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Störungsfreie Rechten- und Kurden-Demo in Dortmund

Ohne die befürchteten Gewaltausschreitungen ist heute die Rechten-Demo in Dortmund abgelaufen. Seit 17 Uhr ist die  Versammlung beendet. In der Spitze zählte die Polizei rund 500 Versammlungsteilnehmer. Mehr als doppelt so viele waren angkündigt gewesen und noch mehr Anreisende (unter ihnen gewaltbereite Hooligans) von der Dortmunder Polizei befürchtet worden. Den ca. 500 Demonstrierenden in Gefolgschaft der Bewegung „Gemeinsam stark Deutschland“ (GsD) stand ein Aufgebot von 2000 Polizeibeamten inklusive Reiterstaffeln und Wasserwerfern gegenüber. Die Gegendemo kam auf ca. 300 Teilnehmer.

Ein parallel in der Nordstadt stattfindender Demonstrationszug von Kurden verlief mit 280 Teilnehmern absolut störungsfrei, bilanziert die Polizei.

Polizeiführer Dieter Keil zog um 18 Uhr ein erstes Zwischenfazit: „Zu den befürchteten Gewalttätigkeiten ist es in Dortmund nicht gekommen. Mit starken Polizeikräften haben wir von Beginn an keinen Zweifel an unserem Einsatzziel – gegen Straf- und Gewalttäter konsequent vorzugehen – aufkommen lassen. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Bundespolizei gestalteten sich auch die Anreise und die immer noch andauernde Abreise bis jetzt störungsfrei.“

Unter den Anhängern der rechten Szene wurde der gewaltfreie Demoverlauf sehr begrüßt. Künftig werde es für die Dortmunder Polizei schwieriger werden, Argumente zu finden, um Demozüge der GsD zu verbieten. Wie berichtet, war ihr das diesmal (nach Anrufung des Oberverwaltungsgerichts) gelungen. Statt eines Zugs durch die Innenstadt mussten sich die Kundgebungsteilnehmer mit einer Standkundgebung zufrieden geben.

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