Rundblick-Unna » Streit um Rückbau der Ortsdurchfahrt Uelzen – SPD: Keine freie Fahrt für Lkw auf Kosten von Schulkindern und Anwohnern!

Streit um Rückbau der Ortsdurchfahrt Uelzen – SPD: Keine freie Fahrt für Lkw auf Kosten von Schulkindern und Anwohnern!

Damit Lastwagen besser durch den Ort flutschen können, soll die Sicherheit der Schulkinder aufs Spiel gesetzt werden? Darüber zeigten sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Mühlhausen-Uelzen bei ihrer Zusammenkunft am Dienstagabend doch „sehr verwundert“. Weniger diplomatisch ausgedrückt: Die Genossen im idyllischen Doppeldorf in Unna-Ost sind stinksauer.

Hochgradig verärgert über die Prioritätensetzung des Kreises Unna: „Denn im Rahmen der momentanen Fahrbahn-Sanierungen sollen voreilig die Schulwegsicherungseinbauten zu Gunsten des Lkw-Verkehrs rückgebaut werden“, kritisiert der Ortsvereinsvorsitzende Frank Artmeier das aus Sicht der Genossen nicht nachvollziehbare Verhalten des Kreisbauamtes.

Dieses saniert noch bis planmäßig kommende Woche unter anderem die Fahrbahn der Uelzener Dorfstraße (wir berichteten). Und damit soll zugleich dauerhaft freiere Fahrt für den Schwerlastverkehr geschaffen werden, sprich: Die Ortsdurchfahrt für den Durchgangsverkehr in Richtung Twiete / B1 wird (wieder) verbreitert.

Mit der örtlichen SPD wird das nicht zu machen sein, betont Frank Artmeier. „‚Abgesehen von den Kosten des Rückbaus ist die Gefährdung von Schulkindern und nicht zuletzt die zu befürchtende Lärmelästigung für die Anwohner aus unserer Sicht nicht hinnehmbar – nein: unverantwortlich.“  Mühlhausen-Uelzens SPD unterstützt daher ausdrücklich eine Unterbrechung der Straßenarbeiten, die die Stadtverwaltung Unna gemeinsam mit Ortsvorsteher Paul Raupach initiiert hat. So lange sollen die Bagger ruhen, bis ein Abstimmungsgespräch zwischen Stadt uznd Kreis zu Ergebnissen geführt hat.

Die SPD im Doppeldorf verweist überdies auf einen Bürgerantrag vom 18. Mai und fordert entsprechend: Die verkehrsberuhigenden Einbauten und Maßnahmen haben sich bewährt und müssen bleiben. Punkt.

Uelzen Umleitung

Am 6. August begann der Kreis Unna mit der Fahrbahnsanierung der Uelzener Dorfstraße.

 

Kommentare (8)

  • Justin Leonhard Kassel via Facebook

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    Warum muss überhaupt Schwerlastverkehr durch das Doppeldorf geführt werden… ? Nur wegen dem ALU Werk ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Das Aluwerk wird zumindest häufig als Argumentation angeführt, Justin Leonhard Kassel.

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    • Justin Leonhard Kassel via Facebook

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      Wenn dem so ist, sollte doch eher über den Anschluss der L679 an das Alu Werk nachgedacht werden – was ja auch schon oft im Gespräch war… Sicherlich langfristig besser und kostengünstiger hier eine Lösung zu finden als Schwerlastverkehr durch Dörfer zu führen…

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  • Sabine Krüger via Facebook

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    Genau das ist aber doch die Frage, warum die alle hier durch fahren müssen!!! Und zum ALU-Werk komme ich auch über die Viktoria- und die Höingstraße…. Ich bin der Ansicht, dass es eine prima Abkürzung ist, von der alten B1 runter nach Kamen, z.B. Zum DHL… Etc.
    es war doch eine tolle Lösung mit den großen Findlingen und den Bäumchen sowie der Querungshilfe, bzw. Fahrbahnverengung vor dem Griechen! Warum ist das auf einmal nicht mehr möglich???

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Die hier einlaufenden Anregungen und Fragen werden wir anschließend an den zuständigen Ortsverein der SPD weitermailen, der sich ja selbst sehr kritisch äußert.

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  • Markus Sommerling

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    Die Uelzener Dorfstrasse wird auch immer schön als Abkürzung zur A2 Auffahrt Bönen genutzt.
    Der Schwerlastverkehr der wegen der Längenbegrenzung gar nicht von der B1 kommen darf fährt immer schön durchs Doppeldorf um über Heeren nach Bönen zu fahren. Und das nicht langsam. Am Ortsausgang Richtung Mühlhausen wird richtig Gas gegeben. Da heißt es immer, es werden Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Da steht dann alle Jubeljahre der VW Caddy, den jeder kennt. Da lachen doch alle Raser drüber. Die erkennen das Auto schon von weitem und nehmen Gas weg, um auf gleicher Höhe richtig Gas zu geben. Genauso siehts dann mit den LKW aus.
    Des weiteren wird nur eine dünne Schicht Asphalt aufgezogen ohne den Untergrund zu bearbeiten. Damit ist die Straße garnicht für den Schwerlastverkehr ausgelegt.
    Ich hoffe mal wir können gemeinsam etwas gegen diese Willkür unternehmen.

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  • Björn Merkord

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    Da weiß der eine Genosse nicht, was der andere tut!
    Die Stadt Unna tritt die Baulastträgerschaft an den Kreis ab, als Argument wird Kostenersparniss ins Feld geführt. Tatsächlich ändert sich mit der Umwidmung der Straße aber auch ihre Bestimmung. Als Kreis- und Durchgangsstraße muss sie jeglichen Verkehr aufnehmen.
    Ob das der Verwaltung nicht klar war, als sie dies dem Rat zur Abstimmung vorgelegt hat?
    Oder hat sie die Gefährdung der Schulkinder und den Mehrverkehr billigend in Kauf genommen?
    Fakt ist, das Gütegespröch zwischen Kreis und Stadt unter Beteiligung des Ortsvorstehers soll bereits am 10.08. stattgefunden haben. Vorher wurden jedoch schon Fakten geschaffen, durch das Absägen der Bäume und die Entfernung der Felsblöcke.
    Die Aufregung des SPD Ortsvereins ist wohlfeiler Theaterdonner – mehr nicht.

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