Rundblick-Unna » Streit unter Asylbewerbern eskaliert – Auch Hochschwangere aus Eritrea angegriffen

Streit unter Asylbewerbern eskaliert – Auch Hochschwangere aus Eritrea angegriffen

Vor einem Rewe-Markt in Hemer-Deilinghofen, nahe der dortigen Flüchtlingsunterkunft, ist gestern Abend ein Streit unter Asylbewerbern derart eskaliert, dass drei Personen – darunter eine hochschwangere Frau – vorübergehend ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Die Polizei Märkischer Kreis berichtet am heutigen Morgen wie folgt über den Vorfall:

Ein 25-jähriger Eritreer hielt sich gegen 21:10 Uhr in dem Lebensmittelgeschäft nahe der Asylunterkunft auf; gemeinsam mit seiner 24-jährigen hochschwangeren Frau (achter Monat) und zwei weiteren Eritreern (21 und 23 Jahre).

Beim Verlassen des Rewe kam ihnen eine Gruppe von ca. 10 Algeriern entgegen. Als einer der Algerier das Holzkreuz am Hals des 25-Jährigen sah, beschimpfte er ihn. Daraufhin kam es zum Streit – zwischen allen Beteiligten – und unverzüglich auch zu Handgreiflichkeiten.

„Ein Algerier schlug mehrfach mit einer Glasflasche auf den 25-Jährigen ein“, berichtet die Polizei. „Zudem wurde die Schwangere ebenfalls angegriffen.“ Einige Algerier hätten sich daraufhin entfernt, darunter auch der Täter mit der Flasche.

Als die alarmierte Polizei eintraf, war die Auseindersetzung bereits ausgeufert. Der jüngste Eritreer – der 21-Jährige – führte sich so aggressiv auf, dass er in Gewahrsam genommen wurde. Weitere Bilanz dieses Zusammenstoßes: Dem 25 jährigen werdenden Vater wurden im Handgemenge Handy und Bargeld geraubt; die Schwangere, der 25 Jährige selbst und einer der beiden Begleiter kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus.

Die Ermittlungen zum Tathergang und den Tätern dauern an.

In der Asylbewerberunterkunft in Deilinghofen kam es nach Medienberichten auch in der Vergangenheit immer wieder zu Streitigkeiten und handfesten Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern. Aus der Landesstelle in Unna-Massen werden solche Vorfälle nur ganz selten von der Polizei berichtet. Im vorigen Jahr gab die Kreispolizeibehörde zweimal in einer Woche entsprechende Einsätze weiter: Beide Male musste sie wegen Auseinandersetzungen unter jungen Männern aus Nordafrika eingreifen (Marokko).

Kommentare (33)

  • Fürst

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    „Normaldenkende“ -falls es sie bei uns noch gibt- können sich vorstellen, was da noch alles auf uns zukommt. Bereitet Euch aufs notwendig werdende Konvertieren vor!

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  • Andre Sander via Facebook

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    In den Unterkünften werden teilweise verfeindete Ethische Gruppen untergebracht. Das ist so, als würde man hier einen Obdachlose, einen Links Autonomen und einen Rechten in eine Wohnung sperren. Da knallt es irgendwann. Auch wenn die Flüchtlinge dankbar für alles sind. Ich weiß, die Kommunen haben keine Kapazitäten das zu ändern und zu viel zu tun um sich mit anderen Kommunen Flüchtlinge auszutauschen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Genau das ist das Riesenproblem, Andre Sander. Eine solche gezielte Unterbringung oder, wie du schreibst, ein Austausch wäre eigentlich zwingend – doch wie sollen die Kommunen das in der gegenwärtigen Situation jetzt auch noch leisten?

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    • Andre Sander via Facebook

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      Das weiß ich nicht. Die Kommunen sind überlastet

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Deswegen können sie diesen Austausch momentan nicht leisten, ganz recht…

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    • Andre Sander via Facebook

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      Das schrieb ich ja schon oben. ??

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Unsere Frage war dementsprechend auch rhetorisch. :-)

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    • Andre Sander via Facebook

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      Ah, das muss man auch erst wissen. ?

