Rundblick-Unna » Stramme Radlerwaden fürs prima Klima: Auch der Kreisheimatpfleger „stadtradelt“ und empfiehlt tolle Routen

Stramme Radlerwaden fürs prima Klima: Auch der Kreisheimatpfleger „stadtradelt“ und empfiehlt tolle Routen

„Manchmal braucht man einen Anschupser, um Dinge anders zu sehen oder neu zu entdecken…“ – Hier teilen wir einmal die Gedanken unseres Kreisheimatpflegers (und Massener Ortsvorstehers) Dr. Peter Kracht zum Thema Radeln im Allgemeinen und Stadtradeln im Besonderen.

Hier das radlerspezielle Editorial, das „Pit“ für die neue Ausgabe des Magazins „Westfalium“ verfasste.

„… manchmal braucht man einen Anschuper… In diesem Fall war es ein grünes Bändchen am Fahrradlenker, sichtbares Zeichen dafür, dass der betreffende Pedalritter am bundesweiten „Stadtradeln“ teilnimmt. Die Aktion, die in manchen Gemeinden, Unternehmen und Vereinen durchaus Wettkampfcharakter annahm nach dem Motto „Wer schafft in drei Wochen die meisten Kilometer auf dem Rad“, soll für gutes Klima sorgen – weil das Auto stehen bleibt. Da holt auch so mancher Ex-Radler nach Jahrzehnten seinen Drahtesel aus dem Dornröschenschlaf…

Volksradeln 29

Doch wie so oft im Leben gibt es Nebeneffekte: Der Radler tut nicht nur etwas fürs Klima, sondern auch für sich selbst und seine Gesundheit. Und: Er nimmt seine Heimat anders wahr, anders als im Auto, in dem die Landschaft wegen der Geschwindigkeit (wenn den kein Stau ist!) nur schemenhaft zu erkennen ist und auch anders als der Wanderer, der sich gemütlich oder forsch auf den Weg macht.
Schnell lernt der Biker, dass es gut ist, wenn man Rückenwind hat! Das reduziert die eigenen Anstrengungen doch erheblich. Und bergab geht es einfacher als bergauf! Neben diesen Elementarerfahrungen stellt der Radler aber erfreut fest, dass die Hellweg-Region in Sachen „Fahrrad-Themenrouten“ bestens aufgestellt ist: Direkt entlang des Hellwegs verläuft zwischen Unna-Königsborn und Salzkotten die jüngst eröffnete „Westfälische Salzroute“. Die kann auch der ungeübte Rad-Eleve durchaus an einem Tag gemächlich schaffen. Zurück geht´s dann mit dem Zug.

Logo Ruhrtalradweg

Nicht weit vom Hellweg entfernt verlaufen im Norden die Römer-Lippe-Route und im Süden der RuhrtalRadweg, der sich passend zum 10. Geburtstag zu einem wahren Renner entwickelt hat. Von Winterberg bis Duisburg geht es immer schön bergab. Die Römer-Lippe-Route beginnt am Hermannsdenkmal und führt den Radler (auch immer bergab) thematisch in die Römerzeit um Christi Geburt mit einigen Höhepunkten wie etwa das größte Römerlager nördlich der Alpen (!) in Bergkamen-Oberaden und das LWL-Römermuseum in Haltern, wo demnächst die Rekonstruktion eines Tores des einstigen Römerlagers zu bewundern sein wird.

Allenradweg Einweihung

Neben den „großen“ Strecken“ locken aber auch kürzere Routen den Radler auf die Strecke wie etwa die zum Fahrradweg ausgebaute ehemalige Eisenbahnlinie von Unna-Königsborn nach Welver. Auch im westlichen Bereich des Hellwegs, im westfälischen Ruhrgebiet, gibt es ein reiches Angebot an Routen, die naturgemäß Kohle und Stahl zum Thema haben, wie die EBZ (= Erzbahntrasse in Bochum) oder die KWB (= Kray-Wanner-Bahn).

Man lernt so manches (neu) beim Radeln. Etwa das Gefühl des Fahrtwindes, der einem frisch um die Ohren pfeift. Aber auch, dass man achtsam Vorsorge für seine Termine treffen muss: Bei einem Vortrag müssen sich die Veranstalter um Laptop, Beamer und Leinwand kümmern – der radelnde Referent fährt dann nur mit dem USB-Stick im Gepäck vor…

Einen schönen Radel- und Wandersommer!“

– Die Rundblick-Redaktion schließt sich an! 😀

– Hier geht´s zur offenen Stadtradel-Facebookgruppe: https://www.facebook.com/groups/336982986495170/?fref=ts

Pit radelt

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