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Suizid in der JVA Dortmund

In der Dortmunder Justizvollzugsanstalt (JVA) an der Hamburger Straße hat sich ein Inhaftierter am heutigen Samstag  das Leben genommen. Der 37 Jahre alte Mann erhängte sich in seiner Zelle.

Die Polizei gab bisher keine weitergehenden Informationen heraus. In einem kurzen WDR-Bericht vom Nachmittag heißt es dazu, dass der drogenabhängige Häftling für seinen Freitod die kurze Zeit zwischen 2 Kontrollgängen abgepasst habe.

Weil bei ihm Suizidgefahr bestanden habe, sei er laut Anstaltsleitung im viertelstündlichen Abstand in seiner Zelle beobachtet worden.

Nach Informationen des NRW-Justizministeriums und Staatsanwaltschaft Dortmund war der 37-Jährige im Juni wegen Diebstahls zu 20 Monaten Haft verurteilt worden, saß jedoch seit Januar in U-Haft, weil sein Berufungsverfahren noch lief. „Wenn wir die Suizidgefahr erkennen, dann wird engmaschig kontrolliert“, so das Ministerium. Es gebe für solche Fälle die Möglichkeit der Mehrfachbelegung mit andere Inhaftierten oder besonders gesicherte Hafträume. Auch der psychologische Dienst begutachte alle Neuankömmlinge.

(Foto: JVA Dortmund)

Kommentare (2)

  • Wierumer

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    welche Dramatik…
    Suizide finden (leider) jährlich ca. 10.000 mal statt in Deutschland. Zumindest hat es diesmal keinen Zugführer getroffen der unschuldig darunter leiden muss.

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    • Silvia Rinke

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      Wir wollen keine Dramatik stilisieren, sondern lediglich nüchtern berichten, Wierumer.

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