Rundblick-Unna » Streit ums Alleecafé beigelegt: Stadt Fröndenberg erarbeitet „zielgruppenscharfes Nutzungskonzept“

Streit ums Alleecafé beigelegt: Stadt Fröndenberg erarbeitet „zielgruppenscharfes Nutzungskonzept“

Am Ende war man gar nicht so weit auseinander. Der Streit ums Fröndenberg Alleecafé ist mit einer friedlichen Übereinkunft beigelegt worden. Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe kündigte gestern Abend im Sozialausschuss an, dass die Verwaltung für die künftige Nutzung des Cafés in der Stadtmitte (Winschotener Straße) ein „zielgruppenscharfes Konzept“ erarbeiten werde. Dieses Nutzungskonzept will er in der ersten Sozialausschusssitzung 2016 vorstellen.

Zum Streit ums Alleecafé, das Ehrenamtliche in städtischer Trägerschaft betreiben, kam es durch abruptes „Aussperren“ des politischen Ehrenamtes. Der Bürgermeister schickte ein Schreiben an die CDU-Frauenunion, in dem er um Verständnis dafür bat, dass er der Politik generell die Nutzung des Cafés künftig untersage: Die Kapazitäten reichten nach dem Umzug von der Allee in die Stadtmitte nicht mehr aus, weder räumlich noch personell.

Die erboste CDU fühlte sich wiederum mitsamt dem politischen Ehrenamt generell ausgesperrt und ging angesichts Rebbes eigenmächtiger Entscheidung auf die Barrikaden, eine Aufregung, in die sich auch Bundestagsabgeordneter Hubert Hüppe einschaltete – er hält bisher im Alleecafé dann und wann seine Bürgersprechstunden ab. Auch das sollte er mit Rebbes Order künftig nicht mehr dürfen.

Fässchen Seniorentreff

Der Streit zog konzentrische Kreise bis nach Unna, wo die Stadt eine ähnliche Einrichtung betreibt: Die Seniorenbegegnungsstätte „Fässchen“ an an der Hertingerstraße, die ähnlich wie das Alleecafé von Ehrenamtlichen betrieben und regelmäßig von politischen Gruppen genutzt wird. Hier sowohl von der CDU wie auch von der SPD, deren Arbeitsgemeinschaft AsF sich regelmäßig im Fässchen trifft.

Die Freien Wähler im Stadtrat Unna (FW/FLU) machten das Fass in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause buchstäblich auf und forderten von Bürgermeister Werner Kolter eine Stellungnahme, ob er seinerseits vorhabe, der Politik im städtischen Seniorentreff die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Nein, versicherte Kolter, das habe er mitnichten vor.

In Fröndenberg wird nun also ein „zielgruppenscharfes Nutzungskonzept“ von der Verwaltung erarbeitet. Die Frauen-Union, zeigte sich Bürgermeister Rebbe entgegenkommend, dürfe gerne nachmittags Veranstaltungen im Alleecafe durchführen, wenn dort kein so großer Betrieb herrsche. Man sei gar nicht so weit auseinander, stellte die SPD erleichtert und zufrieden fest. „Und wir haben uns alle lieb“, ergänzte Sybille Weber (CDU),  als Besucherin im Ausschuss, ebenso zufrieden mit einem Augenzwinkern…

Kommentare (2)

  • Helmut Brune via Facebook

    |

    Na Bitte! Läuft!

    Antworten

  • Michi

    |

    „Die erboste CDU…“ Darüber regen die sich also auf ?!?
    Die sollten sich mal lieber über ihre Merkel aufregen. Die kümmert sich nur um die EU und Griechenland, statt mal um die Probleme im eigenen Land. ZB. an den Grenzen Deutschlands….
    Sie gibt lieber Milliarden an Griechenland, statt ins eigene Land zu investieren.
    Danke CDU !!!!

    Antworten

Kommentieren