Rundblick-Unna » Stadt Unna bedauert Baustellenchaos – „Können selbst aber nur begrenzt auf Termine einwirken“

Stadt Unna bedauert Baustellenchaos – „Können selbst aber nur begrenzt auf Termine einwirken“

Chaos am Karree zwischen Unna und Kamen, Chaos auf der Wilhelmshöhe zwischen Unna und Fröndenberg, dazwischen noch weitere Baustellen mit weiteren Nadelöhren: Gestern herrschte in Unna und um Unna herum zeitweilig Ausnahmezustand, zu verdanken mehreren (Groß-)Baustellen gleichzeitig durch unterschiedliche Bauherren:

Das Land, der Kreis und die Stadt Unna selbst verantworten momentan verschiedene Bauarbeiten. Das größte Chaos richtete der Beginn der Bauarbeiten an der extrem dicht befahrenen Karree-Kreuzung an (Unnaer Straße/B233 bei Ikea). Kaum weniger ausdauernd schmorten Verkehrsteilnehmer auf der Kreuzungsbaustelle Wilhelmshöhe im Stau, wo bis Freitag Einbahnregelung gilt. Über Wartezeiten von über einer Stunde – vereinzelt bis zu zwei Stunden – stöhnten Staugeplagte hier wie im Norden der B233 am Karree. Dort wurden die Ampelphasen verändert, der Verkehr staut sich nun nicht mehr so krass zurück bis auf die Autobahn.

Kann die Stadt solche Baustellen nicht besser koordinieren?, fragten viele Leser ungehalten; und müssen diese Baustelle pünktlich nach dem Ende der Ferien beginnen? Die Antwort gibt Katja Sahmel für die Stadt Unna: „Das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung  hat die Baustellen im Stadtgebiet im Blick und steht auch mit den jeweiligen Bauherren in Kontakt – Land/Kreis. Sofern es um Baustellen in Unna selber geht, werden hier auch die Termine koordiniert und abgestimmt.“

Natürlich sei man immer bemüht, den Straßenverkehr möglichst wenig zu beeinflussen und dabei gerade auch Ferienzeiten zu nutzen, betont die Stadtsprecherin. „Aber auch dann kann es zu zeitlichen Verschiebungen kommen (z.B. durch plötzlich auftretenden Schnee oder andere unvorhergesehene Ereignisse).“  

Baumaßnahmen außerhalb von Unna liegen nicht im Einflussbereich der Stadt, unterstreicht Sahmel. „Insofern können wir auch nicht auf die jeweiligen Bauzeitenpläne einwirken. Denn wie die Kreisstadt Unna sind auch die anderen Bauherren als öffentliche Verwaltung an Vergaberichtlinien gebunden – und dadurch an eigene Fristen und Zeitabläufe.“

Es sei auch für die Stadtverwaltung natürlich etwas unglücklich, dass derzeit mehrere große Baumaßnahmen zusammenkommen. „Aber auf Grund der Abhängigkeiten der einzelnen Straßenbaulastträger und Kommunen nicht anders möglich.“

Zur Baustelle an der Hammer Straße teilt Katja Sahmel noch Folgendes mit: Es handelt sich dort um eine mehrmonatige Kanalbaumaßnahme im Bereich Zechenstraße/Heidestraße (westlich des Kortelbaches). Sie startete im September und betrifft jetzt im Zuge der laufenden Arbeiten auch die Hammer Straße.

„Dass die Arbeiten dort erst jetzt durchgeführt werden und nicht zwei Wochen früher in den Herbstferien, hängt mit dem Baufortschritt der Gesamtmaßnahme zusammen“, bittet die Rathaussprecherin um Verständnis.
Weitere Informationen zu der Kanalbaumaßnahme auf der Internetseite der Stadtbetriebe Unna (Link: http://www.stadtbetriebe-unna.de/crbst_110.html).

baustellenschild

Kommentare (14)

  • Marina Klüver via Facebook

    |

    Das würde mich auch interessieren

    Antworten

  • Herta Heinert via Facebook

    |

    Danke für die Info.

    Antworten

  • Tanja Nolte via Facebook

    |

    Es muss in Zeiten des Internets auch möglich sein, dass sich unterschiedliche Bauherren abstimmen und eine gewisse Koordination erfolgt. Die Verantwortlichen müssen sich ja nicht einmal treffen. Wollen die uns echt erzählen, dass es dafür keine Computerprogramme o.ä. gibt?!

    Antworten

  • Martin Trillhose via Facebook

    |

    Feierabendverkehr ab 14 Uhr Richtung Unna etwa 15 Minuten, Schlange ab Strickherdicke, in Gegenrichtung auch ertragbar, ab Anschluß Autobahnzubringer (Brücke). Heute Morgen (ca. 4:20) nur 5 Minuten gewartet.

    Antworten

  • Marco Ewald via Facebook

    |

    Auf jeden Fall ist mein Bus pünktlich.

    Antworten

  • Martin Trillhose via Facebook

    |

    Thema Wilhelmshöhe: Was für eine Ampelanlage wird da hinkommen, wenn die permanent schaltet ist das Chaos vorprommiert – wie man zur Zeit sieht. Schlange heute von Blitzer bis zur Ampel, sogar auf der Autobahn war rückstau. Ob ein Kreisverkehr nicht sinnvoller gewesen wäre ?

    Antworten

  • Marco

    |

    Da muss ich Martin Trillhose zustimmen, guckt euch das Chaos zwischen Unna und Iserlohn an! !!Ich bin täglich beruflich zwischen Bönen und Iserlohn unterwegs – heute habe ich es in fast 2 Stunden geschafft von Iserlohn nach Bönen zu kommen…was sonst in 45 Minuten zu schaffen ist! Die Fahrt beginnt in Bönen mit der ersten Baustelle und Ampelanlage schon und endet auf der B233! Statt sich mit Ampelanlagen zu beschäftigen hätte man die Autobahn bzw. B233 Richtung Iserlohn weiter ausbauen können…Leute das ist doch nicht normal! Wir leben im 21 Jahrhundert und reiten doch nicht mehr!!!

    Antworten

Kommentieren