diakonischen Fragen. Die Bildungsarbeit und Belange von Kindern, Jugendlichen und Schule sind in weiteren Fachausschüssen zusammengefasst. Schließlich ist da noch der Ausschuss für Kindergartenarbeit.

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Verwaltungsleiter Thomas Sauerwein wies auf die Notwendigkeit hin, Pfarrstellen künftig über Gemeindegrenzen hinweg zu planen. Als Planungsgröße soll die jeweilige Region gelten. „Der Kirchenkreis startet einen Prozess, der die Planung des Einsatzes von Pfarrerinnen und Pfarrern bis 2020 regeln soll“, heißt es in dem Synodenbericht. Erste Auswirkung für eine gemeindeübergreifende Regelung ist die Ausweitung der vakanten Stelle in der Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen: Mit einem Anteil Schulunterricht und einer Sonderfinanzierung beschloss die Synode, dass aus der zurzeit halben Stelle eine ganze Pfarrstelle wird. Diese kann dann demnächst wiederbesetzt werden.

Zwei landeskirchliche Stellungnahmeverfahren der Westfälischen Landeskirche wurden behandelt: so spricht sich Kreissynode Unna für die Änderung der Altersgrenze von Presbytern aus. Zurzeit scheiden diese mit ihrem 75. Geburtstag aus dem Leitungsgremium aus, begrüßt wird nun der Verbleib bis zu den nächsten Wahlen. Zweitens hat die Kreissynode eine Änderung der Amtsbezeichnung der „Präses der Ev. Kirche von Westfalen“ in „Bischöfin“ abgelehnt.

Schließlich noch Frauen im Pfarramt – was bei uns seit 40 Jahren Teil evangelischer Selbstverständlichkeit ist, wurde jüngst in der Lutherischen Kirche Lettlands widerrufen. Dort beschloss die Synode, keine Frauen mehr im Pfarramt zuzulassen. Die Pfarrerinnen des Kirchenkreises zeigten sich mit ihren lettischen Kolleginnen solidarisch und versammelten sich zum Gruppenfoto, das samt einer Resolution als Protest gegen diese Entscheidung nach Lettland geschickt wird.

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Fotorechte für alle Bilder liegen beim Ev. Kirchenkreis Unna.

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