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    • Tobias Habekost via Facebook

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      Die haben sich hier einfach zusammenzureißen! Worauf sollen wir denn noch alles Acht geben?
      Den Raufbolden eine Briefmarke auf den Allerwertesten und ab dahin, wo sie hergekommen sind. Gastrecht m. E. verwirkt.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Zum Thema Überforderung meldet der WDR heute die Einrichtung eines Krisenstabs: http://www1.wdr.de/studio/dortmund/nrwinfos/nachrichten/studios136862.html

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    • Svense Kennze via Facebook

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      Dieser Vorfall zeigt aber auch was wir von diesen „verfeindeten ethnischen Gruppen“ abverlangen müssen. Nämlich Akzeptanz aller hier geltenden Rechts- und Gesellschaftsnormen. Wenn wir da entschuldigend darauf hinweisen, dass die Kommunen nun bei der Unterbringung jegliche Konflikte auch noch im Auge behalten müssen, dann entlassen wir diese Leute ganz klar aus ihrer eigenen Verantwortung sich hier entsprechend zu verhalten. Hier ging es ja vermeintlich um einen religiösen Disput. Das ist absolut inakzeptabel und sollte mit alle Konsequenz verfolgt werden. Flüchtlingen Schutz zu bieten bedeutet auch sie vor anderen Flüchtlingen zu schützen. Und Flüchtlinge ernst zu nehmen, als gleichwertig zu betrachten, bedeutet auch von ihnen entsprechend gesetzeskonformes Handeln einzufordern. Wer das auf Dauer nicht leisten will, da bin ich auch der Meinung, der muss dann auch die Konsequenzen tragen und verliert seinen Anspruch auf Schutz. Ich denke diese Konsequenz sind wir der gesamten Gesellschaft schuldig (Flüchtlinge eindeutig eingeschlossen).

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      … das soll mitnichten entschuldigt werden, Svense Kennze! Geltende Regeln müssen selbstverständlich von allen eingehalten werden. Wenn man freilich von Verfeindungen ethnischer Gruppen schon vorher Kenntnis hat, sollte man es tunlichst vermeiden, sie auch noch auf engstem Raum zusammenzupacken – das war unsere Intention mit unserem Kommentar, und wir denken, so hat es auch Andre Sander gemeint.

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    • Svense Kennze via Facebook

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      Alles gut, ich stimme da absolut überein. Aber erstens ist das den Kommunen unter den gegebenen Umständen schon logistisch teilweise nicht möglich und da diese Personenkreise irgendwann auch längerfristig hier bleiben werden, wäre die Lösung entweder ethnische/religiöse Wohnviertel oder Anpassung. Ich meine das nicht böse, aber wer nicht verstehen will, dass hier die Konflikte der Heimat nichts zu suchen haben, der wird sicher keine Bereicherung für dieses Land. Ich bin da für die Anpassung. Die Konflikte zwischen Kurden und Türken belasten durch ihre Gewalt auch aktuell wieder unser Land, ich finde das falsch und einige der Protagonisten dürften nach ihren Eskapaden auch gerne unser Land verlassen. Wenn wir diesmal bei der Integration was richtig machen wollen müssen wir fordern,fördern und mit einem gesunden Selbstbewusstsein auftreten (wohlgemerkt nicht mit Überheblichkeit).

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      • Jumbo

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        Eine kleine Ergänzung: Es sind dies ja mitnichten „Konflikte der Heimat“. In der „Heimat“ treffen radikalislamische Algerier und christliche Eritreer gar nicht aufeinander. Es sind vielmehr Konflikte, die sich aus der heterogenen Zusammensetzung des Flüchtlingsstroms und den prekären Verhältnissen beinahe notwendig ergeben.

        Man darf sich nicht einbilden, Flüchtlinge seien bessere Menschen oder die Aufnahme besäße kein explosives Problempotenzial. Man muss bei solchen vorhersehbaren Konflikten knallhart durchgreifen und vor allem darauf vorbereitet sein, ohne in Panik zu verfallen. Professionell ist die richtige Mischung aus Hilfsbereitschaft und Bestimmtheit. Falsch und schädlich sind sowohl Stimmungsmache (Muster: Da seht ihr’s, Deutschland geht unter!) als auch maive Verharmlosung (Muster: Die sind alle ganz lieb!).

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    • Svense Kennze via Facebook

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      Ich glaube mein I net ist mobil grad so lahm, dass ich die Posts zu spät gelesen haben ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Bei solchen ausführlichen Posts passiert das auch am Normal-PC, Svense Kennze – finden wir klasse, dass hier so intensiv diskutiert wird. (y)

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    • Svense Kennze via Facebook

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      Und es funktioniert auf einem ganz vernünftigen Niveau?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Absolut prima und vorbildlich!!!

