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Steilmann-Kleinanleger gehen nach Pleite steil und wollen Vorstand anzeigen

Nach der überraschenden Insolvenz des Bergkamener Textilunternehmens Steilmann gehen die Kleinanleger steil. Sie wollen Strafanzeige gegen den Vorstand stellen. Denn es sei kaum vorstellbar, dass die Chefetage noch nichts von der prekären Situation des Unternehmens gewusst habe, als Steilmann vor gerade mal einen halben Jahr an die Börse ging.

100 Millionen Euro wollte Steilmann über den Börsengang einnehmen. Im Ergebnis wurden es magere 8,8 Millionen. Eine erkleckliche Pleite.

In einem WDR-Bericht kündigte ein Vertreter der Kleinanleger am Freitag an, dass Anfang nächster Woche über den Wortlaut einer möglichen Strafanzeige beraten werde. Die Hintergründe der Pleite sind nach bisherigen Verlautbarungen noch sehr diffus. Der beauftragte Insolvenzverwalter befasst sich derzeit damit, den Betrieb bei Steilmann – mit allein rund 400 Beschäftigten in Bergkamen – trotz der Zahlungsunfähigkeit aufrecht zu erhalten.

Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer sorgt sich aufgrund der Negativschlagzeilen um das Image seiner Stadt. Gegenüber dem Westfälischen Anzeiger (WA) erinnerte Schäfer daran, wie Bergkamen seinerzeit die Ansiedlung gefeiert und sich mit Steilmann geschmückt habe. Seine Hauptsorge, so der Bürgermeister, gelte jedoch den Arbeitnehmern und dem möglichen Verlust der 400 Arbeitsplätze in Bergkamen.

Vorbericht: http://rundblick-unna.de/steilmann-insolvenz-zukunft-fuer-400-beschaeftigte-in-bergkamen-ungewiss-aktie-stuerzt-ab/

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