Rundblick-Unna » Startbahnverlängerung aus der Trickkiste? Grüne: Eher Rückabwicklung des Airports planen!

Startbahnverlängerung aus der Trickkiste? Grüne: Eher Rückabwicklung des Airports planen!

Der Dortmunder Flughafen will angeblich „mit einem Trick seine Startbahn verlängern“. Das vermeldet jedenfalls der WDR Dortmund und berichtet Folgendes:

Für eine Verlängerung der Startbahn – die besonders die Bewohner von Unna-Massen erneut mit stärkerem Fluglärm belasten würde – konnte bisher kein Beschluss im Dortmunder Rat erwirkt werden. Aber es gibt schon einen längst fertigen Sicherheitsstreifen für Starts und Landungen. Den könnten die Flughafenbetreiber für Start und Landungen  freigeben, schildert der WDR.

„Dafür würde die Markierung, ab der Flieger frühestens aufsetzen dürfen, einfach 300 Meter nach vorne gesetzt, denn da ist auch schon geteert. So könnten auch größere Flieger hier landen“, heißt es in der Meldung. Ob die Airportbetreiber tatsächlich zu diesem „Trick“ greifen, ist allerdings offen.

Für die Grünen im Dortmunder Rat ist (auch angesichts der sinkenden Passagierzahlen) das Gegenteil von einem Ausbau angesagt. Sie fordern in einem Statement Ende August, „endlich über mittel- und langfristige Alternativen zum Flughafenbetrieb nachzudenken“.

Die aktuellen Zahlen sprächen für sich. „Seit 2012 gehen die Passagierzahlen in den Sommerferien kontinuierlich zurück – um fast 40.000 seit 2012. Wenn der Geschäftsführer des Flughafens das auf die politische Entwicklung in der Türkei schiebt, mag er damit für diesen Sommer eine Erklärung gefunden haben. Er verschweigt allerdings dabei, dass die Zahlen bereits seit Jahren sinken. Gleichzeitig ist absehbar zu befürchten, dass die weltweiten politischen Krisen auch in den kommenden Jahren nicht weniger werden. Nach der Logik von Herrn Mager“ (Airportchef, d. Red.) „werden wir uns also auf weiter sinkende Passagierzahlen am Flughafen einstellen können.“

Die Vergangenheit habe zusätzlich gezeigt, dass selbst ein Anstieg der Passagierzahlen nicht zwangsläufig die Erträge steigere. „Auf Dauer lässt sich damit weder ein Defizit von jährlich um die 20 Millionen Euro rechtfertigen noch den Bürgern erklären, die den Flughafen über die Stadtwerke subventionieren.“

Daher: „Die Ausbau-Phantasien des Flughafens endgültig zu den Akten legen“, fordern Dortmunds Grüne (was die Stadt Unna aus Lärmschutzgründen nur nachdrücklich begrüßen würde). Statt dessen „sollten sich die Verantwortlichen mittel- und langfristig eher mit der Rückabwicklung des Dortmunder Flughafens beschäftigen.“

Kommentare (3)

  • sven richter

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    Die letzte verlängerung der startbahn war aus meiner sicht eh nicht vollkommen klug bedacht.
    ich vermisse die alten zeiten als man noch 10 minuten zufuß vom holzwickeder norden zum wickeder s-bahnhof benötigte(falls mal wieder ne eurobahn ausfiel),das ganze ist eine farce par excellance welche zufahrtswege dem normalobürger dadurch gestrichen wurden Holzwickede-wickede-massen sowie Hellweg -B1 anbindung ,das ganze für 20 mio miese jährlich ,es ist zum heulen …. hauptsache die schlipsträger und drehstuhlpiloten müssen nicht nach düsseldorf eiern …
    auf eine unterführung wurde wahrscheinlich aus statik/kosten-gründen verzichtet.

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  • Schmidt

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    Bitte schließt diesen Flughafen. Bringt eh nichts ab . Jedes anderes Unternehmen hätte schon schließen müssen 😨

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  • John

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    Infrastruktur kostet nunmal Geld. ÖPNV ist auch immer ein Verlustgeschäft. Andere Flughäfen machen ihren Gewinn auch nicht mit dem operativen Geschäft, sondern durch Verpachtungen von Fläche an Shops, Hotels etc. Dies gelingt in Dortmund nicht, durch zu hohe Fixkosten im Verhältnis zur Größe.

    Die Schließung des Flughafen würde eine Abwertung der gesamten Region bedeuten (auch wenn die wenigsten letztendlich drauf zurückgreifen, ist Infrastruktur bei einer unternehmerischen Standortwahl immer eines der Top Argumente)

    Wer mit Lärm argumentiert, der hätte nicht in das Ruhrgebiet ziehen sollen.

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