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Alles „Fachkräfte, Akademiker und Ärzte.“?????

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  • Nathalie Hüsing-Hoffmann via Facebook

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    Ich bin pro Asyl aber (!!! 😉 ) wer sich nicht benehmen kann darf gerne wieder gehen,sollte auch gleich klar gestellt werden. Wir sind nunmal ein Land in dem viele Christen leben und dort einen Christen anzugreifen… Blöde Religion macht nur Ärger… Wenn ich flüchten müsste würde ich mich doch benehmen in dem Land in das ich komme…blos nicht auffallen… Aber bitte nicht alle jetzt über einen Kamm scheren.. Das ist ja nur ein Bruchteil der Menschen- Idioten gibt es auf der ganzen Welt….

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  • Lucky Frank via Facebook

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    oh ja und agraringenieure

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  • Fürst

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  • Andre Sander via Facebook

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    In jeder Gruppe gibt es Idioten. Jetzt soll der „Fürst“ auch mal nur alleine die Schlägereien und Auseinandersetzungen um die Bundesligaspiele aufzeigen. Ich will diese Ausschreitung nicht verteidigen. Es ist nur, das hier Auftreten bewertet werden und den Aufkommen der Flüchtlinge in die Schuhe geschoben wird, obwohl es solche Arten von Auseinandersetzungen schon ewig gibt. Natürlich müssen sich Flüchtlinge, als Gäste in unserem Land benehmen und an Recht und Ordnung halten. Diese Art der Auseinandersetzungen werden, ins gesamt gesehen, nur von wenigen verübt und diese wenigen müssen auch bestraft werden bis hin zum Abbruch des Asylverfahrens. Aber bitte schert nicht alle Flüchtlinge über einen Kam. Wir in Fröndenberg haben, schon seit Jahrzehnten, keinerlei Probleme mit den Asylbewerbern.

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    • R. Ekitirk

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      Ich fürst..äh..fürchte, bei „Fürst“ stoßen Sie auf taube Ohren. Er und einige andere Schreiber hier zeichnen gerne und oft das Bild des gefährlichen Asyl-Eindringlings, der den Untergang des Abendlandes zum Ziel hat. Diese Leute lassen sich auch nicht durch Rationalität und Argumente bekehren.

      Wichtig ist, den intoleranten und teilweise unmenschlichen Parolen der „besorgten Bürger“ zu widersprechen und klar zum Ausdruck zu bringen: Ihr seid in der Minderheit!

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    • Fürst

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  • Fürst

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    Hänge ich mein Halsketten-Kreuz jetzt besser ab? Immerhin gibt es Verbrecher des Goldes wegen, aber nun auch der zum Ausdruck gebrachten Religion wegen.

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    • R. Ekitirk

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      Sie sind religiös, Fürst? Mit Ihrer christlichen Nächstenliebe scheint es offensichtlich jenseits der deutschen Grenzen aufzuhören.

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  • Fürst

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    Da ist er wieder, der „Kritiker“, mit seinen Ansichten aus geistiger Kloake. Warum müssen Sie sich Tarnnamen zulegen?

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    • Andre Sander via Facebook

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      Mir fehlen Informationen zu diesem Kommentar. ?

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    • R. Ekitirk

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      Weil meine Kommentare (im Gegensatz zu Ihren) ohne Begründung nicht veröffentlicht wurden. Und damit Ihre geistigen Ergüsse nicht undwidersprochen bleiben, heiligt der Zweck manchmal die Mittel.
      Sehen Sie es sportlich, Fürst. Es wäre doch langweilig, wenn Sie sich nicht über die bösen „Gutmenschen“ wie mich aufregen könnten…

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  • Fürst

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    http://www.welt.de/themen/mark-rutte/
    „750 Euro machen niederländischen Premier zum Syrer
    Ein holländischer Journalist hat sich einen gefälschten syrischen Pass besorgt. Es dauerte nur 40 Stunden, bis er das „Dokument“ hatte – als Passfoto verwendete er das Bild von Premierminister Rutte.“
    750 Euro investieren – und schon ist man (Straftäter, Terrorist) in Europa ( besonders D) willkommen.

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